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Arbeitszeugnis/Außendienst


07.03.2007 14:35 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht



Sehr geehrte Damen und Herren,

im Januar 2005 habe ich eine neue Aufgabe im Außendienst wahrgenommen.

Im ersten Jahr lief alles zu meiner und auch zur Zufriedenheit meiner Firma. Im Jahr 2006 habe ich aufgrund von Umstrukturierungen ein neues Aufgabengebiet zugewiesen bekommen und wurde einem neuen Teamleiter zugewiesen. Das Jahr verlief nicht nach meinen Vorstellungen. Aufgrund diversen Mobbings im letzten 3/4 Jahr seitens meines neuen Teamleiter in Form von Provisionsstreichung und diverser unnetter Äußerungen über meine Person gegenüber meiner Teamkollegen, habe ich mich vertrauensvoll an den Betriebsrat gewandt und um Abhilfe gebeten. U. a. habe ich in jedem vierteljährlichen Zielvereinbarungsgespräch gebeten, mich wieder als Stammkundenbetreuer einzusetzen. Mir wurde versichert, dass sich der Vertriebsleiter dieser Sache annimmt und mit mir ein persönliches Gespräch führen wird, sowie diverse Kundentermine mit mir wahrnimmt. Der Termin wurde vom Vertriebsleiter persönlich mit mir vereinbart. Einen Tag vorher wurde dieser Termin aufgrund von Zeitmangel abgesagt und mir wurde mitgeteilt, dass ich doch schließlich einen Teamleiter hätte, der für mich zuständig sei und außerdem wäre ich nicht auf jedem Teammeeting dabei gewesen. Aufgrund von lange im Voraus geplanten Urlauben konnte ich nicht an jedem Teammeeting teilnehmen, was mir als mein Verschulden angelastet wurde.

Daraufhin habe ich noch mal den Betriebsrat darüber in Kenntnis gesetzt, es ist jedoch diesbezüglich nichts weiter unternommen worden.

An meine vorbildliche Leistung aus dem Jahr 2005 (wo man mir mitteilte, dass es Glück gewesen wäre) konnte ich aufgrund des veränderten Aufgabenbereichs und veränderter Bedingungen in 2006 nicht anknüpfen. Ende Dezember/Anfang Januar war ich für 2 Wochen – aufgrund der Situation - krank und konnte nicht an der jährlichen Auftaktveranstaltung teilnehmen, so dass mir mein Teamleiter, - ohne Absprache mit mir - mein altes Gebiet vor der "Haustür" wegnahm und mir ein Gebiet weiter weg von meinem Wohnort zuteilte.

Nun habe ich aufgrund dieser Tatsachen fristgerecht zum 28.02.2007 gekündigt und um ein qualifiziertes Arbeitszeugnis gebeten sowie höflich darum gebeten, dass ich mein Weihnachtsgeld nicht zurückzahlen muss.

Da in meinem Arbeitsvertrag diese Klausel vereinbart war, wurde mir das Weihnachtsgeld abgezogen. Auch eine freundliche Bitte an die Geschäftsführung hat nichts bewirkt. Einen Tag vor meinem letzten Arbeitstag wurde mir noch mittgeteilt, dass ich einem Kunden eine falsche Zusage gemacht hätte und dies eine fristlose Küdigung rechtfertigen würde.

Nun habe ich mein Zeugnis erhalten.

Mit den Formulierungen bin ich jedoch nicht einverstanden und möchte meinen ehemaligen Arbeitgeber bitten dieses entsprechen zu ändern.

Hier nun meine Frage:

Wie ist das Zeugnis zu deuten?

Wie kann ich das Zeugnis auf eine Note 1 – 2 verbessern bezüglich der "Geheimcodes"?

Herr XXXXX, geboren am XXXXXXX in XXXXXXX war vom 1. Januar 2005 bis zum 28. Februar 2007 als Verkaufs- und Mediaberater in unserem Unternehmen tätig.

Herr XXXXXX war für die Betreuung der Gebiete XXXXX – XXXXX - XXXXX zuständig. Sein Aufgabengebiet umfasste die selbständige Erledigung folgender Tätigkeiten:

Eigenverantwortliche und umfassende Kundenbetreuung und -beratung des bestehenden Kundenstammes

Akquisition von Neukunden

Vereinbarung von Geschäftskundenterminen

Erstellung von Angeboten

Bearbeitung von Reklamationen

Herr XXXXX war ein äußerst motivierter Mitarbeiter, der die ihm gesetzten Ziele nachhaltig realisierte. In sein neues Aufgabengebiet arbeitete er sich engagiert ein und betreute unsere Kunden bereits nach kurzer Zeit vollkommen selbständig.

Seine fundierten Produktkenntnisse und sein Präsentationstalent setzte Herr XXXXX verkaufsfördernd ein. Er verfügt über aktuelle Internetkenntnisse und professionelle Kenntnisse aller gängigen Microsoft-Office-Anwendungen.

Herr XXXXXX erzielte stets gute Verkaufserfolge und erfüllte seine Aufgaben immer zu unserer vollen Zufriedenheit.

Sein Verhalten zu Vorgesetzten und Mitarbeitern war nicht zu beanstanden. Herr XXXXX verfügt über gute Umgangsformen und trat unseren Kunden gegenüber als zuvorkommender, fachlich kompetenter Partner auf.

Herr XXXXX verlässt unser Unternehmen zum 28.02.2007 auf eigenen Wunsch, um sich einer neuen Aufgabe zu stellen. Wir bedanken uns für die gute Zusammenarbeit.



Vielen Dank für eine Anwort.

Mit freundlichen Grüßen

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Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich aufgrund Ihrer Schilderungen gern wie folgt beantworten möchte.

Insgesamt halte ich das Zeugnis schon für leicht überdurchschnittlich. Es dürfte sich - in Schulnoten ausgedrückt - im Bereich 2-3 bewegen.

Um das Zeugnis zu verbessern, bieten sich z.B. die folgende Formulierungen an. In Klammern finden Sie die veränderten Teile.

„Herr XXXXX war ein äußerst motivierter (und engagierter) Mitarbeiter, der die ihm gesetzten Ziele (stets deutlich übertraf). (Er beherrschte sein Arbeitsgebiet vollkommen / souverän. In neuen Situationen fand er sich stets sehr gut zurecht. Insbesondere arbeitete er sich in sein neues Aufgabengebiet mit großem Engagement, Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit ein, so dass er binnen kürzester Zeit unsere Kunden vollkommen selbständig betreuen konnte.)

Seine fundierten Produktkenntnisse und sein (hervorragendes) Präsentationstalent setzte Herr XXXXX (stets) verkaufsfördernd ein. Er verfügt über (sehr gute) aktuelle Internetkenntnisse und professionelle Kenntnisse aller gängigen Microsoft-Office-Anwendungen, (die er auch jederzeit effektiv einzusetzen wusste).

Herr XXXXXX erzielte stets gute Verkaufserfolge und erfüllte seine Aufgaben immer zu unserer (vollsten) Zufriedenheit.

Sein Verhalten zu Vorgesetzten und Mitarbeitern war (immer vorbildlich). Herr XXXXX verfügt über (sehr) gute Umgangsformen und trat unseren Kunden gegenüber (stets) als zuvorkommender, fachlich kompetenter Partner auf.

Herr XXXXX verlässt unser Unternehmen zum 28.02.2007 auf eigenen Wunsch, um sich einer neuen (beruflichen Herausforderung) zu stellen. Wir bedanken uns für die gute Zusammenarbeit.“

Abschließend bitte ich zu beachten, dass diese Antwort zwar alle wesentlichen Aspekte des von Ihnen geschilderten Falles umfasst, jedoch daneben Tatsachen relevant sein könnten, die möglicherweise zu einem anderen Ergebnis führen würden. Verbindliche Auskünfte sind daher nur im Rahmen einer Mandatserteilung möglich.

Ich hoffe, Ihnen zunächst weitergeholfen zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Tobias Kraft
Rechtsanwalt


www.jeromin-kraft.de
Ergänzung vom Anwalt 07.03.2007 | 15:41

Sehr geehrter Fragesteller,

damit das Gesamtbild stimmt, sollte vor der abschließenden Leistungsbeurteilung auch das Arbeitsergebnis einem sehr gut entsprechen, also wie folgt formuliert werden:

"Herr XXXXXX erzielte stets (sehr) gute (bzw. herausragende) Verkaufserfolge und erfüllte seine Aufgaben immer zu unserer (vollsten) Zufriedenheit."

Bitte beachten Sie überdies, dass Sie für alle Beurteilungen im Arbeitszeugnis, die über ein "befriedigend" hinausgehen, darlegungs- und beweisbelastet sind.

Mit freundlichen Grüßen

Tobias Kraft
Rechtsanwalt
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