Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.084
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Arzt - Kunstfehler?


24.07.2006 18:00 |
Preis: ***,00 € |

Medizinrecht



Guten Tag,
Ich wohne im Rhein-Main Gebiet. Meine Grosseltern wohnten im Saarland etwa 200 km entfernt. Meine Grossmutter pflegte meinen Grossvater Stufe III. Folgendes ereignete sich vor
einigen Monaten.
Meine Grossmutter wurde aufgrund chronicher Leiden (Müdigkeit/ Schlappheit) ins Krankenhaus zur Untersuchung eingeliefert.
Dies geschah auf der Initiative meiner Famielie gegen den Willen bzw. der Diagnose des Hausartztes.
Dieser meinte alle Blutwerte etc. seinen in Ordnung. Meine grossmutter blieb einige Wochen in stationärer Behandlung.
Ihr wurden Leukozythen (?) im Arm entfernt für einen Krebstest. Der behandelnde Arzt setzte hierzu ihre Medikamente, die sie seit Jahren nahm völlig ab. wir liefen Sturm gegen diese Entscheidung. Seit Jahren predigten uns alle Ärzte meine Grossmutter dürfe in keinem Fall und
zu keiner Behandlung diese Medikamente absetzen. Wir teilten dies dem Krankenhausarzt mit. Meine Grossmutter starb zwei Tage
später an einem Schlaganfall ausgelöst durch zu hohen Blutdruck. Wohl die folge der abgesetzten Medikamente. Sie bekam das Ergebniss ihrer Untersuchung nicht mehr mitgeteilt.
Warum hat der Arzt unsere Warnung der Hinweise seiner Kollegen nicht beachtet? Ist dies ein Fehlverhalten des
Arztes/ Kunstfehler? Sollten wir Konsequenzen ziehen, welche?

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrte Ratsuchende, sehr geehrter Ratsuchender,

ob in dem Fall Ihrer Großmutter ein Behandlungsfehler vorliegt, hängt davon ab, ob das Absetzen der Medikamenten dem allgemein anerkannten und gesicherten Stand der medizinischen Wissenschaften entsprochen hat bzw., ob Ihre Großmutter nach Aufklärung über die Risiken in die Behandlung eingewilligt hat.
Ob dies der Fall ist, kann aus der Ferne nicht beurteilt werden. Notwendig wäre eine Sichtung der Krankenunterlagen und eventuell ein Sachverständigengutachten. Dies ist in Arzthaftungsfällen essentiell und daher eine Standartmaßnahme.

Sofern ein Behandlungsfehler vorliegt und Ihre Großmutter durch diesen verstorben ist und die Ärzte rechtswidrig und schuldhaft gehandelt haben, stehen Ihnen Schadensersatzansprüche für die Heilbehandlungskosten, ein Schmerzensgeld und darüber hinaus eventuelle weitere Schadensersatzansprüche zu, die sich aus dem konkreten Sachverhalt ergeben und an dieser Stelle nicht abschließend beurteilt werden können.

Diese Ansprüche hätten zunächst Ihrer Großmutter selbst zugestanden. Es mag sich zwar auf den ersten Blick seltsam anhören, dass einem verstorbenen Menschen Ansprüche wegen seinem Tod zugestanden hätten. Zu beachten ist aber, dass Ihre Großmutter die Geschädigte ist. Mit dem Todesfall treten die Erben in die Rechtsposition Ihrer Großmutter ein. Dann steht der Anspruch den Erben aus übergegangenem Recht zu.

Zu meinem Bedauern ist an dieser Stelle nicht feststellbar, warum die Ärzte Ihre Warnungen missachtet haben.
Auf den ersten Blick liegt es jedoch nahe, dass es sich um einen Arztfehler handelt. Um dies festzustellen, wäre jedoch wie bemerkt eine Sichtung der Akten und eventuell ein Sachverständigengutachten erforderlich.

Ich möchte Ihnen dringend raten, weitere anwaltliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Arzthaftungsfälle erfordern eine sorgfältige Prüfung, da es sich um ein sehr kompliziertes Rechtsgebiet zwischen Jura und Medizin handelt. Der Anwalt wird zunächst die Krankenunterlagen Ihrer Großmutter anfordern und sodann nach einer Prüfung das Notwendige in die Wege leiten.
Bitte haben Sie Verständnis, dass auf diesem Forum lediglich eine erste Orientierung möglich ist.

Selbstverständlich steht Ihnen meine Kanzlei gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüssen!
RA Dipl.-Jur. Thomas R. Krajewski

Hein & Krajewski RAe Partnerschaftsgesellschaft

Standort Hamburg:
Neuer Kamp 30 Eingang C
20357 Hamburg

Tel.: 040 / 43 209 227
Fax: 040 / 43 209 229

www.haftungsrecht.com

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60078 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Ausführlich, verständlich und klar geschrieben. Sehr zufrieden. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Herr RA Vasel erschien mir sehr kompetent, da er auch bei angedachtem weiteren Verfahren meines Steuerberaters fundierte Bedenken, gerade paradoxerweise bezüglich eventuell sich daraus ergebender steuerlicher Nachteile, hatte ... ...
FRAGESTELLER
3,2/5,0
Ohne Paragraphenangabe, alles pi x Daumen, man hätte zb § 850d ZPO oder sowas erwähnen können, Frage wurde obendrein unvollständig beantwortet aber Alles in Allem eine kleine Übersicht, musste im Endeffekt trotzdem alles Nachschlagen ... ...
FRAGESTELLER