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Artikel bei Ebay versehentlich wieder eingestellt


12.12.2009 18:29 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Guido Matthes



Sehr geehrte Damen und Herren,

Sachverhalt:

Ich habe einen Artikel bei ebay angeboten und kann den Artikel nicht mehr an den Verkäufer geben, da ich ihn nicht mehr besitze.

Ich bin privater Verkäufer und hatte ein Angebot bei ebay eingestellt. Da ich es zwischenzeitlich außerhalb ebay verkauft hatte, habe ich das Angebot bei ebay zurückgenommen.

Nach ungefähr zwei Wochen ist mir ein Fehler unterlaufen. Ich hatte mehrere Artikel auf Wiedereinstellen geklickt und der o. g. Artikel war ebenfalls mit drin. Ich hatte es nicht bemerkt. Nach einigen Tagen viel es mir auf und ich wollte den Artikel rausnehmen. Doch da schon ein Gebot auf diesen Artikel war, ging dies nicht mehr.

Nach Beendigung der Auktion schrieb ich dem Verkäufer, dass es mir leid tut und ich diesen nicht mehr verkaufen kann. Seitdem hatten wir einen Schriftwechsel und sind so verblieben, dass ich mir eine Rechtsauskunft einhole. Weiterhin habe ich den Verkäufer auf den irrtümlichen Fehler meinerseits aufmerksam gemacht. Ich habe auch ebay benachrichtigt. Die o.g. Sachlage kann ist auch bei "mein ebay" nachweisbar.

Der Käufer möchte nun Schadenersatz.

Der Artikel wurde für € 10,00 ersteigert und der Käufer möchte € 40,00 haben.

Was sind meine Rechte? Und die des Käufers?

Ich möchte dazu noch erwähnen, das ich ein 100 % zuverlässiger Verkäufer bin. (Bewertungsprofil mit über 90 Bewertungen)

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Sehr geehrte Fragestellerin,

Ihre gestellte Frage beantworte ich wie folgt:

Der Verkauf einer bei Ihnen durch anderweitigen Weiterverkauf nicht mehr vorhandenen Sache wird rechtlich als Fall des sog. Unvermögens gesehen. Aufgrund Ihres Irrtums beim Wiedereinstellen des Artikels ist dieses Unvermögen von Ihnen zu vertreten.

Rechtsfolge ist, dass der Käufer in der Tat Schadensersatz von Ihnen verlangen kann, § § 275 I, III, 280 I, 283 BGB. Der nicht belieferte Käufer kann regelmäßig als Schaden die Differenz zwischen dem Vertragspreis und dem Marktpreis oder zwischen Vertragspreis und Weiterverkaufspreis verlangen. Ob der verlangte Betrag in Ihrem Fall angemessen ist, kann ohne nähere Angaben nicht beurteilt werden.

Ihr Anspruch auf Kaufpreiszahlung entfällt gem. § 326 I BGB. Eine Zahlung vom Käufer können Sie nicht verlangen.

Durch Ihre Email an den Verkäufer nach Ende der Auktion könnten Sie den Vertrag aber u.U. angefochten haben. „Verklickt“ sich der Anfechtende bei Abgabe einer elektronischen Willenserklärung mit der Maustaste, handelt es sich um einen Erklärungsirrtum nach § 119 I 2 BGB. Allerdings sind Sie auch in diesem Fall gem § 122 BGB zum Schadensersatz verpflichtet. Ob eine Anfechtung wirksam erfolgt ist, kann ohne Kenntnis des Schriftverkehrs leider ebenfalls nicht beurteilt werden.

Eine Schadensersatzforderung des Käufers scheint nach allem nicht ausgeschlossen; die Höhe des Betrages sollte aber geprüft werden und muss durch den Käufer nachgewiesen werden.

Ich hoffe, Ihnen einen ersten hilfreichen Überblick in der Sache verschafft zu haben. Ich weise darauf hin, dass die Beantwortung Ihrer Frage ausschließlich auf Grundlage Ihrer Schilderung erfolgt. Die Antwort dient lediglich einer ersten rechtlichen Einschätzung, die eine persönliche und ausführliche Beratung durch einen Rechtsanwalt in den seltensten Fällen ersetzen kann. Das Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben kann möglicherweise zu einer anderen rechtlichen Beurteilung führen. Eine endgültige Einschätzung der Rechtslage ist nur nach umfassender Sachverhaltsermittlung möglich.

Mit freundlichen Grüßen

Matthes
Rechtsanwalt
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