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Außerordentliche Kündigung durch Arbeitnehmer


03.02.2006 17:54 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Christian Kah



Hallo,

ich arbeite seit 9.1.2006 in einer Privatschule als Lehrkraft (Angestelltenverhältnis). Die vertraglich vereinbarte Kündigungsfrist beträgt vier Monate zum Schuljahresende (31.8.) für beide Seiten. Eine Probezeit wurde nicht vereinbart. Der Vertrag ist befristet bis 31.7.2006.
Seit ich dort arbeite, habe ich keine Nacht geschlafen, leide unter Appetitlosigkeit (4 kg Gewichtsabnahme), habe Kopfschmerzen, Herzrasen, bekomme Hautekzeme etc. Ich habe einen Horror davor, nochmals in die Schule gehen zu müssen. Da mein Leidensdruck sehr groß ist, will ich im Interesse meiner Gesundheit fristlos außerordentlich kündigen.

Meine Frage ist, ob eine fristlose außerordentliche Kündigung in diesem Fall möglich ist.

Wie muss ich vorgehen?

Am Montag müsste ich wieder in die Schule und bin jetzt schon am durchdrehen. Ich will auf keinen Fall nochmals hin!

Vielen Dank im Voraus.

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Guten Tag,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Nach § 626 Abs. 1 BGB ist ein Arbeitsverhältnis außerordentlich kündbar, wenn ein wichtiger Grund vorliegt.

Geregelt ist dies in § 626 BGB, welchen ich zunächst zitiere:

"§ 626
Fristlose Kündigung aus wichtigem Grund

(1) Das Dienstverhältnis kann von jedem Vertragsteil aus wichtigem Grund ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist gekündigt werden, wenn Tatsachen vorliegen, auf Grund derer dem Kündigenden unter Berücksichtigung aller Umstände des Einzelfalles und unter Abwägung der Interessen beider Vertragsteile die Fortsetzung des Dienstverhältnisses bis zum Ablauf der Kündigungsfrist oder bis zu der vereinbarten Beendigung des Dienstverhältnisses nicht zugemutet werden kann.

(2) Die Kündigung kann nur innerhalb von zwei Wochen erfolgen. Die Frist beginnt mit dem Zeitpunkt, in dem der Kündigungsberechtigte von den für die Kündigung maßgebenden Tatsachen Kenntnis erlangt. Der Kündigende muss dem anderen Teil auf Verlangen den Kündigungsgrund unverzüglich schriftlich mitteilen."

Ein wichtiger Grund kann selbstverständlich auch in einer andauernden Krankheit liegen, insbesondere, wenn diese in Zusammenhang mit dem Arbeitsplatz steht.

Sie sollten sich zunächst bei einem Arzt vorstellen und Ihre Situation schildern. Dort kann evt. bereits eine Krankschreibung erfolgen. Sodann sollten Sie sich vom Arzt bescheinigen lassen, dass die weitere Ausübung der Tätigkeit gesundheitlich unzumutbar ist, falls dies medizinisch tatsächlich indiziert ist.

Mit einem solchen Attest kann dann auch eine fristlose Kündigung begründet werden.

Es besteht aber auch die Möglichkeit der einvernehmlichen Aufhebung des Arbeitsverhältnisses über einen Auflösungsvertrag mit dem Arbeitgeber.

Die Kündigung muss schriftlich erfolgen und die Kündigungsgründe müssen aufgeführt werden. Ein evt. dann vorliegendes Attest sollte beigefügt werde.

Ich hoffe, Ihre Anfrage hinreichend beantwortet zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Christian Kah
-Rechtsanwalt-

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