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Außerkraftsetzung der Arbeitsunfähigkeitbescheinigung


| 18.03.2006 15:41 |
Preis: ***,00 € |

Sozialrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Christian Joachim



Sehr geehrte Damen und Herren.

Ich bin seit 15 Monaten krankgeschrieben, und erhielt bisher Krankengeld. Krankgeschrieben bin ich u.a wegen eines Bandscheibenvorfalls und massiven psychischen Problemen in Folge eines Arbeitsplatzkonfliktes.
Durch ein Attest meines behandelnden Arztes und ein Gutachten einer Reha- Klinik in der ich mich 2 Monate in Behandlung befand, wurde mir bestätigt, dass ich an meinen jetzigen Arbeitplatz nicht mehr zurückkehren muss.
In Absprache mit meiner Krankenkasse bin ich anfang dieses Monats in eine andere Stadt gezogen.

Heute (an einem Samstag) erhielt ich einen Brief von meiner Krankenkasse, dass mein Krankengeld mit Wirkung ab Montag, eingestellt wird, weil der MdK der Meinung ist, dass ich wieder arbeitsfähig bin. Dazu muss ich sagen, dass ich das letzte mal vor über einem Jahr zum MdK eingeladen wurde.
Also wurde die Krankmeldung meines behandelnden Arztes jetzt aufgehoben, ohne dass mich überhaupt jemand vom MdK gesehen hat.
Eigentlich wäre ich noch bis zum 31.3. krankgeschrieben.

Ich würde am 21.04. ausgesteuert werden, und war auch schon bei der Arbeitsagentur, die nächste Woche prüft, ob für mich der Paragraph 125 SGB III (Nahtlosigkeitregelung) in Frage kommt.

Ich würde gerne wissen, wie ich jetzt weiter vorgehen soll.
Ich bin in keinem Fall arbeitsfähig, und habe noch letzte Woche mit meiner Ärztin in meiner neuen Heimatstadt darüber gesprochen, dass die Notwendigkeit einer weiteren Reha besteht, um meine Arbeitskraft wiederherzustellen.

Was soll ich denn jetzt in der Kürze der Zeit machen? Ich soll theoretisch ab Dienstag wieder arbeiten, obwohl ich Atteste und Gutachten habe, die besagen, dass ich an meinen jetzigen Arbeitsplatz nicht zurückkehren muss.

Soll ich mir jetzt so schnell wie möglich ein neues Attest besorgen? Muss ich Widerspruch gegen diesen Bescheid einlegen?

Wie kann es denn sein, dass der MdK mich für arbeitsfähig hält, ohne mich überhaupt gesehen zu haben?

Ich hoffe auf eine schnelle Antwort. Danke.

-- Einsatz geändert am 18.03.2006 19:58:54
Sehr geehrter Fragesteller,

sie sollten gegen die Entscheidung der Krankenkasse Widerspruchh einlegen und insbesondere die zeitlich weit zurückliegende Entscheidung des MDK bemängeln, die hier augenscheinlich keine aktuelle Gesundheitsprüfung zugrunde gelegt hat.

Gleichzeitig empfehle ich Ihnen, um Restriktionen oder Nachteile zu vermeiden, ein neues ärztliches Attest bei Ihrem Hausarzt ausstellen zu lassen und sich, sofern gegeben, krank schreiben zu lassen. Die Krankschreibung ist dann dem Arbeitgeber vorzulegen und ggf. auch der Krankenkasse in Fotokopie bekannt zu geben.

Ich hoffe, Ihre Fragen zu Ihrer Informatioen zufriedenstellend beantwortet zuhaben und stehe für Rückfragen im Rahmen der Nachfragefunktion gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen und einen angenehmen Sonntag,


Christian Joachim
-Rechtsanwalt-


Nachfrage vom Fragesteller 19.03.2006 | 10:01

Erst mal vielen herzlichen Dank für Ihre Mühe. Ich habe jetzt einen Brief aufgesetzt. Wären Sie so freundlich, mir nur noch zu sagen, ob dieser so okay ist?

Sehr geehrte Damen und Herren,

bezüglich Ihres Schreibens vom 17.03.06 widerspreche ich der Auffassung des MdK, nach der ich ab dem 21.03.06 wieder arbeitsfähig sein soll.

Mit diesem Schreiben stellt der MdK die Diagnose meines Psychiaters - Herr Doktor XXX - und meines Bezugstherapeuten - Herr XXX ( Klinik XXX ) - in Frage. Sowohl der Abschlussbericht der Klinik XXX als auch ein Attest meines Psychiaters bescheinigen unmissverständlich, dass eine Rückkehr an meinen jetzigen Arbeitsplatz aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr möglich ist.

Der § 28 Verwaltungsverfahrensgesetz gesteht den von einem in ihre Rechte eingreifenden Verwaltungsakt Betroffenen zu, sich zu den für die Entscheidung maßgeblichen Tatsachen zu äußern. Dieses Recht steht auch mir zu, soll jedoch durch die Entscheidung der Krankenkasse, die sich für ihre Neubeurteilung einzig auf die Aktenlage beruft, übergangen werden. Für eine adäquate Beurteilung meines derzeitigen gesundheitlichen Zustands wäre in jedem Fall eine aktuelle Gesundheitsprüfung erforderlich, die bisher jedoch nicht erfolgt ist.

Aus diesem Grund widerspreche ich hiermit entschieden der Entscheidung der Krankenkasse.



Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 21.03.2006 | 11:30

Sehr geehrte Fragestellerin,

Grundsätzlich können Sie das Schreiben so an den MDK versenden. § 28 Verwaltungsverfahrensgesetz betrifft allerdings nur die Anhörung im Verwaltungsverfahren, diese könnte aber auch durchaus nach ihren Schilderungen hier unterblieben sein, da sich der MDK auf wahrscheinlich veraltete Tatsachen stützt.

Gleichzeitig sollten Sie noch mit in den Widerspruch hinein nehmen, warum eine Arbeitsfähigkeit derzeit nicht gegeben ist. Zwar geht dies teilweise wohl aus den Arztberichten hervor, sie sollten jedoch trotzdem nochmals ihre Probleme schildern und damit ihre Arbeitsunfähigkeit begründen. Dies stellte ja auch gerade den Grund für den Widerspruch dar, dass sie nicht arbeitsfähig sind.

Ich hoffe, dass ich Ihnen insoweit weiterhelfen konnte und stehe, falls nötig, auch für ihre Vertretung in der Angelegenheit zu Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen



Christian Joachim
-Rechtsanwalt-

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