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Arbeitszeit bei Urlaub oder Krankheit

15.09.2011 18:45 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Bevor ich zu den Einzelheiten kommen, hier einige Gundinformationen:

Eine Kollegin und ich arbeiten vertraglich mit dem Arbeitgeber vereinbart durchschnittlich 30 Std./Wochen. Dabei handelt es sich um 5 Tage die Woche.

Die durchschnittlichen 30 Std./Woche erreichen wir immer am Ende des Monats, da unsere Arbeitszeit wie folgt aufgeteilt ist:

1. Woche:
Kollegin A - Kollegin B
Mo. kurz - Mo. lang
Di. lang - Di. kurz
Mi. kurz - Mi. lang
Do. lang - Do. kurz
Fr. kurz - Fr. lang

2. Woche
Kollegin A - Kollegin B
Mo. lang - Mo. kurz
Di. kurz - Di. lang
Mi. lang - Mi. kurz
Do. kurz - Do. lang
Fr. lang - Fr. kurz

3. Woche
Kollegin A - Kollegin B
Mo. lang - Mo. kurz
Di. kurz - Di. lang
Mi. lang - Mi. kurz
Do. kurz - Do. lang
Fr. lang - Fr. kurz

4. Woche
Kollegin A - Kollegin B
Mo. kurz - Mo. lang
Di. lang - Di. kurz
Mi. kurz - Mi. lang
Do. lang - Do. kurz
Fr. kurz - Fr. lang

kurz = 8-12 Uhr (4 Stunden)
lang = 7.50 Uhr - 16.10 Uhr (7 Stunden 50 Minuten)

Dieser Plan wurde mit uns beiden erarbeitet und auch festgelegt.

Eine Kollegin hat in der einen Woche, drei kurze Tage und die andere Kollegin drei lange Tage. Bei drei kurzen Tagen in der Woche kommt man nicht auf 30 Std./Woche sondern liegt ca. 2 Stunden darunter darunter. In der Woche in der man jedoch dann drei lange Tage hat arbeitet man mehr als 30 Std./Woche so das am Ende nach vier Wochen jede der beiden Kolleginnen den Durchschnitt von 30 Std./Woche erreicht.

Nun wurde mitgeteilt, dass wenn zum Beispiel in der Woche in der zum Beispiel eine Kollegin dreimal kurz Tage hat und somit zwei Stunden laut Plan zu wenig arbeitet, bei Urlaub und Krankheit somit ein Minus von zwei Stunden in diesen Wochen ansammelt und diese dann erarbeitet werden müssen.

Diese Aussage führte zu Verunsicherung und ist nicht ganz nachvollziehbar. Hier ist die Rede von durchschnittlichen Arbeitszeiten und somit ergibt sich auch im Durchschnitt eine tägliche Arbeitszeit von 6 Stunden in der Woche.

Meine Frage lautet nun, ob die Personalabteilung mit ihrer Aussage im Recht ist oder ob hier ein Fehler der Personalabteilung in der Berechnung vorliegt. Würde mich über eine rechtliche Einschätzung freuen.

Es kann doch nicht sein, dass wenn die Kollegin die dreimal lang hat Urlaub nimmt auch noch die Plusstunden gutgeschrieben bekommt.

Ich Danke bereits jetzt für die Hilfe.

15.09.2011 | 20:06

Antwort

von


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Sehr geehrter Ratsuchender,

zu Ihrem Anliegen gebe ich Ihnen unter Berücksichtigung Ihrer Schilderung und des gewählten Einsatzes gerne im Rahmen einer Erstberatung die folgende rechtliche Einschätzung und Bewertung ab. 


Die Berechnung der Personalabteilung Ihres Arbeitgebers ist so nicht richtig. 

Der Umfang der Berücksichtigung/Anrechnung des Urlaubs, also so zu sagen der "Wert" des Urlaubs in Stunden, darf nicht vom Zufall abhängen. Es kommt nicht auf die konkrete Arbeitszeit an, die in der Urlaubswoche hypothetisch angefallen wäre. 

Es ist vielmehr auf die durchschnittliche Arbeitszeit abzustellen. 

Es wird der Durchschnitt der letzten 13 Wochen - ohne Überstunden - zu Grunde gelegt. Hieraus wird die durchschnittliche Arbeitszeit pro Arbeitstag errechnet. Diese gilt dann auch für die genommenen Urlaubstage. 

In Ihrem Fall dürften dies nach Ihrer Darstellung annäherungsweise 6 Stunden pro Tag sein. 
Bei einer Woche Urlaub (ohne Feiertage) heißt dies:

5 Tage 
zu ca. 6 Stunden
= ca. 30 Stunden. 

Für den Zeitraum, aus dem der Durchschnitt berechnet wird, kann eine von den 13 Wochen abweichende Regelung in einem Tarifvertrag enthalten sein. Es muss aber in jedem Fall auf einen längeren Zeitraum abgestellt werden, gerade nicht auf eine einzelne Woche.  

Im Ergebnis dürfte sich dies in Ihrem Fall daher nicht bzw. jedenfalls nicht wesentlich auswirken. 

Ergänzend sei bemerkt, dass sich auch die Vergütung nach diesem Durchschnitt berechnet, § 11 Abs. 1 BUrlG . Es wäre widersprüchlich, den selben Urlaub zeit- und geldmäßig unterschiedlich zu behandeln und zu bewerten. 

Sie sollten die Vorgehensweise Ihres Arbeitgebers - jedenfalls dann, wenn bei Ihnen eine "kurze Woche" betroffen ist, - nicht hinnehmen. 


Ich hoffe, Ihnen geholfen zu haben. Für weitere Unterstützung stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. 


Rechtsanwalt Christoph M. Huppertz

ANTWORT VON

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