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Artikel entspricht nicht der Beschreibung - Händler will nicht nachliefern.

| 27.01.2009 01:07 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von


02:30

Vergangene Woche habe ich für mein Büro einen DIN-A3 Farblaserdrucker über das Internet bei einem Computer-Händler für ca. 2.000 Euro erworben. Einer der Gründe für den Kauf war die Duplexeinheit (Anmerkung: mit einer Duplexeinheit kann man automatisch beide Seiten eines Blattes bedrucken), die laut Beschreibung auf der Website des Händlers eindeutig dabei, bzw. "integriert" sein sollte.
Der Drucker wurde am Donnerstag angeliefert, von mir ausgepack und aufgebaut, was bei einem Drucker dieser Größe insgesamt mehrere Stunden beansprucht.
Durch Zufall habe ich entdeckt, dass die Duplexeinheit fehlt, was nicht gleich offensichtlich ist. Daraufhin habe ich bei dem Händler angerufen und gefragt wann die Duplexeinheit geliefert würde. Ein Mitarbeiter des Händlers erklärte mir daraufhin es handle sich leider um eine falsche Angabe in der Artikelbeschreibung, eine Duplexeinheit sei tatsächlich nicht dabei. Er könne mir anbieten, die Duplexeinheit nachzuliefern oder den Drucker zurückzunehmen und den Kaufpreis zu erstatten. Da jedoch die Duplexeinheit jedoch selbst vom Hersteller erst im März lieferbar sei käme die Nachlieferung nicht in Frage (obwohl ich die lange Wartezeit akzeptiert hätte) und die einzige Möglichkeit wäre die Rücksendeung des Druckers.
Meine Nachfrage beim Hersteller ergab, dass die Duplexeinheit entgegen der Aussage des Händlers sofort lieferbar ist und einen Endkundenpreis von 400-600 Euro hat.
Meinem Wunsch die Duplexeinheit nachzuliefern wollte der Händler am Telefon nicht nachkommen und zeigte keinerlei Anzeichen etwas anderes als die Rücknahme des Druckers zu akzeptieren. Dass der Drucker bereits in Betrieb genommen wurde, also nicht mehr neuwertig ist, schien dem Händler egal.
Da der Drucker aufgrund seines Gewichtes von 80kg sehr aufwändig zu transportieren und zu installieren ist und ich ihn zum Arbeiten sofort benötige, möchte ich keine weitere Zeit mit einer aufwändigen Rückgabe verlieren sondern die fehlende Duplexeinheit ohne weitere Kosten zugesandt bekommen.

Meine Fragen:

1) Soweit ich weiß, ist der Händler gesetzlich verpflichtet, ein Gerät mit den beschriebenen Eigenschaften zu liefern, bzw. fehlende Komponenten ohne Aufpreis nachzuliefern, auch wenn seine Artikelbeschreibung angeblich fehlerhaft war. Stimmt das?

2) Könnte ich den Wert der fehlenden Duplexeinheit vom Kaufpreis abziehen bzw. von der Kreditkarte zurückbuchen lassen, falls diese nicht geliefert wird? Wenn ja in welcher Höhe?

3) Macht es in dieser Angelegenheit einen Unterschied ob ich den Kaufvertrag als Privatperson oder Geschäftskunde abgeschlossen habe? Wenn ja, welchen?

4) Wie gehe ich weiter vor um meine Ansprüche gegenüber dem Händler geltend zu machen (Mängelrüge?)?

27.01.2009 | 01:36

Antwort

von


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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich basierend auf Ihren Angaben und gemäß der Höhe Ihres Einsatzes wie folgt beantworten möchte:

1.) Es kommt auf die Artikelbeschreibung in dem Kaufvertrag an. Wenn, wovon ich ausgehe, die Artikelbeschreibung in einem Webshop enthalten war und Sie zum Kauf auf diese Artikelbeschreibung geklickt haben, ist diese Artikelbeschreibung bindend. Sobald der Artikel von der Beschreibung abweicht, ist ein Mangel gegeben. Dementsprechend ist der Händler in der Tat verpflichtet, entweder das beschriebene Gerät zu liefern oder es nachzubessern oder ein neues Gerät zu liefern, das der Beschreibung entspricht.

2.) Ja, das können Sie. Als Wert ist der normale Handelspreis anzusetzen, d.h. der Preis, zu dem die Einheit üblicherweise verkauft wird.

3.) Als Privatperson müssen Sie in den ersten sechs Monaten nach Kauf nicht beweisen, daß der Mangel zum Kaufzeitpunkt vorlag. Als Geschäftskunde müssen Sie dies.

4.) Sie sollten den Händler schriftlich auffordern, die Duplexeinheit binnen einer bestimmten Frist zu liefern. Wenn dies nicht erfolgt, können Sie den Preis mindern oder von dem Kaufvertrag zurücktreten.

Ich hoffe, Ihre Frage damit beantwortet zu haben. Bitte benutzen Sie bei Bedarf die kostenlose Nachfragefunktion.

Ansonsten verbleibe ich
mit freundlichen Grüßen,

Robert Weber
Rechtsanwalt

Das Zurückhalten relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung radikal verändern. Diese Beurteilung ist lediglich eine erste rechtliche Orientierung.


Rückfrage vom Fragesteller 27.01.2009 | 01:55

Wieviele Tage wäre eine angemessene Frist?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 27.01.2009 | 02:30

Sehr geehrter Ratsuchender,

wenn die Einheit problemlos lieferbar ist, wären sieben bis 14 Tage angemessen.

Mit freundlichen Grüßen,

Robert Weber
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 27.01.2009 | 12:45

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