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Architektenhaftung bei fehlerhafter Genehmigungsplanung


14.08.2007 19:43 |
Preis: ***,00 € |

Baurecht, Architektenrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Karlheinz Roth



Guten Tag,
ich habe folgende Frage: Kann ich meinen Architekten auf Schadenersatz nach BGB bei fehlerhafter Genehmigungsplanung verklagen?
Folgender Sachverhalt: Unser Architekt hat im Architektenvertrag ausdrücklich schriftlich bestätigt, dass bei der Sanierung unserer Gründerzeitvilla keine Genehmigungspflicht, da angeblich keine Nutzungsänderung nach Bauverordnung vorläge. Dem Architekten wurden diesbezüglich alle Unterlagen zur Recherche überlassen (frühere Nutzung, Mietverträge etc.). Wir haben uns daraufhin auf seine Fachkunde verlassen. Nun ist der Bau schon zu 2/3 fertig. Kürzlich bekamen wir Post von der Bauaufsichtsbehörde mit der Mitteilung, dass eine Nutzungsänderung vorliegt und somit ein Bauantrag nachzureichen sei. Andernfalls sei mit der Einleitung eines Ordnungsstrafverfahrens zu rechnen. Nun kann die Bearbeitung eines Bauantrages ca. 3 Monate dauern. In dieser Zeit wird die Modernisierung des Gebäudes fertiggestellt und die neuen Mieter eingezogen sein. Falls dem nachzureichenden Bauantrag eventuell unter Auflagen stattgegeben wird, könnten wir mit nicht unerheblichen Kosten konfrontiert werden (z.B. Rückbau, Mietausfall etc.). Im schlimmsten Fall könnte der Bauantrag abgelehnt werden und z.B. ein Nutzungsverbot bzw. Stilllegungsverfügung ausgesprochen werden.
Können wir diese Kosten bzw. Schaden gegenüber dem Architekten geltend machen, da er aus unserer Sicht grob fahrlässig gehandelt hat. Einem bei der Kammer gemeldeten Architekten sollte die landesspezifische Bauverordnung bekannt sein und somit zwischen Genehmigungsfreiheit und Genehmigungspflicht eines Bauvorhabens unterscheiden können. Wie wäre das weitere Procedere im Schadensfall. Muss der Bauherr den Schaden bei der Haftpflichversicherung des Architekten anzeigen? Weiterer Ablauf?

Vielen Dank!

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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf der Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben wie folgt beantworte.
Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen, so dass die Beratung innerhalb dieses Forums lediglich eine erste rechtliche Orientierung in der Sache darstellt und keinesfalls den Gang zu einem Kollegen vor Ort ersetzen kann.

Dies vorausgeschickt wird das Folgende ausgeführt:

Hier liegt ein eindeutiger Fehler auf Seiten des Architekten vor, der Sie zur Geltendmachung von Schadenersatzansprüchen berechtigt.
Ein Architekt muss wissen, welches Bauvorhaben genehmigungspflichtig ist und welches nicht.

Sie sollten einen Kollegen mit der weiteren Vertretung Ihrer Interessen beauftragen.
Zunächst sollten Sie gegenüber dem Architekten Schadensersatz dem Grunde nach geltend machen. Der Architekt seinerseits ist verpflichtet den Schadensfall seiner Berufshaftpflichtversicherung zu melden.

Wenn Sie den gesamten Schaden konkret beziffern können, erfolgt die Anzeige gegenüber dem Architekten, der dann die geltend gemachten Ansprüche seiner Versicherung zur Regulierung vorlegt.

Ich hoffe, dass ich Ihnen in der Sache weiterhelfen konnte.
Für eine kostenlose Rückfrage stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Selbstverständlich können Sie auch auf meine Dienste zurückgreifen. In diesem Fall empfehle ich Ihnen eine Kontaktaufnahme über die unten mitgeteilte E-Mail-Adresse. Einstweilen verbleibe ich


mit freundlichen Grüßen
K. Roth
- Rechtsanwalt -

Hamburg 2007
info@kanzlei-roth.de
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