Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Astra Direkt: Geld zurück für Schließfach-Schutzbrief / Versicherung / Kaution?

| 10.02.2016 16:36 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Raphael Fork


Ich habe drei Kinder im schulfähigen Alter, einen Sohn und zwei Töchter. Meine beiden Töchter gehen (noch) auf die gleiche Schule und haben dort jede ein Schließfach von "AstraDirekt" gemietet, damit sie nicht ständig alles zwischen Schule und zu Hause hin und her tragen müssen. Ich habe jetzt eine Frage zu einer Versicherung von "AstraDirekt", die irgendwie keine ist.

Nach Unterschrift des Mietvertrags mit der „Astra Direkt Leasing & Service GmbH" habe ich Anfang 2013 immerhin zweimal 25 Euro gezahlt. Ich dachte erst, dass es sich um eine Kaution handelt, die am Ende wieder ausbezahlt wird. Stattdessen soll es eine Zahlung für einen „Schutzbrief" sein, der den Inhalt des Schließfachs gegen Einbruchdiebstahl oder Vandalismus schützen soll, also eigentlich wie eine Hausratversicherung. Einen Versicherungsschein habe ich aber nicht erhalten. Das ist komisch. Ich frage mich, wofür ich die insgesamt 50 Euro überhaupt bezahlt habe. Ein Versicherungsunternehmen ist Astra Direkt jedenfalls nicht, das hat mir mein Versicherungsmakler erklärt, der extra dafür bei der BAFIN in Frankfurt und bei der IHK in Mannheim (da ist AstraDirekt) angerufen hat. Die haben ihm auch gesagt, dass es der Astra Direkt sogar letztes Jahr verboten wurde, diesen "Schutzbrief" als Versicherung anzubieten. Ich habe mich über WhatsApp umgehört und auch andere Eltern aus unserer Schule möchten gern wissen, ob sie die 25 Euro für den Schutzbrief von Astra Direkt zurückbekommen können. Wir sind mehr als 20 Familien und würden hierauf gern eine Antwort haben.

Meine Frage: Kann ich mein Geld für den "Schutzbrief" zurückverlangen? Ich sehe nicht ein, dass ich zweimal 25 Euro ohne irgendeine Gegenleistung an Astra Direkt bezahlt habe, die ja gar keine Versicherung sind.

Sehr geehrter Fragesteller,



Frage 1:
"Kann ich mein Geld für den "Schutzbrief" zurückverlangen? Ich sehe nicht ein, dass ich zweimal 25 Euro ohne irgendeine Gegenleistung an Astra Direkt bezahlt habe, die ja gar keine Versicherung sind."


Sie können es zwar gegenüber dem Anbieter zurückverlangen, dieser wird Ihr Ansinnen aber aller Wahrscheinlichkeit nach ablehnen.

Dann müssten Sie den Vorgang - und damit insbesondere den Vertrag - gerichtlich überprüfen lassen. Ihre Chancen für eine positive Etscheidung dürften dabei - vorbehaltlich einer konkreten Prüfung des Vertrags - nicht sehr hoch stehen, denn weder behauptet der Anbieter eine Versicherungsgesellschaft zu sein noch ist aus den mir vorliegenden Vertragswerken (Stand 2013) zu erkennen, dass der Abschluss des Schutzbriefes alternativlos war.

Es ist vielmehr so, dass der Anbieter statt einer Kautionszahlung die Möglichkeit des Schutzbriefes anbietet, wodurch der Verlust des Zahlenschlosses sowie der Fachinhalt bis 500 € abgesichert sein soll.

Über die Sinnhaftigkeit eines solchen Schutzbriefes kann man sicherlich geteilter Meinung sein, aber solange man sich freiwillig für eine solche Möglichkeit entscheidet, wird der Anbieter wohl auf seine allgemeinen Geschäftsbedingungen verweisen können, wonach er als Gegenleistung eben den Verlust des Zahlenschlosses sowie den Fachinhalt bis 500 € absichert.


Mit freundlichen Grüßen

Raphael Fork
-Rechtsanwalt-

Nachfrage vom Fragesteller 10.02.2016 | 17:44

Irgendwie bin ich mit der Antwort nicht glücklich. Die Bafin hat aber gesagt, dass der Anbieter das Geld gar nicht einnehmen durfte, weil er keine Genehmigung hatte, solche Versicherungen anzubieten. Wer hat nun recht?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 10.02.2016 | 18:06

Nachfrage 1:
"Wer hat nun recht?"


Das wird im Zweifel ein Gericht entscheiden müssen. Ihnen bleibt ja die Möglichkeit zur Kündigung des Schutzbriefes und Umstellung auf Kautionszahlung. Hier wird sich der Anbieter wegen der unklaren Rechtslage wohl kaum verweigern.

Recht hat die Bafin natürlich damit, dass niemand Versicherungen anbieten darf, der dazu keine Berechtigung hat.

M.E. bietet der Anbieter aber auch keine Versicherung an. Dies hat er weder behauptet, noch ergibt sich dies aus dem Vertragswerk. Schutzbrief wird zwar allgemein als Zusatzleistung zu einer Versicherung aufgefasst ( z.B. in der KfZ-Versicherung) zwingend ist diese Deutung aber nicht. Man kann dies hier auch in dem Sinne deuten, dass der Anbieter neben der Vermietung der Schließfächer für diese eine Art selbständige Garantie übernommen hat.


Bewertung des Fragestellers 10.02.2016 | 20:44

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

Jetzt Frage stellen