Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.084
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Arthrose durch Huffehlstellung bei Ankaufsuntersuchung nicht erwähnt


27.10.2005 11:49 |
Preis: ***,00 € |

Tierrecht, Tierkaufrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Markus Timm



Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe am 04.02.2005 eine 7jährige Stute gekauft. Da sie immer wieder lahmte, habe ich jetzt Röntgenbilder machen lassen und es wurde festgestellt, dass sie Arthrose hat aufgrund einer Huffehlstellung. Es gab beim Kauf keine Einkaufsuntersuchung.
Kann ich das Pferd zurückgeben?
fragt
Steffilac

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

ich bedanke mich für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage des von Ihnen geschilderten Sachverhalts wie folgt summarisch beantworten will:

Es stehen Ihnen die Gewährleistungsrechte (Nacherfüllung, Rücktritt und Schadensersatz) dann zu, wenn das Pferd bei Übergabe einen Mangel aufwies. Wobei dem Verkäufer vor dem Rücktritt die Gelegenheit zur Nachbesserung (hierzu sollten Sie ihn schriftlich auffordern und eine angemessener Frist setzten, ca. 3 Wochen) gegeben werden muss. Nur in Fällen, in denen eine Nachbesserung nicht möglich ist, kann hierauf verzichtet werden. Ob das bei Ihnen der Fall ist, hängt davon ab, ob die Huffehlstellung behoben werden kann. Erst nach Ablauf der Frist bzw. bei Weigerung des Verkäufers können Sie unter den obigen Voraussetzungen zurücktreten (Sie erhalten dann den Kaufpreis gegen Rückgabe der Stute).

Die Arthrose stellt einen Mangel dar. Dass dieser Mangel bei Übergabe bereits vorgelegen hat, muss in einem Gerichtsprozess grundsätzlich von Ihnen bewiesen werden (Ausnahme s.u.). Ist die Huffehltstellung (im Gegensatz zur Hufrollenveränderung) ein Geburtsfehler, so wird dieser Beweis gut zu erbringen sein. Ansonsten kann nur ein Sachverständigengutachten Aufschluss bringen.

Sollten Sie das Pferd als Privatperson von einem Unternehmer (jede Person oder Gesellschaft, die am Markt planmäßige und dauerhaft gegen Entgelt Leistungen anbietet; z. B. Pferdehändler, gewerbl. Züchter, Reitlehrer, etc.) gekauft haben, so gilt für Mängel, die sich innerhalb von 6 Monaten seit der Übergabe des Pferdes gezeigt haben, eine Beweislastumkehr. Das heißt, der Verkäufer müsste Beweisen, dass das Pferd bei Übergabe keinen Mangel gehabt hätte.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Auskunft weiter geholfen zu haben. Selbstverständlich stehe ich Ihnen im Rahmen der Nachfragefunktion und bei einer Vertretung gegenüber dem Verkäufer gerne zur Verfügung.

Mit freundlichem Gruß

Markus A. Timm
-Rechtsanwalt-
www.Rae-Linden.de
FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60078 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Ausführlich, verständlich und klar geschrieben. Sehr zufrieden. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Herr RA Vasel erschien mir sehr kompetent, da er auch bei angedachtem weiteren Verfahren meines Steuerberaters fundierte Bedenken, gerade paradoxerweise bezüglich eventuell sich daraus ergebender steuerlicher Nachteile, hatte ... ...
FRAGESTELLER
3,2/5,0
Ohne Paragraphenangabe, alles pi x Daumen, man hätte zb § 850d ZPO oder sowas erwähnen können, Frage wurde obendrein unvollständig beantwortet aber Alles in Allem eine kleine Übersicht, musste im Endeffekt trotzdem alles Nachschlagen ... ...
FRAGESTELLER