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Arztkosten-Übernahme

11.12.2017 11:23 |
Preis: 55,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Ralf Hauser, LL.M.


Ich hatte eine Überweisung meines Hausarztes zu einer Untersuchung beim Kardiologen. Da dort die Wartezeit für einen Termin Monate betrug, habe ich mich zu einer Behandlung als Privatpatient entschlossen (diesen Termin bekam ich innerhalb einer Woche). Meine gesetzliche Krankenkasse, die Techniker-Kasse, verweigert jede Beteiligung an den Kosten der Rechnung
(ca. EUR 300,-). In der Privatrechnung des Kardiologen ist jede Behandlungsposition detailliert aufgeführt.
Meine Frage: Muss die TK nicht den Betrag, den sie für mich als Kassenpatient hätte bezahlen müssen, bei der Privat-Rechnung
übernehmen?

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Generell herrscht in der gesetzlichen Krankenversicherung das Sachleistungsprinzip. Dies bedeutet, dass Sie keine Kosten erstattet bekommen können, sondern lediglich Sachleistungen erhalten.

Ausnahmsweise kann der Versicherungsnehmer in Absprache mit der GKV auch Kostenerstattung wählen. Voraussetzung hierfür ist allerdings, dass dies mit der Krankenkasse abgesprochen ist, die GKV zugestimmt hat und die Wahl der Kostenerstattung vor der Behandlung stattfindet. Nach der Behandlung ist eine Kostenerstattung in der GKV nicht vorgesehen. Auch muss die Behandlung bei einem Vertragsarzt durchgeführt worden sein und dieser muss die Wahl der Kostenerstattung kennen.

Daher haben Sie leider aufgrund fehlender Zustimmung durch die TK vor der Behandlung keinen Kostenerstattungsanspruch gegenüber der TK.

Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

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