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Arbeitszeugnis leitende Stellung bei Wechsel des Vorgesetzten

07.12.2016 18:11 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle


Ich habe zum 30.09.16 in einer Klinik gekündigt, bei der ich ab 01.03.14 in leitender Stellung (eines von 4 Leitungsmitgliedern) beschäftigt war, übergeordnet ist ein Chefarzt. Dieser ist nun zum 30.03.16 ausgeschieden und hat mir auch ein Zwischenzeugnis geschrieben, das ich für Bewerbungen verwendet habe. Von 01.04 - 31.07.16 war ich und meine beiden Kollegen alleine in der Leitung, da kein Chefarzt zur Verfügung stand. Ab 01.08. gab es dann wieder einen Chefarzt. Und nun das Problem:

Dieser will nun mein Zwischenzeugnis nicht in ein normales Arbeitszeugnis umwandeln, da er mich ja in den wenigen Wochen nicht beurteilen könne, so meint er. Allenfalls könnte er über diese wenigen Wochen eine Aussage machen.

Was soll ich nun tun? Ich kann doch nicht ewig mein Zwischenzeugnis benutzen, das ja auch nur bis zum 31.03.16 geht, auch habe ich ja 3 Monate danach keinen direkten Chef gehabt und kann mir ja nicht selbst etwas ausstellen.

Hat der neue Chef die "Pflicht" , seine Unterschrift unter ein Gesamtzeugnisses über die 2,5 Jahre zu setzten? Oder kann er sich auf die wenigen Wochen herausreden?

Sehr geehrte Ratsuchende,


da es das Zwischenzeugnis gibt, ist der Chef auch daran gebunden, wenn er selbst nicht der zuständige Vorgesetzte im Beurteilungsspielraum gewesen ist.


Insoweit verweise ich auf


https://rabohledotcom.wordpress.com//?s=zwischenzeugnis&search=Los


und die dort von mir dargestellte Entscheidung BAG, Urt.v. 16.10.2007, Az.: 9 AZR 248/07.


Insoweit hat Ihr Chef also Unrecht.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle, Oldenburg

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