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Arbeitszimmer im Eigenheim


| 27.02.2007 09:29 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Reinhard Schweizer



Hallo,
ich sitze gerade über meiner Steuererklärung für 2006 und habe folgendes Problem:
Ich bin Lehtrerin und möchte mein häusliches Arbeitszimmer absetzen (die Vorraussetzungen abgetrennter Raum etc. sind erfüllt). Die letzten Jahre und bis zum 31.7. 2006 war/ist das kein Problem, da ich zur Miete gewohnt habe und die Miete prozentual als Aufwendung anerkannt wurde. Im August 2006 bin ich in ein neu gebautes Eigenheim gezogen (natürlich mit einem Arbeitszimmer).
Meine Frage: Wie gebe ich hier (neben den Kosten für Strom, Gas etc, das ist ja vergleichbar mit der Mietwohnung) die Aufwendungen für das, was vorher die Miete war an? Den gesamten Abtrag für diese fünf Monate, nur die Zinsen, 2% vom Anschaffungspreis oder völlig anders?
Vielen Dank
Sehr geehrte Dame,

ich bedanke mich für Ihre Anfrage, die ich wie folgt nach Ihren Angaben und Einsatzes beantworten möchte:

Abzugsfähig ist der prozentuale Anteil von den Zinsen, Disagio und der AfA.
Bemessungsgrundlage für die AfA (2 % für 5 Monate) sind die auf das Arbeitszimmer entfallenden Gebäude-Anschaffungskosten.
Bitte beachten Sie, dass die Aufwendungen für das Arbeitszimmer nur bis zu einem Höchstbetrag von 1.250,00 € abzugsfähig sind.

Ich hoffe, dass ich Ihnen in der Sache weiterhelfen konnte und weise bei Unklarheiten auf die kostenlose Nachfragefunktion hin.
Sollten Sie eine darüber hinausgehende Vertretung in Erwägung ziehen, empfehle ich Ihnen eine Kontaktaufnahme über die unten mitgeteilte E-Mail-Adresse. Einstweilen verbleibe ich

mit besten Grüßen
RA, Dipl.-Fw. Schweizer

E-Mail: reinhard.schweizer@gmx.net

Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen, sodass die Beratung innerhalb dieses Forums lediglich eine erste rechtliche Orientierung in der Sache darstellt und keinesfalls den Gang zu einem Kollegen vor Ort ersetzen kann.

Nachfrage vom Fragesteller 27.02.2007 | 09:58

Sehr geehrter Herr Schweizer,
vielen Dank für Ihre schnelle Antwort. Zwei kurze Dinge für mein Verständnis:
1. AfA: Bedeutet das, dass ich 2% des Anschaffungspreises mit 5 multipliziere (5 Monate)?
2. Was ist eine "Disagio"?

Lieben Dank

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 27.02.2007 | 10:12

Sehr geehrte Dame,

gerne beantworte ich Ihre Nachfrage wie folgt:

Nein, die AfA ist nur zeitanteilig für 5 Monate zu berücksichtigen, also: Gebäude-Anschaffungskosten x 2 % x 5/12.

Als Disagio oder auch Damnum (Abgeld) bezeichnet man die Differenz zwischen dem Nominalbetrag und der tatsächlichen, unter dem Nennbetrag liegenden Auszahlung eines Darlehens. Dieses Abgeld, welches für die Gewährung des Kredites erhoben wird, wird in der Regel in Prozent des Darlehensbetrages ausgedrückt und meist bereits bei der Auszahlung der ersten Rate in voller Höhe einbehalten. Das Disagio ist für einen festgelegten Zeitraum vorrausbezahlter Teil der Darlehenszinsen, der bei der Darlehensauszahlung einbehalten wird. Dadurch verringert sich der Normalzins für die gesamte Zinsbindungsdauer. Das Disagio gehört zu den Geldbeschaffungskosten und ist damit ebenfalls als Werbungskosten im ersten Jahr für Kapitalanleger absetzbar.

Ich hoffe, Ihnen mit diesen Angaben geholfen zu haben, wünsche Ihnen noch viel Spaß bei Ihrer Steuererklärung und verbleibe

mit besten Grüßen
RA, Dipl.-Fw. Schweizer

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