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Arbeitszimmer in Nebenwohnung


22.11.2006 15:49 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht



Bekanntlich wird ab 2007 die Absetzung des Arbeitszimmers in der eigenen Wohnung erschwert. Bis jetzt konnte ich 1250€ absetzen, ab 2007 unter den gegebenen Bedingungen nichts mehr.

Wie verhält es sich mit einem Abeitszimmer in einer gemieteten Nebenwohnung (Hauptwohnsitz: Eigenheim)?
Zählt das als "auswärtiges" Arbeitszimmer und kann demzufolge voll abgesetzt werden?
Sehr geehrter Ratsuchender,

ich bedanke mich für Ihre Anfrage, die ich wie folgt nach Ihren Angaben beantworten möchte.

Hinsichtlich der Abschaffung der Werbungskosten hinsichtlich der Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit handelt es sich um diese bezüglich eines häuslichen Arbeitszimmers.
Somit würde die Abzugsfähigkeit der Werbungskosten hinsichtlich eines etwaigen Arbeitszimmers bis zur Höhe von EUR 1.250,00 im eigengenutzten Eigenheim jedenfalls wegfallen.
Zu beachten wäre jedoch, dass die Abzugsfähigkeit der Ausstattung etc. dieses Arbeitszimmers nicht wegfallen würde, sondern weiterhin unabhängig vom Zimmer selbst möglich bliebe.

Hinsichtlich der „Nebenwohnung“ ist zu überprüfen, ob dieses dann gewählte Arbeitszimmer ein häusliches darstellt.
Im Prinzip müsste man sagen, dass dieses kein häusliches Arbeitszimmer darstellt, denn diese Situation ist vergleichbar einer Mietung einer zusätzlichen Arbeitszimmers außerhalb der eigentlichen Wohnung.
In diesem Fall hatte das zuständige Finanzamt das Arbeitszimmer nicht als häusliches angesehen und den Werbungskostenabzug hinsichtlich sämtlicher Kosten zugelassen.
Anders dürfte der Fall wohl ggf. beim Vorliegen einer doppelten Haushaltsführung vorliegen, wobei diesbezüglich bei Vorliegen der Voraussetzungen das „Arbeitszimmer“ nicht zu separieren wäre, sondern der zweiten Wohnung zuzurechnen ist, in der nicht der Lebensmittelpunkt zu bestimmen ist.

Die Einordnung jedoch wird einer Überprüfung des Einzelfalles – wie bei dem aufgeführten „außerhäuslichen“ Arbeitszimmer – vorbehalten bleiben.

Ich hoffe, Ihnen weitergeholfen zu haben.


Mit freundlichen Grüßen
Bernd Zahn
Rechtsanwalt
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