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Arbeitszeugnis bewerten und Tipps geben

| 08.09.2012 21:15 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Hallo und Guten Abend,

kann mir jemand folgendes Arbeitszeugnis Abschnitt für Abschnitt bewerten bzw. es in Noten übersetzen. Wäre auch dankbar für Tipps was zu machen wäre bei unglücklichen oder mehrdeutigen Formulierungen.

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Herr X, geboren am XX.XX.XXXX in X trat am XX.XX.XXXX als X in die Abteilung X unseres Unternehmens bei

In dieser Funktion umfasste sein Aufgabengebiet folgende Tätigkeiten:

- XXXX
...

Herr X wendete seinen guten Fachkenntnisse laufend mit großem Erfolg in seinem Arbeitsgebiet an. Durch seine schnelle Auffassungsgabe konnte er gute Lösungen aufzeigen. In seiner Arbeit zeigte er eine hohe Eigeninitiative und überzeugte auch über seinen eigenen Arbeitsbereich hinaus durch seine große Einsatzbereitschaft.

Herr X wies große Ausdauer und Belastbarkeit auf - auch über die übliche Arbeitszeit hinaus. Er bildete sich gut weiter und kannte die aktuellen Entwicklungen in seinem Bereich.

Besonders begrüßen wir sein Bestreben, sein Wissen durch den Besuch von Fachkursen und die Nutzung anderer Fortbildungsmöglichkeiten ständig zu aktualisieren und sich dem gegenwärtigen Erkenntnisstand seines Fachgebietes vertraut zu machen.

Seine Arbeitsweiße zeichnete sich durch Selbständigkeit, Effizienz und Sorgfalt aus. Bei der Erledigung seiner Aufgaben zeichnete er sich durch große Loyalität und hohes Verantwortungsbewusstsein aus.

Wegen seines einwandfreien Verhaltens wurde Herr X von Vorgesetzten und Kollegen gleichermaßen geschätzt. Auch im Kontakt mit Kunden und Geschäftspartnern hat er unser Unternehmen gut vertreten.

Herr X hat seine Aufgabe jederzeit zu unseren vollen Zufriedenheit erledigt.

Herr X verlässt uns auf eigenen Wunsch, um sich einer neuen Aufgabe in einer anderen Firma zu widmen.

Wir bedauern, ihn zu verlieren und bedanken uns für die gute Zusammenarbeit. Für seinen weiteren Berufs- und Lebensweg wünschen wir ihm alles Gute und weiterhin Erfolg

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Vielen Dank

Sehr geehrter Ratsuchender,

besten Dank für die Anfrage, die ich anhand des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes gerne wie folgt beantworten möchte.

Vorabschicken möchte ich, dass die Abschnitte, in denen das Wort "gut" verwendet wird auch dieser Notenstufe entspricht. Ich werde mich daher auf die nicht mit diesem Wort ausgezeichneten Abschnitte beschränken.

1. "Besonders begrüßen wir sein Bestreben, sein Wissen durch den Besuch von Fachkursen und die Nutzung anderer Fortbildungsmöglichkeiten ständig zu aktualisieren und sich dem gegenwärtigen Erkenntnisstand seines Fachgebietes vertraut zu machen."

Hier bringt der Arbeitgeber Ihre Fortbildungsbereitschaft lobenswert in Spiel. Allerdings würde ich "vertraut zu machen" ersetzen, denn diese Formulierung realtiviert das Ganze. Sich vertraut machen bedeutet eigentlich, dass Sie sich releantes Wissen erst aneignen müssen. Besser wäre, "hielt sein Wissen auf dem Laufenden und beherrschte somit sein Fachgebiet".


2. "Seine Arbeitsweise zeichnete sich durch Selbständigkeit, Effizienz und Sorgfalt aus. Bei der Erledigung seiner Aufgaben zeichnete er sich durch große Loyalität und hohes Verantwortungsbewusstsein aus."

Hier fehlt das Wort stets, denn dies kennzeichnet, dass Ihre Leistungen immer so waren wie beschrieben.

3. Wegen seines einwandfreien Verhaltens wurde Herr X von Vorgesetzten und Kollegen gleichermaßen geschätzt. Auch im Kontakt mit Kunden und Geschäftspartnern hat er unser Unternehmen gut vertreten.

Auch hier sollte das Wort "stets" oder " während der gesamten Dauer des Arbeitsverhältnisses" eingesetzt werden aus dem gleichen Grund wie unter 2. dargestellt.

4. Herr X hat seine Aufgabe jederzeit zu unseren vollen Zufriedenheit erledigt.

Dies entspricht im wesentlichen der Notenstufe zwei und ist im Lichte der Rechtsprechung in Ordnung.

„Zur vollsten Zufriedenheit" ist sprachlich unmöglich und kann nicht verlangt werden (LAG Düsseldorf vom 11. 11. 1994, DB 1995, 1135)

5. Wir bedauern, ihn zu verlieren und bedanken uns für die gute Zusammenarbeit. Für seinen weiteren Berufs- und Lebensweg wünschen wir ihm alles Gute und weiterhin Erfolg.

Die Schlussformel ist gesetzlich nicht geschuldet aber rundet das Zeugnis als gute Leistung ab.


Abschließend weise ich darauf hin, dass die Note drei von der Rechtsprechung als Standart angesehen wird. Elemente für ein besseres Zeugnis muss der Arbeitnehmer beweisen, für ein schlechteres der Arbeitgeber.

Ich hoffe, Ihnen einen ersten Überblick über die Rechtslage gegeben haben zu können.

Bitte bedenken Sie, dass meine Einschätzung ausschließlich auf Ihren Angaben beruht.

Bewertung des Fragestellers 08.09.2012 | 22:46

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