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Artikelbezeichnung weicht von Beschreibung und Bild ab


| 03.03.2007 12:04 |
Preis: ***,00 € |

Internetauktionen


Beantwortet von

Rechtsanwältin Karin Plewe



Sehr geehrte Damen und Herren,
nach dem Abschluß einer Auktion kam es zu einem Streit zwischen Verkäufer und Käufer.
Hier der Link zur Auktion:
http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&ih=004&sspagename=STRK%3AMESO%3AIT&viewitem=&item=140089148803&rd=1&rd=1

Ich als Verkäufer habe in der Artikelbezeichnung angeben, "LTB No7 Erstauflage von 1969".
In der Artikelbeschreibung gab ich allerdings an "Sie bieten auf das oben zu sehende LTB Nr7 (Lustige Taschenbuch)"

Auf dem Bild war allerdings keine Erstauflage zu sehen.
Erkennbar an dem rot unterlegten Viereck rechts oben in dem der Preis abgedruckt ist.
Desweitern schrieb ich es handelt sich um die Nr7 in der Artikelbeschreibung. Dies ist ein unverwechselbares Zeichen dafür das es keine Erstauflage sein kann.
In der Bezeichnung hatte ich aber No7 angegeben. (Unterschied No Nr)
Wenn hilfreich hier noch ein Bild einer wirklichen Erstauflage:
http://www.lustige-taschenbuecher.de/katalog_1_151_1.html

Wie ist nun dir Rechtslage?
Der Käufer möchte Schadenersatz da er meinte für 30 Euro eine Erstauflage gekauft zu haben.
Ich möchte aber für 30 Euro nur das Buch liefern, von welchem ich das Bild eingestellt habe. (keine Erstauflage und dies ist auch zu erkennen)

Vielen Dank für ihre Hilfe und Antworten.

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Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf der Grundlage Ihrer Angaben wie folgt beantworten möchte:

Offensichtlich gab es in Ihrem Angebot einen Widerspruch zwischen Artikelbeschreibung, -bezeichnung und Bild. Möglicherweise hätte ein Experte diesen Widerspruch erkennen können und Sie danach fragen können.

In derartigen Fällen gehen die Gerichte jedoch regelmäßig davon aus, dass zu prüfen ist, wie ein durchschnittlicher Betrachter das Angebot verstehen konnte. Und hier wird man wohl sagen müssen, dass die Artikelbezeichnung, die ja als Überschrift sehr viel Aufmerksamkeit erhält, maßgebend dafür ist, wie ein Käufer das Angebot verstehen konnte.
Somit haben Sie eine rechtlich bindende Zusicherung gemacht, dass es sich um eine Erstausgabe handelt. Sie haben als Verkäufer die Verpflichtung, klare und eindeutige Angaben zu machen, um Mißverständnisse auszuschließen.

Der Käufer hat deshalb einen Anspruch auf Lieferung der Erstausgabe oder auf Schadensersatz. Die Chancen, dass ein Gericht dies zu Ihren Gunsten anders sehen könnte, sind äußerst gering, so dass ich Ihnen wegen des Kostenrisikos von einer Konfrontation mit dem Käufer abraten muss. Deshalb wäre es sinnvoll, wenn Sie mit dem Käufer eine einverständliche Lösung anstreben.

Ich bedaure, Ihnen keine positivere Antwort geben zu können.

Mit freundlichen Grüßen

Karin Plewe
Rechtsanwältin

Nachfrage vom Fragesteller 03.03.2007 | 13:12

Vielen Dank für ihre gute und schnelle Auskunft. Hat mir sehr geholfen und ich weiß nun woran ich bin.

Eine kleine Frage hat sich aber für mich aus ihrer Antwort ergeben.
Das Gericht bewerte danach wie es für den durchschnittlichen Betrachter zu erkennen ist.
Ist dies dann hierbei egal ob der Bieter Experte ist oder nicht?
Das heißt ein Experte evtl wissentlich darauf bietet und durch das Bild allerdings erkennt das es sich nicht um eine Erstauflage handelt.
Vielen Dank für ihre Antwort
Wünsche ihnen noch ein angenehmes Wochenende

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 03.03.2007 | 13:42

Sehr geehrter Fragesteller,

wenn der Bieter ein Experte ist, müsste er sich sein Expertenwissen zwar möglicherweise zurechnen lassen, aber Sie müssten sicher wissen, dass er Experte ist und Sie müssten auch beweisen können, dass er den Widerspruch erkannt hat.
Deshalb bleibt es bei meiner Einschätzung, wonach Sie eine Zusicherung gemacht haben und der Widerspruch leider zu Ihren Lasten geht.

Mit freundlichen Grüßen

Karin Plewe
Rechtsanwältin

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