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Arztrechnung aufgrund von Privatgesprächen


06.01.2007 22:50 |
Preis: ***,00 € |

Medizinrecht



Sehr geehrter Anwalt,
die Mitbewohnerin meiner Patentante ist Ärztin. Bei telefonischen Kontakten zu meiner Tante blieb es nicht aus, dass auch wir miteinander sprachen und sie mich nach dem Gesundheitszustand meiner Familie befragte. Wir pflegten ein freundschaftliches Verhältnis. Nach dem Tod meiner Tante endete unsere freundschaftliche Beziehung durch Erbstreitigkeiten. Es trafen für unsere ehemaligen privaten Telefongespräche zwei Arztrechnungen ein. Bin ich verpflichtet, diese zu begleichen, obwohl es sich ursprünglich um reine Privatgespräche handelte?
Zum anderen enthält eine der beiden Rechnungen eine Diagnose, die nach Aussage meines Arztes nur per Röntgenbild, nicht aber per Telefon diagnostiziert werden könne.

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sehr geehrte Fragestellerin,

ich habe Sie so verstanden,dass Sie per Telefon im Rahmen von ausschließlich privat geführten Gesprächen ärztlichen Rat erhalten haben.

Voraussetzung für das Entstehen des ärztlichen Honorars(=Rechnungen) ist der Abschluss eines Dienstvertrages.Ein solcher Vertrag kann
auch durch sogenanntes konkludentes Handeln erfolgen,wenn ich z.B.einen Arzt anrufe und um Rat frage.

An einem solchen Vertrag fehlt es hier,da keine Dienstgespräche geführt wurden,sondern die telefonischen Kontaktaufnahmen aus privatem Anlass erfolgten und in dem von Ihnen geschilderten Verhalten der Ärztin (diese war es ,welche sich nach dem gesundheitlichen Befinden Ihrer Familie erkundigt hat)kein Angebot zum Abschluss eines ärztlichen Dienstleistungsvertrages liegt.

Ich sehe aber insoweit ein Beweisproblem für Sie .
Da die ärztliche Beratung als solche unstreitig ist,müssten Sie die Sie entlastenden Umstände,welche gegen ein Honorar sprechen(s.o.) beweisen.Hier kommen nur Zeugen in Betracht,die im Rahmen von Telefonaten regelmäßig nicht zur Verfügung stehen.

Unabhängig hiervon müssen Sie eine Rechnung über eine unrichtige Diagnose nicht bezahlen,weil die Ärztin insoweit keine brauchbare Leistung erbracht hat.


Mit freundlichen Grüßen

Dorothee Mertens

Rechtsanwältin
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