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Architektenrechnung


05.04.2005 16:49 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Stefan Steininger



Sehr geehrte Damen und Herren,

vor 1,5 Jahren habe ich eine Eigentumswohnung in einem Mehrfamilienhaus gekauft. Meine ganzen Sonderwünsche, habe ich direkt mit dem Architekten besprochen, aber ausserhalb des Vertrages mit den Handwerkern beglichen. Die Grundrissänderungen in der Wohnung hat der Architekt vorgeschlagen, da mir der normale Grundriss laut Vertrag nicht gefallen hat. Mit dem Archtekten habe ich vorher keinen Vertag abgeschlossen oder über eine Vergütung gesprochen, was die Änderungen kosten. Somit konnte ich ausgehen, dass die Leistungen im Kaufpreis enthalten sind. 1 Jahr nach Einzug habe ich eine Honorarabschlußrechnung bekommen, ohne eine detaillierte Leistungbeschreibung. Es ist nur eine Stundenzahl, eine Nebenkostenpauschale und Fahrtkosten aufgeführt. Somit ist die Rechnung für mich auch nicht prüfbar. Alle Handwerkerrechnungen sind beglichen und nur die Architektenrechnung ist offen.
Muss die Rechnung beglichen werden oder kann ich sie abwenden?
Wenn sie beglichen werden muss, kann ich eine detailliert aufgeschlüsselte Rechnung verlangen?

Mit freundlichen Grüssen

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Sehr geehrte Fragestellerin,
sehr geehrter Fragensteller,

Ihre Online-Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der von Ihnen übermittelten Informationen wie folgt beantworten:

Zunächst einmal gehe ich davon aus, dass Ihnen nie zugesagt wurde, dass die Architektenleistung kostenfrei ist. In der Regel finden sich zumindest im Hausbauvertrag Vereinbarungen, die Sonderwünsche ausdrücklich ausnehmen.

Sie haben dann einen Vertrag mit dem Architekten über die Änderungen geschlossen. Dies durch übereinstimmende Erklärung, dass Sie Änderungen von dem Architekten wünschen und dieser diese ausführen wird.

Damit schulden Sie im Zweifel eine Vergütung. Über die Höhe haben Sie nicht gesprochen, so dass anzunehmen ist, dass die „übliche Vergütung“ gemeint ist ( vergl. § 632 BGB)

Nachdem es die HOAI (HonorarOrdnung für Architekten und Ingenieure) gibt, wird dies wohl die übliche Vergütung sein. Wenn die Rechnung sich also an der HOAI orientiert, wird diese wahrscheinlich nicht zu beanstanden sein.

Anders jedoch die Fälligkeit: auch bei der HOAI muss die Rechnung für Sie prüfbar sein, sonst wird sie nicht fällig und Sie müssen sie (zur zeit) nicht zahlen! Wenden Sie die fehlende Prüfbarkeit ein und verlangen Sie eine nachvollziehbare Rechnung.

Dass die Rechnung relativ spät vorgelegt wird, ist leider ebenfalls unschädlich; vergl. BGH 11.11.99, VII ZR 73/99:


Weder die Vorlage einer nicht prüfbaren Rechnung, noch die späte Vorlage einer prüfbaren Rechnung bedeuten für sich alleine treuwidrige Verhaltensweisen des Architekten.


Ich hoffe, Ihre Frage hinreichend beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.

Mit freundlichen Grüßen

Stefan Steininger
Rechtsanwalt

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