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Arbeitszeugnis - habe ich eine gute Bewertung erhalten?

12.07.2008 12:59 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Johannes B. Kagerer


Guten Morgen,

ich wüde mich sehr freuen, wenn Sie eine kurze Bewertung für mein Arbeitszeugnis abgeben könnten und in wie weit dies in Ordnung ist.


Frau... war vom...in unserem Unternehmen tätig.

Folgende Aufgabengebiete waren ihr übertragen: Anfertigen von ... jeglicher Art, reparieren, fassen von ... und gravieren.

Frau ... identifizierte sich stets mit ihren Aufgaben und stellte, falls erforderlich, persönliche Interessen gern zurück. Sie arbeitete stets sehr konstruktiv und engagiert. Frau ... hat die ihr übertragenden Aufgaben stets zu unserer vollsten Zufriedenheit erledigt.

Ihr persönliches Verhalten war stets vorbildlich. Bei Vorgesetzten, Miarbeitern und Kunden war sie sehr geschätzt.

Hervorzuheben ist ihre überdurchschnittliche Einsatzbereitschaft, wenn es um Einhaltung von Terminen und um Aufträge unserer Firma ging.

Gern bestätigen wir, dass Frau ... zu jeder Zeit absolut ehrlich, fleißig und pünktlich war.

Mit ihren Leistungen waren wir stets sehr zufrieden.

Frau... verlässt unseren Betrieb auf eigenen Wunsch.

Wir wünschen ihr für den weiteren Berufsweg alles Gute und weiterhin viel Erfolg.



Ist Ihrer Ansicht nach, dieses Arbeitszeugnis eine gute Bewertung oder sind dort viele versteckte Gehimcodes vorhanden?

Vielen Dank für Ihre Info!

MFG

Sehr geehrter Fragesteller,

vorweg möchte ich Sie darauf aufmerksam machen, dass diese Plattform keine ausführliche und persönliche Rechtsberatung ersetzen kann, sondern ausschließlich dazu dient, eine erste überschlägige Einschätzung des Rechtsproblems auf der Grundlage der von Ihnen übermittelten Informationen von einem Rechtsanwalt zu erhalten. Durch Hinzufügen oder Weglassen weiterer Sachverhaltsangaben kann die rechtliche Beratung anders ausfallen.

Ich beantworte Ihre Frage wie folgt:

Es handelt sich bei Ihrem Zeugnis um eine qualifiziertes Arbeitszeugnis. Dieses beinhaltet auch Angaben zum Verhalten und zur Leistung.

Die Arbeitsleistung zusammenfassend ist mit "sehr gut" bewertet worden. (...hat die ihr übertragenden Arbeiten stets zu unserer vollsten Zufriedenheit erledigt.

Auch eine sehr gute Beurteilung des Verhaltens lässt sich dem Zeugnistext entnehmen. (...stets vorbildlich)

Aufgefallen ist mir der Satz: "Gern bestätigen wir, dass Frau... zu jeder Zeit absolut ehrlich, fleißig und pünktlich war".

Durch die Betonung jedenfalls der selbstverständlichen Ehrlichkeit und Pünktlichkeit wird aber wieder zum Ausdruck gebracht, dass die Arbeitsleistungen und der Arbeitserfolg gering waren.

Der Satz: "Mit ihren Leistungen waren wir stets sehr zufrieden" ist überflüssig, da die Beurteilung der Gesamtleistung bereits oben im Zeugnis festgestellt worden ist.

Hätte man ihr Ausscheiden bedauert, wäre dies mit der vorgenommenen sehr guten Leistungs- und Verhaltensbeurteilung in Einklang gestanden.
Auf eine das Zeugnis abrundende Schlusserklärung hat der Arbeitnehmer nach der Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts (BAG)keinen Anspruch.

Sie könnten mit Hilfe eines Rechtsanwalts ein Schreiben an ihren Arbeitgeber aufsetzen lassen, welches die angesprochenen kritischen Punkte erfasst und versuchen zumindest auf außergerichtlichem Wege eine Berichtigung bzw. Änderung zu erreichen.

Ich hoffe Ihnen mit dieser Antwort sehr weitergeholfen zu haben.

Für eine weitere Mandatierung stehe ich Ihnen sehr gerne zur Verfügung.


Mit freundlichen Grüßen


J. Kagerer
(Rechtsanwalt)


RA Johannes Kagerer
Königsallee 14
40212 Düsseldorf
Tel: 0211 13866470
Fax: 0211 1386677
E. mail: kanzlei@rechtsanwalt-kagerer.de

Nachfrage vom Fragesteller 12.07.2008 | 14:24

Guten Morgen,

vielen Dank für Ihre schnelle Antowrt.

Mit anderen Worten ist das Arbeitszeugnis nicht das Beste, um sich weiter zu bewerben?

Gibt es eine Aussicht auf Klageerfolg, sollte ich Ihnen das Mandat übergeben?

MfG

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 12.07.2008 | 15:29

Sehr geehrter Fragesteller,

Leistungs- und Verhaltensbeurteilung entsprechen einem "sehr gut".

Ich rate Ihnen hier jedenfalls eine außergerichtliche Vorgehensweise, um möglicherweise ein ersatzloses Streichen der von mir angesprochenen überflüssigen und in Bezug auf den Gesamtzeugnisinhalt mißverständlich formulierten Sätze zu erreichen.

Sie können mir gerne das Arbeitszeugnis zufaxen. Ich könnte Ihre außergerichtlichen Interessen wahrnehmen, ein Zeugnisberichtigungsschreiben entwerfen und dieses Ihrem Arbeitgeber zukommen lassen.

Telefonisch erreichen Sie mich ab Montag, den 14. Juli.


Mit freundlichen Grüßen


J. Kagerer
(Rechtsanwalt)


RA Johannes Kagerer
Tel: 0211 13866470
Fax: 0211 1386677

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