Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.463
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Architektenvertrag


17.02.2006 19:11 |
Preis: ***,00 € |

Baurecht, Architektenrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Stefan Steininger



Sehr geehrte(r) Frau/Herr RA,
am 28.9.05 schloß ich mit einer Architektin einen Vertrag zur Errichtung eines EFH mit 131 qm.(Standardarchitektenvertrag)
Es wurden die Leistungsphasen 1-8 vereinbart. Die Honorierung gemaß HOAI Zone III. Es besteht ein Kündigungsrecht beiderseits aus wichtigem Grund. Sofern die Gründe der Kündigung der Architekt zu vertreten hat, bestehen nur Honorarforderungen für die erbrachten Leistungen. Andernfalls für das gesamte Honorar, welches sich in meinm Fall auf ca. 21 000 EUR beläuft.
Mit der Leistung der Architektin bin ich insofern nicht zufrieden, da sie z.B. bei der Eingabeplanung Fenster vergessen hat, die Größe des Hauses 139 qm , statt der vertraglich vereinbarten 131 qm beträgt, die Werkplanung schleppend vorangeht, Probleme bei der Treppe hinsichtlich lichter Höhe entstanden und die geschätzten Baukosten um 20 000 EUR bei der Kostenermittlung überschritten wurden. Kurzum, die fachliche Qualität ihrer Arbeit wies Mängel auf.
Nach Vollendung der Leistungsphase 4 kündigte ich den Vertrag gemäß den Vereinbarungen.
Diese Kündigung wurde von ihr nicht akzeptiert. Stattdessen besteht eine Honorarforderung in Höhe von ca. 16 000 EUR, zu der bereits mittels Abschlag gezahlt Summe. Das Angebot eines Auflösungsvertrages wurde unterbreitet, jedoch sollen Vorschläge meinerseits erfolgen.
Welche Möglichkeiten bestehen aus ihrer Sicht?

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrte Fragestellerin,
sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, diese möchte ich an Hand Ihrer Angaben wie folgt beantworten:

Leider kann ich Ihnen nicht viel Hoffnung machen, denn es liegt kein wichtiger Grund zur Kündigung des Architektenvertrags vor, wenn der Bauherr zögerliche und unvollständige Bearbeitung kritisiert, ohne den Architekten zuvor zur Nachbesserung aufgefordert zu haben (OLG Celle, 14 U 19/02, Urteil vom 27.03.2003).

Das OLG vertrat dabei die Auffassung, grundsätzlich habe der Bauherr bei Unzulänglichkeiten der Arbeiten des Architekten ohne vorangegangene und erfolglose Aufforderung, die fehlerhaften Arbeiten nachzubessern bzw. die fehlenden Arbeiten zu beschleunigen oder nachzuholen, nicht das Recht zur außerordentlichen Kündigung. Das OLG machte auch deutlich, dass der Architekt auch einen Honoraranspruch für teilweise noch nicht erbrachte Leistungen geltend machen kann, die infolge der fristlosen Kündigung des Bauherren unterblieben waren.

In wie weit Ihr Fall hier (doch) anders gelagert ist, kann nur eine tatsächliche Prüfung ergeben. Nach summarischer Prüfung bestehen wohl Zweifel an der Berechtigung der Kündigung, so dass die Architektin über die Leistungsphase hinaus Forderungen geltend machen kann.

Zur Vermeidung eines Rechtsstreits (was hier wohl angezeigt ist), sollten Sie ein akzeptables Vergleichsangebot unterbreiten. Überschlägig scheint für Sie keine überwiegende Erfolgsaussicht zu bestehen.

Ich hoffe, Ihre Frage umfassend und zu Ihrer Zufriedenheit beantwortet zu haben. Für das entgegengebrachte Vertrauen bedanke ich mich recht herzlich. Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.


Mit freundlichen Grüßen


Stefan Steininger
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 17.02.2006 | 20:41

Sehr geehrter Herr RASteininger,
vielen Dank für ihren fachlichen Rat. Auf welche Summe sollte sich ein Vergleichangebot bei dieser Honorarforderung belaufen?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 17.02.2006 | 20:48

Hier verlangen Sie ein Fischen im Trüben. Dazu müsste man die Situation genauer kennen.
Zunächst sind die Kosten für die ersten 4 Bauabschnitte ohnehin angefallen. Über den Daumen könnte man nach guter Richtermanier hinsichtlich der darüber liegenden Forderung Halbe Halbe vorschlagen. Aber dies ist nur ein möglicher Ansatz – verhandeln müssen Sie das letzendlich.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 17.02.2006 | 20:48

Hier verlangen Sie ein Fischen im Trüben. Dazu müsste man die Situation genauer kennen.
Zunächst sind die Kosten für die ersten 4 Bauabschnitte ohnehin angefallen. Über den Daumen könnte man nach guter Richtermanier hinsichtlich der darüber liegenden Forderung Halbe Halbe vorschlagen. Aber dies ist nur ein möglicher Ansatz – verhandeln müssen Sie das letzendlich.

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60176 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Kompetent und verständlich besten Dank ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Besten Dank!!! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vielen herzlichen Dank für die ausführliche Beantwortung meiner Frage! ...
FRAGESTELLER