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Außerordentliche Kündigung aus wichtigem Grund


08.10.2007 19:58 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle



Sehr geehrte Damen und Herren,

meine 11-jährige Tochter wurde ca. ein halbes Jahr lang in der Schule von Mitschülern gemobbt( Beleidigungen, Gewalt, Bedrohungen etc.)ohne dass Lehrer eingegriffen haben, obwohl mein Kind diese darauf aufmerksam gemacht hat. Leider hat sie bis vor ein paar Tagen nicht darüber gesprochen. Mir liegt nun ein ärztliches Attest vor, dass wir im letzten halben Jahr 7 mal den Arzt aufgesucht haben ohne organische Beschwerden, sondern wegen psychosomatischen Erkrankungen, die sich durch Schwindel, Bauch- und Kopfweh äusserten. Meine Tochter will und wird diese Schule nicht mehr besuchen. Wir werden den Wohnort innerhalb der nächsten Tage wechseln und nun mein Problem. Ich arbeite seit Oktober 2005 in einem Unternehmen. Ich habe seit Juli diesen Jahres einen unbefristeten Arbeitsvertrag mit einer Kündigungsfrist von 2 Monaten zum Quartalsende. Da mein Mann seit letzter Woche im Ausland tätig ist und er maximal 1-2 Mal im Monat nach Hause kommen wird, ist es mir nicht möglich mein Kind anders zu betreuen als dass ich selbst zu Hause bleiben muss bzw dass ich mit meiner Tochter in meine Heimat zurückziehe, wo ich familiäre Unterstütung haben werde. Da der Schulwechsel dringend erforderlich ist, muss der Umzug sehr schnell erfolgen. Bin ich aus diesen Gründen berechtigt das bestehende Arbeitsverhältnis aus wichtigem Grund fristlos zu kündigen, ohne dass ich von der Agentur für Arbeit eine Sperrfrist für den Bezug von Arbeitslosengeld bekomme?

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Sehr geehrte Ratsuchende,


hier liegt ein wichtiger Grund zur Kündigung vor, ohne dass eine Sperrzeit verhängt werden darf.

Denn ein wichtiger Grund ist immer dann gegeben, wenn Tatsachen vorliegen, die unter Berücksichtigung aller Umstände und unter Abwägung der Interessen beider Vertragsteile dem Kündigendem die Fortsetzung des Vertragsverhältnisses unzumutbar machen.

Dieses liegt hier deshalb vor, da bei Einhaltung der gesetzlichen Kündigungsfrist das Kindeswohl ja (leider) gefährdet ist.



Gleichwohl würde ich aber empfehlen, vor Ausspruch der Kündigung mit Ihrer Firma zu sprechen und ggfs. eine vorübergehende Freistellung zu vereinbaren, bis der weitere Lebensweg feststeht.



Sollte der Lehrer nicht reagiert haben, würde ich aber auch dagegen dann vorgehen und ggfs. das Kultusministerium noch informieren.


Ich wünsche Ihnen und vor allem Ihrer Tochter alles Gute.




Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle
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