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Außerordentliche Kündigung Begründung

07.12.2019 02:58 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


Hallo,
Habe eine Ausserordentliche Kündigung geschrieben
Hier meine Begründung

Begründung:
Trotz mehrfacher Aufforderung an Herrn xxxx für Ruhe zur zweckmäßiger Bestimmung meiner
Wohnung zu sorgen, ist er dazu nicht in der Lage.
Ein Aushang seinerseits im Haus das zuwerfen von Türen zu unterlassen, hat nichts gebracht.
Der verursachte Lärmspiegel seitens der Mietparteien xxxx und xxxxx im 2. OG durch Türen
zuwerfen, Lautes Hundegebell im Hausflur, Spielplatzaktionen im Hausflur und Besuche mit
lautstarken Geräuschpegel im Treppenhaus führen zu einer extremen Lärmbelästigung und
Gesundheitsgefährdung was bis spät Abends angeht.
Es besteht keine Möglichkeit auch nur annähernd sich in der Wohnung wohlzufühlen oder
durchgehend Ruhe zu haben, um entspannt am nächsten Tag oder Nacht, seiner Arbeit
nachzugehen.
Auch die Aktionen mit dem Hin-und Her Rennen mit dem Hund auf dem Fließen Boden, was sich
anhört wie das Trampeln einer Elefantenherde, sind nervtötend.
Freundliche Anfragen, das ganze abzudämpfen oder um Nachsicht für andere zu bieten, sind
fehlgeschlagen und werden ignoriert.
Im Gegenteil, man wird noch ausgelacht, es bestünden ja schon ältere Wohnrechte etc....
Es ist ein Hohn, das mit der Bedingung einer geregelten Arbeit nachzugehen, einen die Wohnung
vermietet wird, wenn man dieser nicht wirklich nachgehen kann durch die Belästigung.
Für die Bedingungen die für mich gesundheitsgefährdend sind, sind mehrere Emails und Whatsapp
Nachrichten an Herrn xxxxx gegangen, der sich aber außerstande fühlt oder nicht in der Lage zu
sein scheint etwas zu unternehmen.
Ein Vielzahl an Zeugen, Videos und diverse Arztbesuche mit Bestätigung der Gefährdung liegen
vor, und wurden Herrn Turner auch schon bereits mitgeteilt.
Ich habe seit Mietbeginn am 15.08.19 lediglich vielleicht 20 % der Mietzeit in der Wohnung
verbracht, aufgrund der Situation und Zustände.
Ich fordere Sie auf mit mir einen Termin zur Schlüsselübergabe zu vereinbaren und werde dann die
Wohnung bis zu diesen Zeitpunkt geräumt haben.
Ich erwarte dann von Ihnen eine zeitnahe Rückführung meiner geleisteten Mietkaution.

Bitte um Info ob die Begründung so in Ordnung ist

Gruß Fragesteller

Einsatz editiert am 07.12.2019 03:48:56

07.12.2019 | 04:57

Antwort

von


(1330)
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33609 Bielefeld
Tel: 0521/178960
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Guten Morgen,

ich beantworte Ihre Anfrage auf der Grundlage der von Ihnen dazu mitgeteilten Informationen wie folgt:

Sie haben dann ein außerordentliches Kündigungsrecht, wenn Ihnen unter Berücksichtigung aller Umstände des Einzelfalls, insbesondere eines Verschuldens der Vertragsparteien, und unter Abwägung der beiderseitigen Interessen die Fortsetzung des Mietverhältnisses bis zum Ablauf der Kündigungsfrist oder bis zur sonstigen Beendigung des Mietverhältnisses nicht zugemutet werden kann, vgl. § 543 BGB .

HIer verstehe ich den Sachverhalt so, dass zwar nicht der Vermieter selber übermäßig laut ist, er aber nicht dafür sorgt, dass Lärm, der von anderen Mietparteien ausgeht, unterbunden wird.

Das Unterlassen des Vermieters stellt, rechtlich gesehen, eine Verletzung seiner Pflicht aus dem Mietvertrag, Ihnen die Wohnung in einem bewohnbaren Zustand zu überlassen.

§ 543 Abs. 3 BGB schränkt bei derartigen Vertragsverstößen das außerordentliche Kündigungsrecht ein:
Besteht der wichtige Grund in der Verletzung einer Pflicht aus dem Mietvertrag, so ist die Kündigung erst nach erfolglosem Ablauf einer zur Abhilfe bestimmten angemessenen Frist oder nach erfolgloser Abmahnung zulässig.

Ob eine solche Abmahnung, also eine Aufforderung an den Vermieter, für Ruhe zu sorgen, verbunden mit dem Hinweis, dass ansonsten außerordentlich gekündigt wird, bereits erfolgt ist, weiß ich nicht. Insoweit ist Ihre Sachverhaltsschilderung unklar. Falls das noch nicht geschehen sein sollte, müssen Sie es vor Ausspruch der Kündigung nachholen.

Ansonsten sind Ihre Ausführungen sehr stark emotional geprägt, haben aber leider vom Sachverhalt her keine klaren Aussagen.
Sie sollten aus dem hoffentlich geführten Lärmtagebuch deutlich konkreter mit Datum und Uhrzeit die wesentlichen Störungen bschreiben, ferner die einzelnen Zeitpunkt angeben, zu denen Sie den Vermieter informiert haben und datumsmäßig darlegen, wann trotz dieser Aufforderungen die Lärmbelästigung fortgesetzt wurde.

Ihre Schilderung lässt nicht ansatzweise einen Zeitraum oder Zeitpunkt erkennen, zu dem z.B. die Aktionen mit dem Hin-und Her Rennen mit dem Hund auf dem Fließen Boden stattgefunden haben, wie lange diese Aktion etwa gedauert hat, zu welcher Uhrzeit sie stattgefunden hat.

Sie sollten unter den genannten Gesichtspunkten Ihre Rechtsposition und auch das Kündigungsschreiben überarbeiten.

Mit freundlichen Grüßen


Rückfrage vom Fragesteller 07.12.2019 | 05:06

Guten Morgen
Überarbeite die Gründe mit Zeiträume,
Die Aussage würde per WhatsApp Nachricht an den Verwalter geschickt, im Bezug auf die ausser ordentliche Kündigung
Kündigung war für den 14.12.19 vorgesehen
Gruß

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 07.12.2019 | 05:10

Ich möchte Ihre Nachfrage zum Anlass nehmen, darauf hinzuweisen, dass Sie nicht per whatsapp die Kündigung selber aussprechen können, den gemäß § 568 BGB bedarf eine Wohnraumkündigung zwingend der Schriftform.
Weder whatsapp noch email erfüllen dieses Schriftformerfordernis, denn das setzt nach § 126 BGB voraus:
Ist durch Gesetz schriftliche Form vorgeschrieben, so muss die Urkunde von dem Aussteller eigenhändig durch Namensunterschrift oder mittels notariell beglaubigten Handzeichens unterzeichnet werden.

Sie müssen daher ein Blatt papier nehmen, darauf die Kündigung schreiben und das Ganze dann eigenhändig unterschreiben, da ansonsten die Kündigung schon formal unwikrsam wäre.

Gruß zurück

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