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Auf Arbeitgeberkosten im Internet

26.05.2004 13:09 |
Preis: ***,00 € |

Internetrecht, Computerrecht


Ich habe angeblich noch zwei Jahre nach Kündigung (insgesamt angeblich vier Jahre) auf Kosten meines Arbeitgebers mit dessen T-onlinekennung im Internet gesurft. Könnte er dieses nachweisen und mit welchen Konsequenzen habe ich zu rechnen ?
Eingrenzung vom Fragesteller
26.05.2004 | 20:34

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Bis dahin soviel:

1. "Nachweis"

Der Nachweis wird nur über entsprechende Verbindungsdaten des Netzbetreibers/Telefonanbieters gelingen.

Bei Abrechnung der Internetverbindung nach Zeit werden diese Daten (Rufnummer des Anschlusses etc.) gespeichert. Bei einer Flatrate ist umstritten, ob die Speicherung legal ist, wird aber wohl gemacht (vgl. h**p://www.heise.de/newsticker/meldung/36176 ).

Die Daten werden in der Regel 6 Monate (§ 7 Abs. 3 TDSV) aufbewahrt.

Diese Daten kann der Arbeitgeber (AG) nicht persönlich anfordern, sondern nur eine Strafverfolgungsbehörde (Staatsanwaltschaft = StA).

Wenn der AG Anzeige erstattet, könnte die StA die Daten von der Telekom herausverlangen.

2. Konsequenzen

Die StA könnte wegen Delikten aus der Gruppe Betrug/Untreue ermitteln. Dazu müsste aber das Vermögen einer anderen Person geschädigt worden sein. Bei einer Flatrate ist das kaum denkbar (der AG zahlt immer den gleichen Preis, ob Sie "mitsurfen" oder nicht).

Das gleiche gilt für zivilrechtliche Ansprüche: Ohne (Vermögens-)Schaden kein Anspruch des AG.

Ich hoffe, das hilft zunächst weiter.

Mit freundlichen Grüßen


Thomas Koll

Nachfrage vom Fragesteller 27.05.2004 | 08:56

Es handelt sich um eine Abrechnung auf Zeit.

Meine Frage geht nun dahin, daß ich gerne wüßte wie lange die Daten (und welche) der Einwahl bei der Telekom gespeichert werden und ggfs. nachgewiesen werden könnten.

Der AG behauptet nämlich, daß ich mindestens vier Jahre schon auf seine Kosten einwähle.

Ich habe Sie richtig verstanden, daß nur eine Strafverfolgungsbehörde den Nachweis anfordern kann und kein z.B. RA im Auftrag meines ehemaligen Arbeitgebers ?

Mit welchen Konsequenzen hätte ich also bei staatsanwaltlichen Ermittlungen zu rechnen ?

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