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Arbeitszimmer


07.01.2007 21:25 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht



Hallo,
folgende Situation:
Ich bin selbständiger Altmetall- und Schrotthändler mit Gewerbe.
Im 2006 habe ich in meinem eigenen Reihenhaus ein Büro im Dachgeschoss eingerichtet und habe folgende Fragen:
1. Kann ich das Büro als Arbeitszimmer abesetzen, obwohl es nicht den Mittelpunkt meiner betrieblichen Tätigkeit bildet (im Schwerpunkt bin ich im LKW).
2. Ist eine private Nutzung dann vollkommen ausgeschlossen?
3. Ist es steuerschädlich, wenn meine Lebensgefährtin die Buchführungs- und Büroaufgaben oben im Büro erledigt, weil sie es besser kann als ich?
4. Ich habe eine Garage einer Privatperson für die Lagerung meiner betrieblichen Produkte gemietet; kann ich diese auch problemlos absetzen?
5. Ich habe in 2006 einen neuen LKW gekauft und musste dafür 200km mit einem Leihwagen fahren. Kann ich die Kosten für den Leihwagen als Betriebsausgaben absetzen oder muss ich sie als Anschaffungsnebenkosten des LKW erfassen und abschreiben?
6. Wie sieht es mit den An- und Ummeldekosten für den alten und neuen LKW aus, kann ich diese Kosten als Betriebsausgaben erfassen?

Vielen Dank für die Beantwortung!

Liebe Grüße

Falk
Sehr geehrter Ratsuchender,

ich bedanke mich für Ihre Anfrage, die ich wie folgt nach Ihren Angaben beantworten möchte.

Hinsichtlich Ihres Arbeitszimmers ist zu sagen, dass zu überprüfen, ob es sich hierbei um ein häusliches Arbeitszimmer handelt, das seit dem 01.01.2007 nur noch ertragsteuermindernd geltend gemacht werden kann, wenn dieses der einzige Arbeitsplatz ist.
Wie das Wort Arbeitsplatz schon andeutet, sind Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit erforderlich, wobei aber bei Vorhandensein eines Büros für den Gewerbetreibenden dasselbe gelten könnte.
Trotz alle dem würde ich mich dem Argument, keine Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit zu haben, nicht verschließen.
Des Weiteren bringt Ihr Sachverhaltsvortrag hervor, dass dieses Büro für Ihre doch notwendigen Büroarbeiten der einzige Arbeitsplatz ist, da Sie diese ja nicht wirklich im LKW durchführen können.
Eine private Nutzung würde ich schon deswegen völlig ausschließen, da es schwierig bis unmöglich wird, eine gemischte Nutzung dieses Zimmers dem Finanzamt zu verkaufen. Es würde dann dahingehend bewertet werden müssen, dass insgesamt Kosten der Lebensführung vorliegen würden.
Die Tatsache, dass die Ehefrau die Buchführungsarbeiten erledigt, die im Zusammenhang mit den Einkünften aus Gewerbebetrieb stehen, dürfte nicht „steuerschädlich“ sein.

Hinsichtlich des weiteren Vortrages wird dieser an der Definition der Betriebsausgaben zu messen sein.
Nach dem EStG sind Betriebsausgaben Ausgaben, die durch den Betrieb veranlasst sind, worunter natürlich auch das „Arbeitszimmer“ zu subsumieren wäre.
Hinsichtlich der Leihwagenkosten liegen meines Erachtens problemlos Betriebsausgaben vor, da dieser ja, wenn Sie keinen eigenen haben, zur Erzielung der Einkünfte maßgeblich ist. Diese Kosten haben auch nichts mit den Anschaffungskosten für den neuen zu tun, sondern werden sofort abzugsfähige Betriebsausgaben sein.
Hinsichtlich der An- und Abmeldekosten der jeweiligen LKW wird hinsichtlich des Vorliegens von Betriebsausgaben keine andere Bewertung stattfinden könne.
Bei den Anmeldekosten könnte man vertreten, dass es keine sofort abzugsfähige Betriebsausgaben sind, sondern dem AfA-Volumen hinsichtlich des neuen LKW zuzurechnen wäre.

Ich hoffe, Ihnen insbesondere auch bezogen auf Ihren Einsatz weitergeholfen zu haben.


Mit freundlichen Grüßen
Bernd Zahn
Rechtsanwalt


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