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Audi 3.0 TDI Schummelsoftware Klage

| 24.02.2019 14:07 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von


Zusammenfassung:

Dieselskandal

Im September 2017 haben wir einen Audi A6 3.0 TDI Jahreswagen erworben (vom Audi-Händler, Leasingrückläufer von Audi bzw. Europcar). Wir haben die Umweltprämie genutzt und einen alten Euro 3 Diesel verschrottet, was in einer Reduktion des Kaufpreises um 8.000 EUR (von 43.000 EUR auf 35.000 EUR) resultierte.
Im Dezember 2018 wurden wir per Brief über den Rückruf 23X6 in Kenntnis gesetzt, der über ein Softwareupdate die Abgasreinigungsstrategie anpassen soll.
Ebenfalls im Dezember 2018 haben wir beim Audi Kundenservice nachgefragt, welche Änderungen genau zu erwarten sind. Im Internet kursieren viele Berichte, dass sich sowohl Kraftstoffverbrauch als auch Leistung und Drehmoment verschlechtern und dadurch allgemein das Fahrverhalten negativ beeinflusst wird. Dies möchten wir bei einem Fahrzeug dieser Preisklasse definitiv nicht hinnehmen. Das Update haben wir bisher verweigert.

Nun zu unserer Frage: Wie stehen die Chancen, selbst auf Rückgabe zu klagen (keine Sammelklage)? Es finden sich zuhauf erfolgreiche Verfahren für 2.0 TDI Motoren im Internet, aber zu den 3.0 TDIs findet sich wenig bis nichts. Wie würde die Rückabwicklung aussehen? Das Verschrotten des alten KFZ lässt sich nicht rückgängig machen. Wird als Basis der Berechnung der Preis ohne Umweltprämie oder der niedrigere Betrag inkl. Umweltprämie angesetzt? Mit welchen Kosten ist für ein Verfahren in etwa zu rechnen (grobe Hausnummer reicht)?
Besten Dank!

24.02.2019 | 20:49

Antwort

von


(689)
Stedinger Str. 39a
27753 Delmenhorst
Tel: 04221-983945
Web: http://www.drseiter.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Grundsätzlich stehen die Chancen so gut wie nie zu vor, da der Bundesgerichtshof einen rechtlichen Hinweis gegeben hat - nach deren Meinung ist die illegale Abgastechnik in den Autos als Sachmangel einzustufen. Bislang hat es kaum höchstrichterliche Rechtsprechung gegeben, da sich VW eher einigt, um kein Präzendenzurteil gegen sich zu erhalten.

Die Kosten richten sich nach dem Streitwert, also wenn Sie eine Rückgabe wollen (Autowert) und ob noch Schadensersatz hinzukommt.
Ich gehe einmal pauschal von 40.000 EUR aus, dann ca. 1300 EUR außergerichtlich, gerichtlich 1200 EUR + 650 EUR (1/2 aus 1300 EUR) + ggf. Vergleich 1500 EUR + Auslagen + Mwst + Gerichtskosten.

Eine andere Möglichkeit wäre noch der Einsatz eines Widerrufsjokers, wenn die Voraussetzungen vorliegen:
https://www.youtube.com/watch?v=3zpUKXlxzgU


Tragen Sie hier zum Wert näher vor, was Sie geltend machen würden und wieviel Ihr Auto wert ist.



Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwältin Dr. Corina Seiter
Fachanwältin für Familienrecht, Fachanwältin für Strafrecht

Rückfrage vom Fragesteller 24.02.2019 | 21:05

Sehr geehrte Frau Dr. Seiter,

vielen Dank für Ihre Antwort.

Ein Widerrufsjoker scheidet aus, da bar bezahlt.

Ihre Abschätzung der Kosten ist mir noch leicht unklar. Das Auto soll gegen Rückerstattung des Kaufpreises (abzgl. Nutzungsentschädigung) zurückgegeben werden. Ob und wie da noch Schadenersatz möglich ist, weiß ich nicht. Da nehme ich natürlich gerne alles mit was möglich ist.

Ich fasse die potentiellen Kosten zusammen, bitte korrigieren SIe mich (auf Basis: Streitwert = 40000 EUR):

Außergerichtliche Einigung: ich zahle ca. 1300 EUR
Gerichtsverfahren: 1200 EUR + 650 EUR + X = ich zahle 1850 EUR + X zzgl. MwSt. (im Falle einer Niederlage)
Gerichtsverfahren: 1200 EUR + 650 EUR + 1500 EUR + X = ich zahle 3350 EUR + X zzgl. MwSt. (im Falle eines Vergleiches)
Im Falle eines Sieges trägt die Gegenseite die Kosten?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 24.02.2019 | 21:22

Nochmal schöner ;-)
Außergerichtliches Vorgehen bis zu einer Klage 1,3 = 1300 EUR + 20 EUR Auslagen + Mwst.
Bei außergerichtlichem Vergleich (auch bei einem Gerichtsverfahren, wenn er außerhalb des Gerichts geschlossen wird): 1,5 = 1500 EUR zusätzlich + Mwst.

Also etwa außergerichtlich mit Einigung 2800 EUR + Mwst. und Auslagen


Gerichtlich:
Anrechnung der 1,3 zur Hälfte: 650 EUR
1,3 Verfahrensgebühr = 1300 EUR
+ 1,2 bei einem Gerichtstermine 1200 EUR

Bei einem zu erwartenden Vergleich 1,0 = 1000 EUR

alles + 20 EUR Auslagen + MWst.

Ist für einen Laien kompliziert . wenn Sie gewinnen, trägt es die Gegenseite, im Vergleichsfalle Sie beide ihre eigenen Kosten

Bewertung des Fragestellers 24.02.2019 | 22:55

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