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Arbeitszeugnis: Formulierung ok?

11.08.2014 21:47 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Raphael Fork


Sehr geehrte Damen und Herren,
ich habe vor ein paar Tagen ein Arbeitszeugnis bekommen.
Meine Fragen hierzu:
1. Könnten Sie mir mitteilen ob es rechtens ist?
2. Können Sie mir sagen welche Note dieses Zeugnis hat (also 1 bis 6)?
3. Meine Chefin ist was Arbeitszeugnisse betrifft nicht sehr bewandert und wäre für Verbesserungsvorschläge dankbar.
4. Können Sie mir bitte ein neues gutes bis sehr gutes Arbeitszeugnis erstellen?

Ich Danke schon mal für Ihre Hilfe.

Hier das Zeugnis:
Frau ... war als ZMA bei Zahnarzt .... tätig. Nach meiner Praxisübernahme im Jahre 2006 war Frau ... weiterhin als ZMA, aber nun für mich tätig.
Als meine Abrechnungshelferin im Januar 2009 ausschied, übernahm Frau ... auf meinen Wunsch hin diesen für sie neuen Arbeitsbereich. Seit dieser Zeit war Frau ... für die Abrechnung unbd as Management der Praxis zuständig.
Frau ... war im Bereich der Assistenz mit sämtlichen Bereichen der Zahnheilkunde vertraut und war bei den Patienten sehr beliebt. Assistenz am Stuhl, Prophylaxe, sowie das Anfertigen von Provisorien und kleineren Reparaturen im Labor, waren für sie eine Selbstverständlichkeit.
Frau .... arbeitete auf allen diesen Gebieten sehr eigenständig und zuverlässig.
Als Frau ... ihren neuen Arbeitsbereich, Abrechnung, ab dem Januar 2009, übernahm, arbeitete sie sich sehr schnell und zuverlässig ein. Sie ersetzte binnen kurzer Zeit die vakante Stelle.
Frau .... Aufgaben waren jetzt: Abrechnung
Kostenbesprechungen mit Patienten und Kassen
Koordinierung zwischen Praxis und Labor bei Zahnersatz
Management der gesamten Praxisstruktur
Frau.... arbeitete in allen ihr übertragenen Bereichen stets äussert zuverlässig.
Sie war bei Patienten und ihren Kollegen sehr beliebt.
Frau .... verläßt die Praxis zum 31.07.2014 auf eigenen Wunsch. Ich wünsche ihr alles Gute für die Zukunft.

Ich habe auch noch folgende Aufgaben erledigt: Terminvergabe, die gesamten Parodontose-, Kieferbruch- und Zahnersatzabrechnungen, die Online-Abrechnung der konservierenden Leistungen bei Kassenpatienten, Abrechnung der Privatpatienten (=GOZ-Abrechnung) mit Dens-Office, Arbeiten im Steri, Kassenbuchführung, Verwaltung der Kassen (Zahlungsein- und -ausgänge und Verkauf in unserem Dentalverkauf), Bearbeitung der Zahlungseingänge, Mahnungen versenden, re-call Verwaltung und -versand, Röntgen, Bürobedarfbestellungen, Materialbestellungen - sollten diese Aufgaben auch im Zeugnis aufgeführt sein?
Mit freundlichen Grüßen

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, welche ich anhand des von Ihnen geschilderten Sachverhalts im Rahmen einer ersten rechtlichen Einschätzung wie folgt beantworte:





Frage 1:
"Könnten Sie mir mitteilen ob es rechtens ist ?"


Das Zeugnis ist sicherlich rechtens, Anzeichen für eine Rechtswidrigkeit sind nicht gegeben.

Auch ein solches Zeugnis ist nach außen hin ein Arbeitszeugnis - auch wenn es zu positiven Herausstellung des Arbeitnehmers im Vergleich zu anderen Arbeitnehmers nicht gerade beiträgt ( siehe 2).

Arbeitszeugnisse sind für Sie als Arbeitnehmer eine der wichtigsten Bewerbungsunterlagen überhaupt, denn sie geben Auskunft über Fähigkeiten, Leistungsvermögen und Persönlichkeit des Bewerbers in der bisherigen Position.

Insofern sollte man sich mit dem vorliegenden Zeugnis sicher nicht zufrieden geben.

Das geht noch besser.





Frage 2:
"Können Sie mir sagen welche Note dieses Zeugnis hat (also 1 bis 6)"

3 mit Tendenz zu 3 Minus/4+.



Frage 3:
"Meine Chefin ist was Arbeitszeugnisse betrifft nicht sehr bewandert und wäre für Verbesserungsvorschläge dankbar."


Es fehlen Überschrift, innere Struktur und Lebendigkeit in der Beschreibung. Das Ganze wirkt etwas hölzern und färbt dadurch negativ auf den Arbeitnehmer ab - auch wenn dies vermutlich gar nicht beabsichtigt war.

Zudem fehlen typische Signalwörter, die Ihre positiven Leistungen in den unterschiedlichen Bereichen herausstellen.

Das Zeugnis ist weiterhin nach Ihrer Angabe unvollständig. Es muss das gesamte Arbeitsverhältnis vollständig beschreiben und nicht nur Teile davon.

Unklar bleibt zudem der Aufgabenbereich , weil es sich so anhört als hätten Sie zugleich 3 Stellen auf einmal besetzt( umfassende ZMA-Tätigkeit, Abrechnung in 2006 und 2009, Management).





Frage 4:
"Können Sie mir bitte ein neues gutes bis sehr gutes Arbeitszeugnis erstellen?"



Das kann ich im Rahmen einer entsprechenden Mandatierung durch Sie oder ihre Chefin sicherlich zeitnah erstellen.

In diesem Rahmen hier ist es allerdings nicht möglich, da durch "Frag einen Anwalt" lediglich Rechtsfragen beantwortet werden können.

Hierfür steht zudem auch nur ein enges Zeitfenster von 2 Stunden zur Verfügung.

Schließlich werden auch noch weitere Angaben zu Ihrer Tätigkeit benötigt, um ihnen ein entsprechendes Zeugnis erstellen zu können.




Frage 5:
"sollten diese Aufgaben auch im Zeugnis aufgeführt sein?"


Selbstverständlichkeiten sollten nicht episch ausgeführt werden, Besonderheiten dagegen herausgestellt werden.





Bedenken Sie bitte, dass jede Ergänzung des Sachverhalts zu einer veränderten rechtlichen Beurteilung führen kann.

Ich stehe Ihnen im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion sowie gerne auch für eine weitere Interessenwahrnehmung jederzeit zur Verfügung. Klicken Sie dazu auf mein Profilbild, um meine Kontaktdaten einsehen zu können.




Mit freundlichen Grüßen

Raphael Fork
-Rechtsanwalt-

Nachfrage vom Fragesteller 11.08.2014 | 23:52

Sehr geehrter Herr Fork,
danke für Ihre Antwort, aber leider bin ich jetzt genau so schlau wie vorher. Ich habe ja auch eindeutig geschrieben, daß ich ein neues Arbeitszeugnis brauche, da ich ja weiß, daß das alte nicht ok ist. Wenn sie mir dies nur gegen weitere Bezahlung schreiben können, hätten Sie den Auftrag ja nicht anzunehmen brauchen. Schade, so war das nicht gedacht. Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 12.08.2014 | 00:40

Nachfrage 1:
"leider bin ich jetzt genau so schlau wie vorher"


Dies kann man mir aber sicher nicht anlasten.

Sie stellten 4 Fragen, die ich auch umfänglich beantwortet habe.

Ergänzung vom Anwalt 12.08.2014 | 11:21

Da Sie offenbar aus Unkenntnis und nicht böswillig handeln, will ich Ihren Wissenshorizont gerne erhöhen:


Nachfrage 2:
"ich habe ja auch eindeutig geschrieben, daß ich ein neues Arbeitszeugnis brauche"


Sie haben 5 Fragen gestellt und alle 5 auch beantwortet bekommen.

Als Richtwert pro Frage gilt hier als angemessen ein Betrag von 25 € pro Frage ( je nach Schwierigkeit) als Richtwert.

Wie Sie unter

http://www.123recht.net/rechtshop.asp?Keyword=Arbeitszeugnis+entwerfen


sehen, passt das Erstellen eines Arbeitszeugnisses hier auch vom Einsatz nicht so ganz rein.


So weit so gut.


Nachfrage 3:
"Wenn sie mir dies nur gegen weitere Bezahlung schreiben können, hätten Sie den Auftrag ja nicht anzunehmen"



Die Erstellung eines qualifizierten Arbeitszeugnisses ist keine Frage, sondern wie Sie schon richtig sagen ein Auftrag, der auch entsprechend vergütet werden muss.

Die Aufklärung von Irrtümern gehört natürlich auch zu meinen Aufgaben. Und genau dies mache in oben in Antwort 4 auch höflich und umfassend.

Ihnen nicht zu schreiben hätte im Übrigen bedeutet, dass Sie wohl keine Antwort bekommen hätten. Damit wäre Ihnen sicher auch nicht gedient - zumal Ihre Fragen ja leicht zu beantworten waren.

Ein ähnliches Schicksal droht Ihrer neuen "Frage" für 50 € mit dem Titel "Ausstellung eines qualifizierten Arbeitszeugnisses".

Nebenbei bemerkt ist es auch Aufgabe des Arbeitgebers, ein solches Zeugnis für den Arbeitnehmer zu erstellen.




FRAGESTELLER 12.08.2014 3,4/5,0
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