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Auf dem Fahrrad vom Auto angefahren / Stauchungstrauma – Versicherung zahlt nicht

| 21.08.2017 10:49 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Michael Böhler


Im Juli 2016 wurde ich schuldlos von einer Autofahrerin seitlich angefahren. Ich stürzte vom Fahrrad, knallte senkrecht auf den Po, knickte nach rechts ab, zog mir dadurch eine Prellung am Steißbein und Lendenwirbelsäule zu und ein Stauchungstrauma meiner rechten Taille/LWS. Zwei Tage im Krankenhaus, nichts gebrochen, alle Knochen völlig in Ordnung.
Trotzdem habe ich seitdem Rückenschmerzen. Auf MRT- oder Röntgenbildern kann man nichts sehen, es ist ein Problem der Muskeln, des Gewebes. Die Versicherung bezahlte mir 170 Euro für Fahrradcheck und 50% des Helms.

Nach einem halben Jahr reichte ich der Versicherung weitere Rechnungen von Behandlungen ein, die sie nicht übernahmen, sie boten mir aber 600 Euro an, wenn ich eine Abfindungserklärung unterzeichne.

Insgesamt war ich nun 11 Mal in manueller Therapie, fünf mal bei der Osteopathie, drei Mal Kranio-Sakral-Therapie, drei Mal Faszien-Akupunktur. Alles hat meine Schmerzen gelindert, aber immer nur von kurzer Dauer. Ich bin nur tageweise schmerzfrei, muss zwar keine Schmerzmittel nehmen und kann normal arbeiten, aber es beeinträchtigt mein Alltagsleben trotzdem ziemlich.
Ich hatte bisher rund 900 Euro Ausgaben aufgrund des Unfalls. Die Versicherung hat die Unterlagen meiner Ärzte, die ich von der Schweigepflicht entbunden hatte, laut Orthopäden kann man ein Ende meiner Behandlung noch nicht absehen.

Ich lehnte die 600 Euro ab und forderte eigenständig einen Betrag von 2.500 Euro Entschädigung und Schmerzensgeld. Ich dachte, wenn sie mich auf die Hälfte runterhandeln wäre ich damit wohl auch einverstanden, ich wollte nur dass zumindest meine Ausgaben erstattet werden. Zuletzt habe ich mit einem Anwalt gedroht, daraufhin kam nun ein Brief, indem sie mir 300 Euro Schmerzensgeld und 25 Euro Auslagenpauschale erstatten, mitsamt Scheck. Das Angebot der 600 Euro haben sie zurückgezogen.

Meine Fragen:
Lohnt es sich weiterzukämpfen?
Wie stehen meine Chancen mein Recht zu bekommen wenn ich einen Anwalt einschalte?
(Ich möchte mich auf keinen Fall dem nervlichen Stress aussetzen, wenn die Chance besteht, dass ich am Ende ein dreifaches Opfer bin: Schmerzen, eine Menge Geld bezahlt und von der Versicherung betrogen)

Ich danke im voraus sehr herzlich für eine Antwort!

Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Schilderung summarisch gerne wie folgt beantworte:

Sofern das Verschulden zu 100% bei der Gegenseite liegt, sollten Sie sich nicht „abspeisen" lassen und sich anwaltlich vertreten lassen (die Rechtsverfolgungskosten sind als Schadenersatzposition ebenfalls vom gegnerischen Haftpflichtversicherer zu tragen), hier lohnt es sich also zu kämpfen.

In Bezug auf die Höhe des Schmerzensgeldes kann erst nach Prüfung eines aussagekräftigen ärztlichen Attestes eine Einschätzung zu den Erfolgsaussichten erfolgen, dem Grunde nach sind die Chancen Ihren Angaben zufolge jedoch gut.

Ich rate Ihnen deshalb, einen Rechtsanwalt mit der weiteren Prüfung und Vertretung Ihrer Interessen zu beauftragen; in diesem Zusammenhang stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Böhler
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 22.08.2017 | 11:14

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