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Auch Zuverlustausgleich möglich?


07.02.2007 22:11 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Mein Mann und ich haben uns vor 14 Tagen getrennt und haben die Absicht,uns scheiden zu lassen.Bei der Berechnung des Zugewinns tritt folgendes Problem auf:
Mein Mann hat mit weiteren 3 Personen vor ca.3 Jahren eine GbR gegründet.Diese GbR hat ein Grundstück für 10.000 Euro gekauft ( sein Anteil 2.500 Euro).Als Zugewinnausgleich zahlt mein Mann mir dafür 1.000 Euro aus.
In diesem Monat finden auf dem Grundstück Abrißarbeiten mit Kosten in Höhe von ca.38.500 Euro ( sein Kostenanteil davon 1/4 ).
Mein Mann verlangt von mir diese Kosten zur Hälfte mit zu tragen- ca. 4.500 Euro.
Darf mein Mann mich an diesen Kosten beteiligen??????????
07.02.2007 | 22:52

Antwort

von


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Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre Frage, die ich anhand des geschilderten Sachverhalts wie folgt beantworte:

Die Problematik Ihrer Frage liegt darin, dass der ganze Ansatz für die Berechnung des Zugewinnausgleichs so nicht stimmt, bzw. jedenfalls nicht den gesetzlichen Regelungen entspricht.

Bei der Berechnung des Zugewinnausgleichs wird immer das gesamte Anfangs- und Endvermögen beider Ehegatten berücksichtigt und nicht einzelne Vermögenswerte herausgepickt. Zum Endvermögen Ihres Mannes gehört dann (neben anderen Werten sofern vorhanden) auch sein 1/4 Anteil an der GbR, dessen Wert zu ermitteln wäre. Dabei sind, je nachdem, womit sich die GbR beschäftigt, viele Punkte maßgeblich u.a. in jedem Fall das Grundstück und die Abrisskosten, aber eben auch andere Dinge, wie z.B. weiteres Gesellschaftsvermögen, Umsatz, Kundenstamm etc.

Wenn man das so macht, stellt sich die Frage, ob Ihr Mann Sie an den Kosten beteiligen darf oder nicht, gar nicht. Entweder hat die GbR einen positiven Wert, oder eben nicht.

Sowas wie "Zuverlust" sieht das Gesetz nicht vor. Im ungünstigsten Fall ist das Endvermögen 0, dann besteht kein Anspruch auf Zugewinnausgleich, aber auch keine Verpflichtung, sich an Schulden zu beteiligen.

Selbstverständlich kann man sich auch auf eine abweichende Regelung einigen, das setzt aber dann voraus, dass beide Ehegatten einverstanden sind.

Ich hoffe, Ihnen damit eine Orientierung gegeben zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen
Gabriele Koch
Rechtsanwältin


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