Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Außerorts mit 61 zuviel gelasert !

08.07.2009 10:30 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Hallo,

ich bin heute außerorts auf einem ausgebauten Feldweg mit angeblich 101 km/h anstatt 30 km/h gelasert und dann angehalten worden.

Ich wurde sofort mit den Worten begrüßt das ich 101 km/h gefahren bin und damit 61 km/h zu schnell. Das natürlich dort die magische Grenze zu 1 und 2 Monaten Fahrverbot und doppelten Busgeld liegt wurde mir erst bewußt, als ich mich im Internet schlau machte.

Was mich nun im Nachinein stutzig machte, das mir der Polizist (es war nur einer) nicht das Messergebnis zeigte und auch gleich von 101 km/h redete ohne eine Toleranz zu erwähnen.

Natürlich bin ich zu schnell gefahren etc., nur geht es hier wirklich um 1 km/h was zwischen hoher Geldbuse und 1 bzw. 2 Monaten Fahrverbot entscheided.

Meine Frage kann man da irgendetwas aufgrund der obigen Tatsachen machen (kein Messergebniss gezeigt, keine Toleranz erwähnt - wurde diese überhaupt abgezogen ?, Polizist alleine etc. ) oder kann ich mir einen Einspruch bzw. das Nehmen eines Anwaltes sparen und sollte den Bussgeldscheid akzeptieren, sobald dieser eintrifft ?

Vielen Dank im voraus

Sehr geehrter Fragesteller,


wie Sie schon selbst trefflich festgestellt haben befinden Sie sich im kritischen Bereich zwischen zwei Gebührenstufen bzw. Fahrverbotsstufen.

11-15 km/h 20,- EUR
16-20 km/h 30,- EUR
21-25 km/h 70,- EUR, 1 Punkt
26-30 km/h 80,- EUR, 3 Punkte
31-40 km/h 120,- EUR, 3 Punkte
41-50 km/h 160,- EUR, 3 Punkte, 1 Monat Fahrverbot
51-60 km/h 240,- EUR, 4 Punkte, 1 Monat Fahrverbot
61-70 km/h 440,- EUR, 4 Punkte, 2 Monate Fahrverbot
über 70 km/h 600,- EUR, 4 Punkte, 3 Monate Fahrverbot


Im konkreten Fall empfiehlt es sich grundsätzlich einen Anwalt mit der Beauftragung der Angelegenheit zu betreuen. Dieser kann für Sie Akteneinsicht anfordern und gegebenfalls erreichen, dass die Messung für ungültig erklärt wird - wobei dies zugegebenermaßen relativ unwahrscheinlich ist.

Sollte auf der von Ihnen beschriebenen Strecke zum Zeitpunkt der Lasermessung viel Straßenverkehr geherrscht haben ( relativ unwahrscheinlich auf einem Feldweg) bzw. in die Straße hänge Äste oder sonstige Gegenstände die Lasermessung evtl. verfälscht haben, so ist es im Bereich des Möglichen, das Strafmaß zu reduzieren bzw. ganz entfallen zu lassen.

Dies müsste aber durch Zeugenaussagen (Beifahrer) Ihrerseits bekräftigt werden können.

Sollten Sie allein auf der Straße gefahren sein ( ohne Beifahrer etc.), so ist es ziemlich schwierig, eine Verkürzung oder das Entfallen der Strafe zu erreichen.

Sollten Sie im Besitz einer Verkehrsrechtsschutzversicherung sein, so würde diese ( im Normalfall) die Kosten eines Anwalts in Ihrer Angelegenheit übernehmen.

Evtl. kann in Ihrem Fall durch eine anwaltliche Intervention erreicht werden, dass sich die Bußgeldstelle mit einem Monat Fahrverbot zufrieden gibt -unter Berufung auf ein evtl. durch äußere Umstände ( Äste, aufgewirbelter Straßenstaub etc. ) das Ergebnis doch erheblich verfälscht wurde und die Fehlertoleranz der Laserpistole zu Ihren Gunsten ausgeweitet werden muss/kann/darf.


Im Großen und Ganzen erscheint Ihre Lage als wenig erfolgreich- sollten Sie über eine Rechtsschutzversicherung verfügen, so empfiehlt es sich, diese zu nutzen um so die minimale Chance, das Fahrverbot zu verkürzen, aufrecht zu erhalten.

Gerne stehe ich Ihnen für diese Angelegenheit zur Verfügung. Sollte Interesse an einer Mandatierung ( falls eine Verkehrsrechtsschutz besteht) bestehen, so bitte ich um eine Nachricht unter info@kanzlei-bauer.eu oder einen Anruf unter 0821 3494800

Bitte beachten Sie dabei, dass gegen den Fahrverbotsbescheid relativ zügig Einspruch eingelegt werden muss (Rechtsbehelfsbelehrung beachten) .so dass dieser nicht rechtskräfig wird.

Bei Rückfragen nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Bauer
Rechtsanwalt


Rückfrage vom Fragesteller 08.07.2009 | 12:00

Hallo,

vielen Dank für die Rückantwort.

Sie haben den Sachverhalt schon sehr gut dargestellt, sodaß oben angeführte Gründe bei mir nicht wirklich zutreffen.

Leider haben Sie aber nicht auf die obigen Fragen bezüglich Messergebnis zeigen, was ist mit Toleranz etc. geantwortet ?

Da ich eine Rechschutzversicherung habe würde ich diese auch nutzen. Wenn ich das nun richtig verstehe muss ich auf den Bescheid warten und dann einen Anwalt aufsuchen, richtig ?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 08.07.2009 | 14:01

Sehr geehrter Fragesteller,


es ist so:


Gruzndsätzlich genügt es, wenn der Polizist Ihnen vorwirft, dass die Lasermessung ein bestimmtes Ergebnis gezeigt hat.

Er muss Ihnen das Ergebnis nicht zeigen. Allerdings muss er dokumentieren, welche Werte das Lasermessgerät angezeigt hat. Diese Werte werden in dem sogenannten Messprotokoll eingetragen und anschließend ausgewertet. Dieses liegt der Bußgeldstelle vor und nach dieser erlässt diese den Bescheid.

In diese Tabelle muss eingetragen werden, welcher Wert angezeigt wurde - und welche Toleranz dabei abgezogen wurde.

Er muss Ihnen das Messergebnis nicht zeigen. Sie haben keinen Anspruch auf Einsciht in das Messergebnis vor Ort.


Zu den Toleranzen: bis 100 km/h pro Stunde werden je nach Gerät im Normalfall 3km/h Toleranz abgezogen.
Über 100 km/h werden im Normalfall 3% des gemessenen Wertes abgezogen.

Eine Aussage welcher Wert denn nun wirklich ermittelt wurde kann nur nach Vorlage des Bescheids bzw. nach Akteneinsicht durch einen Anwalt ermittelt werden.

Sie haben in Ihrer Angabe aber leider noch einen ganz erheblichen Rechenfehler:

Wenn auf der Strecke 30 km/h erlaubt waren, und Sie 100 km/h gefahren sind, dann haben Sie das zulässige Tempolimit um 70 km/h, nicht wie von Ihnen angenommen um 60 km/h überschritten.

Sie befinden sich dann - je nach Abzug der Toleranz- im Bereich zwischen

61-70 km/h 440,- EUR, 4 Punkte, 2 Monate Fahrverbot
über 70 km/h 600,- EUR, 4 Punkte, 3 Monate Fahrverbot




Weitere Möglichkeiten für eine Unwirksamkeit der Messung sind z.B. Fehler im Prüfprotokoll, eine Ungeeignetheit der Strecke ( Distanzen, Hügel etc), eine fehlende Einweisung des die Messung durchführenden Polizeibeamten , der richtige Aufbau des Lasermessgeräts etc.... ( ->es gibt unzählige Fehlerquellen bei einer Lasermessung)

Es empfiehlt sich, den Bescheid abzuwarten und dann zügigst einen Anwalt mit der Angelegenheit zu betrauen. Selbstverständlich können Sie bereits im Vorfeld bereits bei Ihrere RSV um Deckungszusage anfragen, damit im Falle eines Bescheids keine wertvolle Zeit mit dem Abwarten bis zur Deckungszusage verschwendet werden muss.


Bei Fragen zum weiteren Vorgehen stehe ich Ihnen selbstverständlich weiterhin zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Bauer
Rechtsanwalt


Ergänzung vom Anwalt 08.07.2009 | 12:00

Nachtrag:


Eine Akteneinsicht empfiehlt sich auf jeden Fall, da unter Umständen der Toleranzwert nicht korrekt abgezogen worden (3% über 100 km/h , evtl. wurden nur 3 km/h abgezogen) ist und bei Ihrem knappen Wert so evtl. die Herabstufung in ein nur einmonatiges Fahrverbot erreicht werden könnte.

Eine Alteneinsicht kann nur durch einen Anwalt vorgenommen werden. Gerne kann ich Ihnen einen Angebot für eine Akteneinsicht und eine weitergehende Beratung schicken, falls von Ihnen gewünscht.


Mit freundlichem Gruß

Michael Bauer
Rechtsanwalt

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 81240 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Sehr nette Anwältin. Schnelle Antwort. Sehr ausführlich. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Ich empfehle diesen Anwalt weiter! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Der Anwalt hat mir wirklich weitergeholfen. Vielen Dank. ...
FRAGESTELLER