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Arbeitszeugnis - Angabe des Kündigungsgrundes

11.03.2009 15:23 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Sachverhalt:
Arbeitszeugnis nach einer Kündigung während der Probezeit. Die Probezeit betrug 6 Monate. Die Kündigung erhielt ich Ende des 5. Monats. Beschäftigungszeitraum 1.7.08 - 31.12.08. Kündigungsgrund wurde in der Kündigung nicht angegeben, da es in der Probezeit nicht nötig ist. Der Kündigungsgrund seitens der Geschäftsführerin war Unzufriedenheit / Diskrepanzen mit mir.

Nun erhielt ich ein Arbeitszeugnis ohne Angabe des Kündigungsgrundes. Es wurde nur geschrieben: "XY verlässt unser Unternehmen zum 31.12.08". Und im Anschluss die Dankesformel und Glückwünsche für berufliche und private Werdegang.

Ich habe vorab das Zeugnis per pdf zugesendet bekommen und daraufhin gebeten, dass doch bitte ein Kündigungsgrund zum Beispiel "betriebsbedingt" angegeben werden sollte.

Die Geschäftsführerin in der Agentur wollte dies nicht und hat mir das Zeugnis mit dem genannten Satz: " Frau XY verlässt unser Unternehmen zum 31.12.08" zugesendet.

Frage:
Muss das Zeugnis einen Kündigungsgrund enthalten, auch während einer Kündigung in der Probezeit. Ist der oben genannte Satz dafür ausreichend? Bzw. kann ich auf einen wohlwollenden Kündigungsgrund bestehen und wie kann dieser aussehen.

Sehr geehrte Fragestellerin,

gerne beantworte ich Ihnen ihre Frage auf der Grundlage des von Ihnen angegebenen Sachverhalts wie folgt:

Grundsätzlich hat der AG Ihnen ein "wohlwollendes" Zeugnis zu erteilen.
Der Begriff "wohlwollend" wird hierbei oft missverstanden. Ein Zeugnis soll, so die Rechtssprechung, "nicht nur der Wahrheit entsprechen, sondern auch mit verständigem Wohlwollen verfasst" sein. Dies bedeutet, dass der AG - auch bei möglichen schlechteren Leistungen - angehalten ist, dem AN keine Steine in den Weg zu legen und nicht alles auf die Goldwaage zu legen.

Der Arbeitgeber ist aber natürlich auch verpflichtet, sich an die Wahrheit zu halten. Insofern haben Sie keinen Rechtsanspruch auf die Benennung eines Kündigungsgrundes (betriebsbedingt), welcher in Wirklichkeit nicht bestanden hat.

Ein Anspruch auf einen "wohlwollenden Kündigungsgrund" besteht somit nicht.

Ich hoffe, Ihnen eine erste rechtliche Orientierung gegeben zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Florian Günthner
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 27.03.2009 | 09:39

Das bedeutet für mich, dass ich keinen Kündigungsgrund im Zeugnis stehen habe. In diesen Fall: "Frau XY verlässt unser Unternehmen zum 31.12.08".

Hat das für mich einen Nachteil, z.B. wenn Personaler das Zeugnis lesen bzw. kann ich das bei Nachfrage begründen indem ich sage, dass ich während der Probezeit ohne Angabe des Kündigungsgrundes gekündigt wurde und somit auch kein Kündigungsgrund im Zeugnis steht.

Danke für ihre Hilfe.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 27.03.2009 | 10:25

Sehr geehrte Fragestellerin,

sicherlich macht sich einen zukünftigen Personalleiter/ Arbeitgeber Gedanken, warum Sie gekündigt worden sind . Vorteilhafter ist es hier in jedem Fall, einen "positiven " Kündigungsgrund benannt zu haben und eine abschließende Dankens- und Bedauernsformel.

Auch wenn Sie die Kündigung mit der Kündigung ohne Angabe von Gründen in der Probezeit begründen, kann sich dies nachteilig auswirken, da der AG dann davon ausgeht, dass der ehemalige AG nicht mit der Arbeitsleistung zufrieden war.

Hiergegen können Sie allerdings nichts unternehmen, da die AG die Wahrheitspflicht zu beachten hat und nicht - entgegen den Tasachen - verpflichtet werden kann, einen "falschen" Kündigungsgrund anzugeben.

Mit freundlichen Grüßen

Florian Günthner
Rechtsanwalt

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