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Arbeitszeugnis deuten?!?


| 22.05.2006 23:31 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Christian Kah



Guten Tag!

Ich habe heute ein vorläufiges Arbeitszeugnis auf meinen Wunsch hin bekommen, da ich einen befristeten Arbeitsvertrag habe, der in 3 Monaten endet. Leider werde ich aus dem text nicht schlüssig. Ich habe bereits versucht, selbst "zwischen den Zeilen" zu lesen, jedoch komme ich nicht ganz weiter.Es geht um einen Arbeitsplatz als Anwendungstechnischer Lackierer. Hier ein Auszug:

"Herr XY beweist gutes Geschick bei der Handlackierung sowie fundierte Kenntnisse im umgang mit automatischen Applikationsanlagen. Herr XY besitzt sicheres Fachwissen im Bereich der Prüfapplikation, über die eingesetzten Zerstäuber sowie bezüglich der Qualitätsberurteilung der abzuprüfenden Lackprodukte. Herr XY erledigt die ihm übertragenen Aufgaben stets zuverlässig und gewissenhaft und zu unserer vollsten Zufriedenheit. Herr XY arbeitet mit großer Einsatzbereitschaft und verfügt über große Flexibilität. Er findet die uneingeschränkte fachliche Anerkennung seiner Kollegen.

Herrn XY´s Verhalten gegenüber Vorgesetzten und Kollegen ist jederzeit korrekt und freundlich."


Wie kann man diesen Inhalt deuten? Eher gut, oder doch mit Hintertüren?
Es wäre sehr schön, wenn mir jemand dieses Zeugnis deuten könnte evtl Verbesserungsvorschläge für die Fromulierung geben könnte.

Vielen Dank!

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Guten Abend,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Am wichtigsten erscheint mir in Ihrem Arbeitszeugnis die Formulierung "Herr XY erledigt die ihm übertragenen Aufgaben stets zuverlässig und gewissenhaft und zu unserer vollsten Zufriedenheit".

Die Aussage "stets zur vollsten Zufriedenheit" entsprich der Schulnote 1.

Auch die übrigen Formulierungen lassen Sie in keinem schlechteren Licht erscheinen.

Auch die Formulierung "Herrn XY´s Verhalten gegenüber Vorgesetzten und Kollegen ist jederzeit korrekt und freundlich" ist mit der Schulnote 1 gleichzusetzen.

Es handelt sich insgesamt um ein durchaus wohlwollendes Zeugnis mit guter bis sehr guter Beurteilung.

Zum Thema Geheimsprache der Arbeitgeber bei Arbeistzeugnissen möchte ich Ihnen noch Folgendes mitteilen:

Verschlüsselte Geheimcodes in Arbeitszeugnissen sind unzulässig, weil diese den Arbeitnehmer in seinem beruflichen Fortkommen behindern können (LAG Hamm, AZ: 4 Sa 630/98).

In Ihrem Zeugnis (zumindest in obigem Auszug) finden sich jedoch keine typischen Geheimcodes. Nicht jeder Arbeitgeber macht sich die Mühe, derartige Formulierungscodes in ein Arbeitszeugnis einzubauen.

Sie können mit Ihrem Arbeitszeugnis daher zufrieden sein.






Ich hoffe, Ihre Anfrage hinreichend beantwortet zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Christian Kah
-Rechtsanwalt-

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Nachfrage vom Fragesteller 22.05.2006 | 23:54

Vielen Dank für die schnelle Antwort.Das hilft mir sehr weiter. Eine kleine Frage habe ich dazu noch:
Dies ist ja nun ein vorläufiges Arbeitszeugnis: An meinem letzten Arbeitstag bekomme ich dann mein endgültiges Arbeitszeugnis. inwiefern kann/darf sich das endgültige Zeugnis von dem vorläufigen unterscheiden? Oder kann ich damit rechnen, dass dieses ähnlich dem vorläufigen Zeugnis ist? (Angenommen es geschehen keine Zwischenfälle)


Vielen Dank

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 22.05.2006 | 23:58

Wenn es zu keinen negativen Zwischenfällen mehr kommt, muss das abschließende Arbeitszeugnis dem vorläufigen, zumindest von der Bewertung her, entsprechen. Sollte dem nicht so sein, müsste der Arbeitgeber die Gründe darlegen, warum des letzte Zeugnis vom vorläufigen abweicht, denn auch das vorläufige Zeugnis entfaltet bereits eine Bindungswirkung.

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