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Arbeitszeit verloren durch Krankschreibung


03.05.2006 11:40 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht



Sehr geehrte Damen und Herren,

am zehnten April erkrankte ich schwer an einem Virusinfekt. Am elften April schleppte ich mich noch zur Arbeit (Fahrzeit zur Arbeit 1,5 Stunden) und erledigte selbige bis Mittag so gewissenhaft, daß rund 70% meiner Ausgabe (ich arbeite in einer Redaktion die NRW betreut und tagesaktuelle Ergebnisse veröffentlicht) von mir erledigt waren. Da mein Fieber dermaßen hoch stieg, so daß ich nicht weiterarbeiten konnte, verließ ich nach rund fünf Stunden Arbeitszeit das Büro und fuhr nach Hause. Natürlich erst nachdem ich mich bei meinem Redaktionsleiter abgemeldet hatte.

Ich wurde noch am gleichen Tag von meinem Arzt (also beginnend mit dem 11ten April bis einschließlich 18ten April) krankgeschrieben.

Die Krankmeldung haben meine Kinder am 13ten Abends an meine Firma gesendet, da ich mehrere Tage über 40Fieber hatte und mich selbst um rein gar nichts kümmern konnte- sprich nicht ansprechbar war. (Anmerkung: bin alleinerziehend). Die ärztliche Bestätigung langte erst am 15ten ( der 14te war ein Feiertag) in der Firma ein. Deswegen bekam ich eine Abmahnung. Glücklich bin ich damit nicht- aber ich nehme es hin, weil ich mir diesbezüglich keine Sorgen die Zukunft betreffend mache.

Was mich nun aber interessiert bzw. wurmt ist der Umstand, daß mir die fünf Stunden Arbeit bislang nicht angerechnet wurden, die ich trotz meines maroden Zustandes abgeleistet habe.

Meine Frage also: Verfallen die geleisteten Arbeitsstunden vom Vormittag, wenn der Arzt mich am gleichen Tag am Nachmittag krankschreibt ?

Vielen herzlichen Dank für Ihre Hilfe.

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Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),
ich bedanke mich für Ihre Anfrage, die ich basierend auf den vorliegenden Informationen gerne beantworte.

Grundsätzlich verfallen die von Ihnen geleisteten Stunden nicht, sondern sind natürlich von Ihrem Arbeitgeber zu vergüten.

Aber:

Da ich davon ausgehe, dass Sie schon längere Zeit (mindestens 4 wochen) bei Ihrem Arbeitgeber beschäftigt sind, haben Sie während Ihrer Arbeitsunfähigkeit gegen Ihren Arbeitgeber einen Anspruch auf Lohnfortzahlung im Krankheitsfall (EFZ). Das wiederum heißt, dass Sie für den kompletten Tag (an dem Sie teilweise gearbeitet hatten), einen Anspruch gegen Ihren Arbeitgeber auf EFZ haben.

Dieser Anspruch kann für Sie durchaus auch günstiger sein, als darauf zu bestehen, dass Ihnen die 5 tatsächlich geleisteten Stunden vergütet werden. Denn der Anspruch auf EFZ berechnet sich als Durchschnitt aus dem vergangenen Entgelt.

Wenn Ihr Arbeitgeber Ihnen diese 5 Stunden also nicht berechnet, dann liegt das vermutlich daran, dass er Ihnen für den gesamten Tag EFZ bezahlen wird oder bereits bezahlt hat. - Anspruch auf beide Leistungen parallel besteht logischerweise nicht, da Sie entweder arbeitsunfähig waren oder aber gearbeitet haben.

Ich möchte und muss Sie noch darauf hinweisen, dass ich bei meinen Erläuterungen davon ausgegangen bin, dass Sie tatsächlich Anspruch auf EFZ haben. Ob dies tatsächlich so ist, konnte ich anhand der mir gegebenen Informationen nicht vollständig prüfen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit meiner Antwort weiterhelfen. Für eine weitere Beratung oder Vertretung stehe ich Ihnen natürlich gerne zur Verfügung.

Ich wünsche Ihnen alles Gute und verbleibe
mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 03.05.2006 | 12:18

Sehr geehrter Herr Schrottke,

wir arbeiten nach einem Stundenmodell, das wie folgt aussieht:
Januar + Dezember 26, Februar+ November 32, März+ September 40, sowie April- August 42 Stunden minimum pro Monat und ja, ich bin schon seit zwei Jahren in diesem Unternehmen beschäftigt.

Mein Gehalt für April wurde mir ganz normal ausbezahlt. Das ist nicht das Problem. Das Problem ergibt sich aus den fünf Stunden, die mir rein rechnerisch nicht zusätzlich angerechnet werden.

Mein Chef meinte nun, ich soll mich schlau machen, ob er mir diese Stunden geleisteter Arbeit auf meine IST-Zeit anzurechnen hat oder nicht oder ob sie durch die Krankschreibung verfallen oder nicht.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 03.05.2006 | 12:33

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

wie Sie schreiben, ist Ihr Gehalt "ganz normal ausbezahlt" worden. Das heißt, dass Sie für den Monat April das Ihnen zustehende Gehalt trotz Ihrer Krankheit erhalten haben.

Wie ich Ihnen bereits geschrieben habe, haben Sie aber nicht Anspruch auf EFZ UND auf Lohn. Wenn Sie also für den fraglichen Tag EFZ erhalten haben, steht Ihnen nicht noch zusätzlich ein Anspruch auf Gutschrift der 5 gearbeiteten Stunden zu. die Vergütung für die 5 gearbeiteten Stunden stünde Ihnen nur dann zu, wenn Sie für den fraglichen Tag NICHT komplett EFZ erhalten hätten. Denn es gibt keinen Anspruch auf Doppelbezahlung. Zur Verdeutlichung wiederhole ich das gerne nochmal: Entweder Sie sind arbeitsunfähig erkrankt, dann erhalten Sie EFZ oder Sie gehen arbeiten - dann erhalten Sie Gehalt.

Ich hoffe, ich konnte letzte Zweifel nunmehr ausräumen.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt

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