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Arbeitszeitverteilung nach Stundenreduzierung

14.04.2019 09:55 |
Preis: 51,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich arbeite seit knapp acht Jahren in einem Call-Center (ca. 300 Mitarbeiter). Anfang Januar habe ich im Rahmen der Brückenteilzeit eine Verringerung der Arbeitszeit beantragt. Im schriftlichen Antrag (vorgegebenes Formular der Firma) habe ich gemäß §8 TzBfG folgende Daten vermerkt:

Brückenteilzeit 01.04.19 - 31.03.2021.
alte Arbeitszeit: 40 Stunden bei einer 5-Tage-Woche, Mo-Sa jeweils 8 Stunden,
neue Arbeitszeit: 32 Stunden bei einer 4-Tage-Woche Mo-Sa jeweils 8 Stunden, mittwochs frei.

Generell arbeiten wir Montag bis Freitag. 1-2 Mal im Monat muss auch samstags gearbeitet werden, dann gibt es in der gleichen Woche einen freien Ausgleichstag.

Im März erhielt ich daraufhin die schriftliche Bestätigung (Formular) der 32 Stunden-Woche für zwei Jahre. Der Vermerk, dass ich jeden Mittwoch frei habe, fehlte gänzlich. Mit diesem Hinweis bin ich zu meinem Vorgesetzten gegangen, der sich daraufhin erkundigt hat. Die mündliche Rückmeldung lautete dann, dass das Formular vorgegeben ist und nicht geändert wird, die Schichtplaner sowie der Betriebsrat wissen aber Bescheid und werden jeden Mittwoch als frei eintragen. Da ich einige Jahre dort arbeite und nie etwas vorgefallen war, habe ich auf diese Aussage vertraut und die Vereinbarung unterschrieben.

Ende März erhielt ich dann meinen Schichtplan für April und wunderte mich, dass lediglich der 03. und 10.04. als frei eingetragen wurden, weshalb ich wieder bei meinem Chef nachhakte. Es folgten erneut Gespräche mit dem Geschäftsführer, der Schichtplaner und dem Betriebsrat. Das Ergebnis, das ich erst gestern per Mail erhalten habe, war, dass in Wochen mit einem Feiertag mein freier Tag auf diesen gelegt wird, im April also auf Karfreitag und Ostermontag. Ist das so rechtens? Wenn nein, gibt es entsprechende Urteile oder Gesetze?

Mein Gefühl sagt mir, dass es unfair ist, da ich in den beiden Wochen zwar 32 Stunden arbeite, die Vollzeitler allerdings auch. Wir arbeiten gleich viel, während die 100% Gehalt bekommen, ich jedoch nur 80%.

Die Begründung lautet: Keine Freigabe des Mittwochs, da hohe Urlaubsquote, weniger Zeit durch Feiertage, Start eines neuen Projektes, erhöhtes Arbeitsvolumen vor und nach Ostern. Es muss jedoch kein Mitarbeiter Überstunden machen.

Man machte mir dann aber noch folgendes Angebot: Ich bekomme die beiden Mittwoche, den 17. und 24.04. frei, wenn ich diese Tage dafür samstags am 20. und 27.04. nachhole. Meine Frage: Darf das Unternehmen das? Laut Betriebsrat ist das genehmigt.

Ich fühle mich irgendwie von meinem Arbeitgeber hintergangen, denn ich bin nicht der einzige Mitarbeiter mit der Brückenteilzeit. Meine Kollegin hat exakt das gleiche Spiel mit der Arbeitszeitverteilung hinter sich, jedoch hat sie mittlerweile gekündigt und eine anwaltliche Klärung angekündigt. Dann hat sie ihre freien Tage auf einmal doch bekommen, ohne diese nachholen zu müssen. Ist das nicht eine ungleiche Behandlung der Mitarbeiter?

Was würden Sie mir empfehlen? Habe ich hier laut Gesetz Recht oder muss ich die Vorgabe der Firma akzeptieren? Mir sind die freien Mittwoche aus persönlichen Gründen sehr wichtig, doch obwohl ich das mehrfach angemerkt habe, weicht mein Arbeitgeber nicht von seinem Standpunkt. Ich komme also nicht mehr weiter.

Vielen Dank im Voraus und freundliche Grüße

Einsatz editiert am 14.04.2019 21:28:59
15.04.2019 | 08:07

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Die Feiertagsregelung halte ich nicht für rechtens, die beiden anderen Regelungen sind aber durchaus möglich und zulässig.

Im Einzelnen:
Die freien Tage auf die Ostertage, die dortigen Feiertage, zu legen, ist nicht sachgerecht, weil der Feiertagsschutz greift und ich im Sinne des Arbeitszeitgesetze keinen Ausgleich erkennen kann.
Das würde ich also angreifen.

Hingegen sind die anderen Festlegungen des Arbeitgebers sachgerecht, also im Rahmen des Direktionsrechts gerechtfertigt.
Denn das Teilzeit- und Befristungsgesetz bietet dem Arbeitnehmer nicht noch die Möglichkeit über einzelne Tage zu disponieren.

Soweit reicht leider das Arbeitnehmerrecht nicht, was nur insoweit greift, als es darum geht, eine Teilzeitarbeit verzichten zu können.

So ist es auch den Arbeitgeber grundsätzlich möglich, für einzelne Arbeitnehmer unterschiedliche Bestimmungen zu treffen.

Eine Ungleichbehandlung kann ich deshalb nicht erkennen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Daniel Hesterberg

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