Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.523
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Auf Erbe verzichten oder nicht?!


09.12.2013 01:06 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Zusammenfassung: Ein Erbverzicht nach §§ 2352, 2346 BGB (Erbe, Pflichtteil, Vermächtnis) ist unwirksam, wenn er nicht vor einem Notar abgeschlossen wird. Regelmäßig vereinbaren die Parteien als Gegenleistung für den Verzicht eine Abfindungszahlung.


kurz und gut,mein vater verstarb vor einigen Jahren, es gab ein Berliner testament,aber ohne strafklausel.so ließ er uns kindern die möglichkeit den pflichtteil geltend zu machen. Ich habe seit jeher kein gutes verhältnis zu meiner mutter oder meinem bruder. es kam zum streit,den meine Mutter nicht mitbekam, aber nach wohl erfolgter beschwerde setens meines bruders sie veranlßte mich anzurufen und zu beschimpfen(nichts neues). ich legte auf. nach einger zeit mav chte ich dann den pflichtteil geltend. ,haken mutterwollte nicht zahlen,also Prozesss und erbu itterter streit. vor 3 tagen fuhr ich zu ihr,ich habe seit gut3 jahren keinen Kontakt zu ihr. In der Zwischenzeit b ekam ich die Diagnose MS. es gind g mir also verdammt schlecht,als ich zu ihr fuhr. Immerhin durfte ich in ihr neues heim und ihr neuer lebensgefährte war auch da. Eigentlich wollte ich allein mit meiner Mutter reeden, gimg nicht,der lebensgefährte saß dabei.Im ü brigen warf er mich eigentlich 2 mal raus,beleidigte mich ,dito meine mutter.,nur rausgeworfen hat sie mich nicht.ich entschuldigte mich für 2 mails die schon unterhalb der gürtellinie waren. ansonsten kam von beiden nichts,dies trotz meines erbärmlichen zustandes. wie auch immer es dazu kam,ich schrieb einen zettel, indem ich auf das erbe verzichten wollte. man fuhr mich zur bahn.nächstre tag Anruf mutter,ich schlief tief und fest.war ihr egal ,sie fragte nur wo der zettel sei.wußte ich auch nicht. keine frage wie "geht es dir gut,können wir dir helfen" nichts.2 Tage später wieder die frage nach dem zettel, angeblich braucht sie ihn, um ihrem anwalt diesen zu geben,damit das verfahren gestoppt wird. ich weiß nicht,sie wollte mich vor Jahren davon abhalten den Pflichtteil einzufordern, macht mir immer klar das es sich eh nicht lohnen würde.damals stand dieser schritt nicht zur debatte. jetzt das gleiche,ich bekäme eh nicht viel.eigentlich garnichts .ich verstehe nicht,warum nun dieser zettel so wichtig ist,er ist so bedeutend, das sie ihn sofort haben will und sich um diesenzu erhalten wirklich "nett" gibt. im grunde macht mich diese eile und die Lüge "der anwalt wolle ihn " sehr mißtrauisch. würde ich nun fast nichts bekommen,wäre es doch egal wann sie ihn bekommt.so baut sie in mir eine Menge druck und unverständnis auf. also Warum ist der dämliche zettel so wichtig und soll ich nun verzichten oder nicht?! Der zettel wurde im übrigen noch bei meiner mutter an meinen anwalt gefaxt, jetzt habe ich ihn informiert er solle ihn ignorieren. meine mich liebende mutter braucht das Oriiginal schins so dringend, das sie noch ihre mutter dafür ofern würde.Meine mutter hat keine schulden und ein relativ großes vermögen auf dem Konto.Nun wirklich,warum ist die Verzichtserklärung so derart wichtig??? ich werde das gefühl nicht los, das da was nicht stimmt an den angaben meiner mutter. ihr interesse an mir ist gleich 0. nur dieser Brief zählt?!

-- Einsatz geändert am 09.12.2013 01:12:26

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Leider ist Ihr Sachvortrag sehr wirr und an den entsprechenden Stellen zu ungenau. Natürlich merkt man, dass Sie die Angelegenheit emotional sehr aufwühlt und belastet, weshalb ich Ihnen keinen Vorwurf machen will. Für eine rechtliche Beratung können jedoch bereits kleine Details eine ganz andere Rechtsfolge haben. Da Sie im Rahmen des anscheinend noch anhängigen Erbrechtsstreit um den Pflichtteil am Nachlass Ihres Vaters einen Anwalt haben, sollten Sie umgehend diesen von dem Vorgang bereichten. Zukünftig sollten Sie unbedingt vorher rechtlichen Rat einholen, bevor Sie etwas unterschreiben. Im Zweifel muss die Gegenseite halt so lange warten!


I. So wie ich es verstehe, wollte man von Ihnen, dass Sie eine Privaturkunde aufsetzen, in der Sie auf Ihr Erbe (bzw. einen Pflichtteil) verzichten. Noch nicht ganz klar ist, worauf sich der Verzicht beziehen soll. Auf Ihren Vater oder Ihre Mutter? Im Ergebnis ist beides egal, da unwirksam.

A. Wenn sich der Verzicht auf den Pflichtteil Ihres Vaters beziehen sollte, kann kein wirksamer Verzichtsvertrag geschlossen sein, da Ihr Vater ja bereits verstorben ist. Ein Verzichtsvertrag muss zum Zeitpunkt des Erbanfalls bereits wirksam geschlossen worden sein. Wenn hier aber nicht am Datum manipuliert wurde, kann das ja bei Ihnen schon gar nicht der Fall sein. Nebenbei: So wie Sie es schildern, sieht die Urkunde eher wie ein einseitig geschriebener Brief aus. Der Verzichtsvertrag ist jedoch ein zweiseitiger Vertrag. Es ist also die Vertragspartner (Vater und Sie), der genaue Vertragsgegenstand (Verzicht auf Erbe/Pflichtteil aus dem Testament vom X) zu bezeichnen und von beiden Seiten zu unterschreiben.

B. Wenn sich der Verzicht auf den Pflichtteil Ihrer Mutter beziehen sollte, liegt ebenfalls kein wirksamer Verzichtsvertrag vor. Denn dieser bedarf der notariellen Form, ansonsten ist er unwirksam. Für einen wirksamen Verzicht hätten entweder zusammen oder nacheinander Ihre Mutter und Sie zum Notar gemusst, der Ihnen zunächst noch mal alles erklärt und danach Ihre Unterschriften beurkundet.


II. Warum Ihre Mutter überhaupt Wert auf solch einen „Zettel" von Ihnen legt, kann ich aus rechtlichen Gründen nicht nachvollziehen. Wie oben geschildert liegt weder ein wirksamer Verzichtsvertrag bezüglich Ihres Vaters vor (der den anhängigen Rechtsstreit hätte beenden können), noch bezüglich Ihrer Mutter. Da Sie allerdings nicht mehr genau wissen, was Sie geschrieben haben (immer Kopie für eigene Unterlagen machen), könnte auch die Gefahr bestehen, dass man den Zettel verwahren will und – ggf. durch Manipulation des Ausstellungsdatum – dieses als Ausschlagung für das Erbe Ihrer Mutter benutzen will, nachdem diese verstirbt. Eine Ausschlagung kann durch einfache Erklärung nach dem Erbanfall (nicht vorher) gegenüber jedermann erklärt werden. Wenn also kein Datum drauf war, sollten Sie unbedingt Ihre Erklärung zurückverlangen. Im späteren Erbfall müssen Sie dann sehr schnell prüfen, ob Sie das Erbe annehmen oder ausschlagen wollen. Im Fall der Annahme muss dann sicherheitshalber möglichst schnell eine Annahmeerklärung gegenüber dem Nachlassgericht erfolgen.


III. Ob man ein Erbe annimmt oder ausschlägt, kann man nur nach Prüfung des Nachlasses verbindlich sagen. Was man allerdings sagen kann ist, dass rein wirtschaftlich betrachtet ein Erbverzicht zumindest nicht ohne Abfindungszahlung erklärt werden sollte. Sie haben doch kein Risiko, wenn Sie nicht Verzichten. Ob Sie Erbe werden wollen oder nicht, können Sie doch immer noch im Erbfall entscheiden. An Ihrer Stelle würde ich nach Offenlegung und groben Überschlag, was denn im Erbfall rauskommen könnte, eine entsprechende Abfindungszahlung verlangen. Sonst würde ich auf nichts verzichten.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Fachanwalt für Steuerrecht Christian Spies, LL.M., Rechtsanwalt
FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60176 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Kompetent und verständlich besten Dank ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Besten Dank!!! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vielen herzlichen Dank für die ausführliche Beantwortung meiner Frage! ...
FRAGESTELLER