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Aufbewahrungspflicht für Belege


| 10.01.2006 09:47 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht



Sehr geehrte Damen und Herren,

ich würde mich freuen, wenn Sie mir folgende Auskunft geben könnten:

Mein FA bittet um die nochmalige Zusendung einer Rechnungskopie aus dem Jahre 2001. Wie lange ist denn für Privatpersonen die gesetzliche Aufbewahrungspflicht ?

Es handelt sich dabei um ein über die letzten Jahre abgeschriebenes Bett im Rahmen der Doppelten Haushaltführung. Falls diese Kopie nicht mehr eingereicht werden kann, besteht dann die Gefahr, daß das FA rückwirkend alle Bescheide ändern kann ?

Vielen Dank für Ihre Information !
Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich im Rahmen dieser Erstberatung wie folgt beantworten:

Grundsätzlich besteht für Sie als Privatperson keine Aufbewahrungspflicht von Belegen, die Sie dem FA bereits zuvor bei einer Steuererklärung eingereicht haben und dann vom FA zurückerhalten haben. Dies gilt jedenfalls dann, wenn das FA Ihnen die Unterlagen zurückgereicht hat ohne Sie darauf hinzuweisen, dass diese von Ihnen zwecks weiterer möglicher Prüfungen durch das FA aufzubewahren sind. Denn das FA hätte sich ja selbst eine Kopie der Rechnung für weitere spätere Zwecke anfertigen können.

Deshalb kann das FA unter den oben geschilderten Umständen nicht einfach den/die Steuerbescheid/e ändern bzw. aufheben.

Daneben beträgt bei der ESt. die Festsetzungsfrist 4 Jahre. Eine längere Frist gilt dann, wenn eine Steuerhinterziehung bzw. eine leichtfertige Steuerverkürzung einschlägig ist.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort geholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen
Stephan André Schmidt, LL.M.
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 10.01.2006 | 11:14

vielen Dank für Ihre Auskunft !

bitte erlauben Sie mir noch folgende Nachfrage:
Das Bett (im Rahmen der doppelten Haushaltsführung) wurde im Jahre 2000 angeschafft. (die Rechnung liegt noch vor) Jedoch erkannte das FA es in diesem Jahre nicht an. In den folgenden Jahren wurde es aber planmäßig abgeschrieben und das FA erkannte dieses auch immer an.

Wenn ich nun diese Kopie einreichen würde, könnte ich mir vorstellen, daß das FA die Abschreibung rückwirkend berichtigt, da das Bett ja anfänglich nicht anerkannt wurde. Sehen Sie das auch so ?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 10.01.2006 | 13:53

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Nachfrage möchte ich wie folgt beantworten:

Es ist in der Tat möglich, dass das FA genau dies beabsichtigt, soweit (jeweils) noch keine Festsetzungsverjährung eingetreten ist. Allerdings sollten Sie einer Abänderung nicht ohne Weiteres tatenlos zusehen, da das FA durch die jahrelange Praxis, die Abschreibungen anzuerkennen, durchaus einen (gewissen) Vertrauenstatbestand geschaffen hat. Möglicherweise kann sich also dann ein Einspruch lohnen.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort geholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen
Stephan André Schmidt, LL.M.
Rechtsanwalt

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