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Arbeitszeugnis und Urlaub aus Elternzeit

| 10.05.2013 19:34 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Peter Dratwa


Bitte nur Anwälte antworten, die nachher auch den Fall übernehmen würden, danke!

Hallo!

Ich habe von meinem ehemaligen Arbeitgeber ein Arbeitszeugnis erhalten was meiner Meinung nach einer Frechheit ist. Darin heißt es u.a.: "erbrachte eine zufriedenstellende Leistung", ..verfügte über das erforderliche Fachwissen und setzte es Erfolg versprechend um", "wir haben sie als eine/n Mitarbeiter/in kennengelernt, die/der ihren/seinen Aufgaben erfüllend der Anforderungen gewachsen war", "Aufgrund seiner/ihrer Aufgeschlossenheit für alle Kollegen war sie/er beliebt und geachtet", "im Gegenseitigen Einvernehmen endete das Arbeitsverhältnis..", was nicht stimmt, denn mein Zeitvertrag ist ausgelaufen und die Firma hatte nicht die finanziellen Mittel mich zu übernehmen. Kann man dagegen angehen oder sich wehren?


Etwas anderes noch. Sie haben mir ohne schriftliche Ankündigung meinen Urlaub in meiner Elternzeit um 1/12 gekürzt. Laut meiner Recherche ist das aber wohl nicht zulässig. Ich habe ein Urteil gefunden (BAG, Urteil v. 17.05.2011 - 9 AZR 197/10) darin steht es muss schriftlich innerhalb der Elternzeit angekündigt werden. Außerdem haben sie mir für den Monat September, indem ich bis zum 17. September noch in Mutterschutz war den kompletten Monat als Elternzeit angesehen, da nur volle Monate berechnet werden dürfen. Ich bin aber der Meinung, dass der Monat dann eher als Mutterschutz und nicht als Elternzeit gerechnet wird. Wie sieht es da aus? Wer hat Recht?

Ich wäre für eine Antwort ausführliche Antwort sehr dankbar und wie oben schon geschrieben, bitte nur Antworten von Anwälten, die den Fall auch nachher übernehmen würden und für mich kämpfen.

Danke! :)

Einsatz editiert am 10.05.2013 19:44:27

Sehr geehrte Fragestellerin,

zunächst vielen Dank für Ihre Frage.

in der Tat ist die Leistungsbeurteilung im Zeugnis lediglich als ausreichend zu bewerten, was ihrem beruflichen Fortkommen nicht dienlich sein wird.

Sie haben gegenüber Ihrem Arbeitgeber einen Anspruch auf Berichtigung des Zeugnisses. Zunächst muss Ihr Arbeitgeber, wobei ich gerne in der Angelegenheit für Sie tätig sein möchte, aufgefordert werden, das Zeugnis – unter Rückgabe des beanstandeten Zeugnisses - in den entsprechenden Passagen zu korrigieren, wobei die aus Ihrer Sicht geeigneten Formulierungen vorgegeben werden. Weigert sich Ihr Arbeitgeber, die Berichtigungen vorzunehmen, so ist der Zeugnisberichtigungsanspruch gerichtlich durchzusetzen.

Nach § 17 Abs. 1 BEEG kann der Arbeitgeber den ErholSehr geehrte Fragestellerin,

zunächst vielen Dank für Ihre Frage.
in der Tat ist die Leistungsbeurteilung im Zeugnis lediglich als ausreichend zu bewerten, was ihrem beruflichen Fortkommen nicht dienlich sein wird.
Sie haben gegenüber Ihrem Arbeitgeber einen Anspruch auf Berichtigung des Zeugnisses. Zunächst muss Ihr Arbeitgeber, wobei ich gerne in der Angelegenheit für Sie tätig sein möchte, aufgefordert werden, das Zeugnis – unter Rückgabe des beanstandeten Zeugnisses - in den entsprechenden Passagen zu korrigieren, wobei die aus Ihrer Sicht geeigneten Formulierungen vorgegeben werden. Weigert sich Ihr Arbeitgeber, die Berichtigungen vorzunehmen, so ist der Zeugnisberichtigungsanspruch gerichtlich durchzusetzen.
Nach § 17 Abs. 1 BEEG. kann der Arbeitgeber den Erholungsurlaub des Arbeitnehmers für jeden vollen Kalendermonat der Elternzeit um ein Zwölftel kürzen. darf in diesem Falle der Arbeitgeber vom Urlaubsanspruch für jeden vollen Monat in der Elternzeit 1/12 des Jahresurlaubs kürzen.

Der September gilt nicht als voller Kalendermonat Elternzeit und ihr regulärer Urlaubsanspruch bleibt somit für diesen Monat bestehen bleiben. Bereits aus dem Wortlaut des Gesetzes ergibt sich, dass ein angebrochener Monat kein Kürzungsrecht nach sich zieht( vgl. BAG, Urteil v. 17.05.2011 - 9 AZR 197/10) Ihre Meinung ist daher zutreffend, Ihr Arbeitgeber kann den Monat September nicht als Elternzeit ansehen. Zur Kürzung des Erholungsurlaubes während den vollen Monaten der Elternzeit ist er allerdings, wie dargelegt, um 1/12 berechtigt.

ungsurlaub des Arbeitnehmers für jeden vollen Kalendermonat der Elternzeit um ein Zwölftel kürzen. darf in diesem Falle der Arbeitgeber vom Urlaubsanspruch für jeden vollen Monat in der Elternzeit 1/12 des Jahresurlaubs kürzen.

Der September gilt nicht als voller Kalendermonat Elternzeit und ihr regulärer Urlaubsanspruch bleibt somit für diesen Monat bestehen. Bereits aus dem Wortlaut des Gesetzes ergibt sich, dass ein angebrochener Monat kein Kürzungsrecht nach sich zieht( vgl. BAG, Urteil v. 17.05.2011 - 9 AZR 197/10) Ihre Meinung ist daher zutreffend, Ihr Arbeitgeber kann den Monat September nicht als Elternzeit ansehen. Zur Kürzung des Erholungsurlaubes während den vollen Monaten der Elternzeit ist er allerdings, wie dargelegt, um 1/12 berechtigt.Hierzu bedarf es keiner Ankündigung durch den Arbeitgeber.

Mit freundlichem Gruß

Peter Dratwa
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 10.05.2013 | 22:05

Sehr geehrter Herr Dratwa,

vielen Dank für die, wenn auch etwas durcheinander gekommende, Antwort.

Ich sende Ihnen eine E-Mail mit meinen Kontaktdaten, da ich Sie gerade mit dem Fall beauftragen würde.

Viele Grüße

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 10.05.2013 | 22:47

Sehr geehrte Fragestellerin,

sorry für das Durcheinander, offensichtlich auf die falsche Taste geraten.


Danke im Übrigen für die Beauftragung und noch einen angenehmen Abend.

Mit freundlichem Gruß

Peter Dratwa
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 10.05.2013 | 22:06

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