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Arbeitszeiten nach Elternzeit


| 04.12.2015 22:17 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Daniela Désirée Fritsch



Sehr geehrte Damen und Herren,
Ich bin seit dem 17.06.1996 in einem Krankenhaus als Verwaltungsangestellte (BAT) tätig.(da 1977 geb. noch nicht unkündbar)
Ich befinde mich seit 15.03.2010 in Elternzeit da unser zweites Kind in der
Elternzeit unseres ersten Kindes zur Welt kam.
Nun Endet die Elternzeit am 15.03.2016.
Ich habe Antrag auf Reduzierung der Arbeitszeit auf 50% geste3llt der auch genehmigt wurde. Nun aber zum Problem:
Da unsere Kinder in der Zeit von 8-14 Uhr im Kindergarten sind habe ich
Arbeitszeiten in diesem zeitlichen Fenster Angeboten.
Heute hab ich ein Schreiben vom Arbeitgeber erhalten in dem von mir gefordert
wurde zeitlich flexibel in den Zeiten zwischen 7-18 Uhr zu Arbeiten . Die
jeweiligen Arbeitszeiten würden mir immer eine Woche zuvor mitgeteilt und müssen mit den Kolleginnen abgesprochen werden.

Mir kommt das ganze in etwa so vor als ob man mich nicht mehr dort haben will,
denn das ich mit 2 Kindern solche Arbeitszeiten nicht halten kann müsste dem
AG eigentlich klar sein.
Wie soll ich mich jetzt Verhalten?
Auf meine Arbeitszeiten klagen? Selbst wenn ich recht bekommen würde wäre
das Verhältnis doch sehr belastet.
Bei einer entsprechenden Abfindung würde ich dann eventuell einem
Aufhebungsvertrag zustimmen.


Mit freundlichen Grüßen

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Sehr geehrte Mandantin,

gerne gebe ich Ihnen einige Informationen zur Rechtslage in Ihrem Fall.

Sie haben einen Anspruch auf Umwandlung Ihres Arbeitsplatzes in eine Teilzeitstelle nach dem Teilzeit- und Befristungsgesetz, diesen haben Sie bereits erfolgreich durchgesetzt.

Nach § 8 Abs. 4 TzBfG muss Ihr Arbeitgeber zudem Ihre Wünsche bei der zeitlichen Einteilung der verbleibenden Arbeitszeiten auf die Arbeitstage berücksichtigen.
Einzige Einschränkung: Durch diese Absprache darf der innerbetriebliche Ablauf oder auch die Sicherheit der Arbeit nicht beeinträchtigt werden.

Nach § 8 Abs. 5 TzBfG muss Ihr Arbeitgeber Ihnen sogar einen Monat vor Beginn des Arbeitsverhältnisses mitteilen, wie sich die Arbeitszeiten verteilen werden.
Dabei ist zwar ein gewisser Rahmen, innerhalb dessem der Arbeitgeber sein Weisungsrecht ausübt, durchaus zuzubilligen. Denkbar wäre zum Beispiel ein Rahmen von 25 Wochenstunden, innerhalb dessen 20 Arbeitsstunden nach Absprache zu leisten wären.
Ein Rahmen von 7 bis 17 Uhr ist dabei aber so weitläufig gewählt, dass er einer Vollzeitstelle entspricht. Für mich ist nicht erkennbar, dass in der Verwaltung eines Krankenhauses eine derartige Flexibilität unabdingbar für den Betriebsablauf sein sollte.

Kurz gesagt: Ich sehe Ihre Chancen, sich in einer Auseinandersetzung mit Ihrem Arbeitgeber tatsächlich durchzusetzen, gut.
Die Frage bleibt natürlich, ob Sie dies wollen.
Ich sehe zwei mögliche Wege. Wenn Sie die Stelle erhalten wollen, sollten Sie in die Offensive gehen und das Gespräch suchen. In einem solchen Rahmen können Sie den Arbeitgeber auf die rechtliche Situation hinweisen, aber zugleich anmerken, dass Ihnen nicht an einer Auseinandersetzung gelegen ist. Letztlich sollte es auch im Interesse des Arbeitgebers liegen, wenn dieser Sie als verlässliche Kraft zum Beispiel vormittags einplanen und für die frei werdenen Stunden einen weiteren Mitarbeiter anstellen kann.

Wenn Sie diese Konfrontation scheuen und lieber einen Aufhebungsvertrag schließen möchten, ist dies möglich und auch bei vielen Arbeitgebern eine gern genutzte Möglichkeit.
Der Inhalt einer solchen Vereinbarung und auch die Abfindung sind letztlich Verhandlungssache, wobei diese sich an der Höhe Ihres Verdienstes und der Dauer Ihrer Betriebszugehörigkeit orientieren würde.

Ich hoffe, Ihnen hiermit eine erste Orientierung gegeben zu haben. Bitte benutzen Sie im Falle von Rückfragen die Nachfragefunktion.
Auch darüber hinaus steht meine Kanzlei Ihnen gerne als Ansprechpartner für die weitere Beratung und Vertretung in diesem Fall zur Verfügung. Die hier bereits gezahlte Gebühr würde Ihnen in einem solchen Fall auf das weitergehende Honorar angerechnet.

Mit freundlichen Grüßen

Daniela Désirée Fritsch
Rechtsanwältin

Nachfrage vom Fragesteller 07.12.2015 | 21:33

Vielen Dank für Ihre ausführliche Antwort !
Da sich mein Arbeitgeber mit grosser Wahrscheinlichkeit nicht von seinen "flexieblen" Arbeitszeiten abbringen bleibt mir vermutlich nur die Klage oder ein Aufhebungsvertrag.
Nun wollte ich nur wissen ob man in einem solchen Fall direkt nach einem Aufhebungsvertrag und nach Abfindung fragt oder ob es taktisch sinnvoller ist zuerst mit Klage zu drohen und abzuwarten bis der Arbeitgeber einem solch einen Vertrag anbietet.
Denke mir es gibt wohl kein Allgemeines Rezept nur würde mich Interessieren wie es in der Regel abläuft.
Mit freundlichen Grüssen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 08.12.2015 | 04:11

Sehr geehrte Mandantin,

genau, wie Sie vermuten, gibt es kein allgemeingültiges "Rezept". Es ist aber durchaus üblich und würde auch Ihre Verhandlungsposition stärken, eine mögliche Klage als Option zu "erwähnen".
Sollten Sie ergänzenden Beratungsbedarf sehen, können Sie sich diesbezüglich gerne über meine Kanzlei an mich wenden.

Mit freundlichen Grüßen

Daniela Désirée Fritsch
Rechtsanwältin

Bewertung des Fragestellers 07.12.2015 | 20:24


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FRAGESTELLER 07.12.2015 5/5.0
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