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Architektenrechnung viel höher als schriftliches Angebot


13.04.2005 16:59 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht



Wir haben von Juni 2004 bis Dez. 2004 gebaut. Die Zeichnungen und den Bauantrag übernahm ein befreundeter Architekt.
Das Haus wurde mit Betonfertigteilen gebaut. Die Ausführungsplanung übernahm ein neuer Architekt und verlangte für diese 2500 EUR. (so auch von unseren beiden Nachbarn).
Für weitere Leistungen bekamen wir ein schriftliches Angebot:Ausführungspl.(Phase 5) 2500,-EUR,wurde bezahlt, Phase 6-7 1000,-EUR und Phase 8-9 2000,-EUR. Mit dem Zusatz -nur gewünschte Leistungen müssen bezahlt werden und das Angebot gilt für Gewerke :Maurer,Fenster,Zimmermann,Dachd.,Klempner, Außenputz.
Es wurden vier Gewerke von ihm vergeben und schlecht betreut.
Der Architekt war seltenst auf unserer Baustelle und kaum erreichbar.Wir haben nie eine genaue Kostenplanung und erst recht keine Baustellenbetreuung erhalten.
Es sind einige Fehler unterlaufen, so z.B. läuft Wasser durch unsere Dämmung in den Keller des Nachbarn.
Jetzt haben wir einen Rechnung über 9280,- für seine
Leistungen u. eine erste Mahnung bekommen.
Was können wir tun??
Vielen Dank

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Sehr geehrte Ratsuchende,

zunächst müssen Sie einmal klären, ob es sich bei dem Angebot im Rechtssinne tatsächlich um ein Angebot, oder aber um einen Kostenvoranschlag handelt. Dies lässt sich Ihrer Anfrage leider nicht mit Gewissheit entnehmen.

Sollte es sich um einen Kostenvoranschlag handeln, so müssen Sie den tatsächlich höheren Preis jedenfalls dann hinnehmen, wenn sich der Endpreis im Rahmen der HOAI hält, nach der Architekten abrechnen dürfen (und weitgehend auch müssen).

Sollte es sich tatsächlich um ein verbindliches Angebot handeln, das Sie in dieser Form angenommen haben, so brauchen Sie auch nur den vereinbarten Preis zu bezahlen. Dies folgt daraus, dass ein Vertrag immer durch ein Angebot und dessen Annahme zustandekommt, wobei Angebot und Annahme inhaltlich übereinstimmen müssen.

Ich habe fast die Befürchtung, Sie sind an ein schwarzes Schaf der Zunft geraten. Um eine Klärung der Sach- und Rechtslage herbeizuführen - was ohne Kenntnis der Unterlagen nicht möglich ist - bieten sich zwei Wege an:

Zunächst einmal können Sie sich an die zuständige Architektenkammer richten. Ggf. kann man Ihnen bereits dort weiterhelfen, nachdem man sich mit Ihrem Fall befasst hat. Sie brauchen übrigens keine Sorge zu haben, dass Sie dort nach dem Motto "Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus" abblitzen. Denn die berufsständigen Kammern wachen in aller Regel im Interesse des Berufsstandes sehr über das korrekte Verhalten der Kammermitglieder.

Weiter empfiehlt es sich, einmal mit den Unterlagen einen Kollegen vor Ort aufzusuchen, der nach Einsichtnahme die Sache abschließend beurteilen kann.

Dieser wird Ihnen auch aufzeigen können, ob Sie gegen den Architekten möglicherweise wegen der von Ihnen bezeichneten Mängel Gewährleistungsansprüche oder Schadensersatzansprüche wegen Schlechterfüllung des Architektenvertrages haben.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen zunächst weiterhelfen.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas J. Lauer
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 13.04.2005 | 17:46

Das schriftliche Angebot ist groß mit "Angebot über Architektenleisungen" bezeichnet unter Zugrundelegung der bereits erfolgten und vergüteten Ausführungsplanung.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 20.04.2005 | 16:41

Sehr geehrter Ratsuchender,

dann gilt das zum Angebot ausgeführte. Es sei denn - was Sie nicht mitteilen - dass es entsprechende Ausführungen zur Verbindlichkeit etc. im Kleingedruckten gibt. Nur die Bezeichnung als Angebot im Kopf reicht ja alleine nicht aus, wenn es ergänzende Regelungen im Angebotstext gibt.

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