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Architekten-Honorar Umbau Haus

08.04.2019 10:46 |
Preis: ***,00 € |

Baurecht, Architektenrecht


Beantwortet von


08:17

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bitte um Prüfung folgendem Sachverhalt.

Es geht um den Umbau von unserem Einfamilienhaus.
Besichtigung des Architekten am 12.10.2017. Lt. damaliger Aussage vom Architekten, erfolgt die Abrechnung nach einer Pauschale und nicht nach Stunden, da es sonst die Kosten sprengen würde. Einen Pauschalbetrag vom Architekten haben ich jedoch nie erhalten. Auch wurde kein Vertrag abgeschlossen oder Sonstiges zu der Vergütung schriftlich festgehalten. Wir haben dem Architekten unsere Vorstellung und wünsche zusammengeschrieben und er wollte hierzu einen ersten "Entwurf/Skizzen" machen. Als Budget hatten wir damals 200.000-300.000€ (Dachausbau, Umbau Innen, Heizung, Bad, Elektrik, Garage, Fassade, Fenster, Bad usw.) angegeben.
Dann habe ich lange nichts gehört.
Am 18.07.2018 (also 10 Monate später) hat dann ein zweiter Termin stattgefunden. Hier war meine Freundin nicht anwesend und er hat erste 3D Bilder gezeigt und wir haben auf Basis von dem alten Grundriss über die neue Aufteilung gesprochen. Dieser Termin hat 2h gedauert. Wir sind so verblieben, dass ich das Besprochene mit meiner Freundin diskutieren werde und mir das in Ruhe nochmals ansehen werde und Ihm dann eine finale Rückinfo geben werde. Diese habe ich am 28.08.2018 dann auch gemacht. Ich habe mich mit meiner Freundin besprochen und wir haben uns nun gegen (u.A. weil alles so schleppend ging und auch andere Bekannte uns von dem Umbau abgeraten haben) den Umbau/Renovierung entschieden und werden ein neues Haus bauen. Der Architekt meinte dann am Telefon, er sei mit dem Entwurf fertig und hat 1:100 Zeichnungen schon gemacht und man kann das als Bauantrag einreichen. Lt. seinem Stundennachweis hat er gleich am 19.07.2018, also 1 Tag nach dem zweiten Gespräch mit allem begonnen final zu zeichnen, obwohl ich Ihm bei dem Termin gesagt hatte, dass ich es mit meiner Freundin besprechen werde und finale Rückinfo geben werde. Ich meine, er braucht fast 10 Monate für einen ersten "Entwurf/Skizzen/3D Druck" und diesen soll ich in einem 2stündigen Gespräch gleich bestätigen und toll finden? Finde ich sehr komisch.
Auch wurde zu keiner Zeit nach den Besuchen ein Ergebnis festgehalten von denen beide Parteien ausgehen können.
Bis dato habe ich noch keine Info, wie hoch die Pauschale vom Architekt ist, habe keine Kosteneinschätzung nach DIN 276 und auch keine Kostenberechnen nach DIN 276 erhalten. Eigentlich habe ich bis dato nichts, außer die 3D Bilder und alten Zeichnungen.
In dem Stundennachweis werden außerdem Zeitaufwendungen für die 3D Ansichten und 3D Druck aufgeführt, diesen hatte ich auch nie in Auftrag gegeben bzw. hierzu ein Kostenangebot erhalten.
Nun hat er mir eine Rechnung über 9600€ netto geschrieben und dem Schreiben die 1:100 Pläne Stand 28.08.2018 beigelegt sowie die neuen 3D Bilder. Die Berechnung erfolgt auf Grundlage HOAI 04.2013. Abrechnung nach Zeitaufwand+Nebenkosten. Obwohl er bei unserem ersten Gespräch meinte, er rechnet nicht nach Stunden ab sondern pauschal. Ich habe bis dato weder eine Kostenabschätzung über sein Honorar noch eine Kostenabschätzung über das Bauvorhaben.
Was soll ich nun tun? Ich sehe ja ein, dass ich dem Architekt was bezahlen muss, aber für fast nichts nun 9600€ netto, das finde ich sehr viel zumal er einfach nach dem Termin am 18.07.2018 gleich mit irgendeinem finalen Entwurf begonnen hat zu zeichnen, was lt. seiner Aufstellung 1/3 (ca. 45h) der angefallen Kosten ausmacht. Insgesamt hat er 140h als Zeitaufwand aufgeführt.

Vielen Dank!
Gruß Kurt Heller


Einsatz editiert am 08.04.2019 10:56:00

08.04.2019 | 12:04

Antwort

von


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53125 Bonn
Tel: 0228 629 46 462
Tel: 0179 4822457
E-Mail:

Sehr geehrter Herr Heller,

wenn Teil Ihrer Vereinbarung war, dass zuerst "eine Kosteneinschätzung nach DIN 276 und auch eine Kostenberechnung nach DIN 276" erfolgen muss und diese bislang nicht erbracht sind, dann ist der Werklohn nach den § 631 BGB: Vertragstypische Pflichten beim Werkvertrag schlicht nicht fällig.

Hinzu kommt, dass der Architekt ohne schriftlichen Vertrag auf dünnem Eis wandert, was seine Kostennote anbelangt. Je nach bisheriger Kommunikation Ihrerseits mit dem Architekten könnte man möglicherweise auch erfolgreich den kompletten Vertragsschluss bestreiten.

Überdies hat er ja zuerst eine Pauschalabrechnung zugesichert und ändert dann einfach die Berechnungsart. Hinzu kommt: Die Berechnung von 140 Stunden in Anbetracht der doch recht überschaubaren Ergebnisse scheint bei weitem überzogen bzw. erfolgreich anfechtbar, wobei man auch berücksichtigen muss, dass er Teile des Werkes offenbar ohne Ihre Erlaubnis ohne vorherige Rücksprache begonnen hat. Auch von den zeitlichen Abläufen her erscheint die Stundenaufstellung doch recht eindeutig absichtlich falsch erstellt.

Gerne bin ich Ihnen bei der außergerichtlichen Abwehr der Ansprüche des Architekten behilflich. Anbei mein Angebot. Ansonsten freue ich mich über eine Bewertung mit 5,0.

Mit freundlichen Grüßen
D. Saeger
- Rechtsanwalt -


Rückfrage vom Fragesteller 09.04.2019 | 07:08

Vielen Dank für Ihre Antwort.
....darf der Architekt aber gesetzlich ohne Vertrag nach Stunden abrechnen oder muss er sich hier nach einer gesetzlichen Pauschale halten?

ANTWORT VON

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