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Arbeitszeit USA

| 09.06.2010 02:39 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Gelten die gesetzlichen Vorgaben bezüglich der maximalen Arbeitszeit (48 Std./Woche, max. 60 Std/Woche bei Ausgleich innerhalb eines halben Jahres) auch, wenn man als Angestellter einer deutschen Firma in den USA arbeitet (Inbetriebnahme einer Anlage)?
Kann der Ausgleich bei einer wöchentlichen Arbeitszeit von mehr als 48 Stunden auch vor dem Zeitraum erfolgen, ab dem die Überschreitung der 48-Stunden-Grenze erfolgt? Konkret: Ich arbeite seit ca. 10 Monaten durchnittlich 65 Std./Woche. Ist das vereinbar mit dem Arbeitszeitgesetz?

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Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Ich möchte diese anhand des geschilderten Sachverhaltes und unter Berücksichtigung des geleisteten Einsatzes im Rahmen dieser Erstberatung wie folgt beantworten:

Ihre Fragen lassen sich zwar kurz, aber leider insgesamt nur mit Nein beantworten. Denn der räumliche Geltungsbereich des Arbeitszeitgesetzes erstreckt sich ausschließlich auf die Bundesrepublik Deutschland. Hierbei umfasst es auch alle entsprechenden Arbeitsverhältnisse ohne Rücksicht auf die Staatsangehörigkeit von Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Insoweit fallen daher aber deutsche Arbeitnehmer, welche im Ausland arbeiten, nicht mehr unter den Geltungsbereich des Arbeitszeitgesetzes und zwar selbst dann nicht, wenn sie nur vorübergehend ins Ausland entsandt wurden.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen einen ersten Überblick verschaffen und meine Ausführungen helfen Ihnen weiter. Bei verbliebenen Unklarheiten nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen


Thomas Joschko
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 10.06.2010 | 03:19

Vielen Dank für die Antwort.
Da ich ansosten überwiegend in Deutschland tätig bin, interessiert mich dann doch noch wie es mit der Regelung des Ausgleichs bei einer Tätigkeit in Deutschland aussieht, also der zweite Teil meiner ursprünglichen Frage. Beispiel:
1. Quartal 36 Std./Woche
2. Quartal 60 Std./Woche
3. Quartal 60 Std./Woche
4. Quartal 36 Std./Woche
Betrachtet man Quartal 2 und 3, so liegt die Wochenarbeitszeit über 48 Stunden und wäre somit zu viel. Betrachtet man Quartal 1 und 2 sowie Quartal 3 und 4, so sind die 48 Stunden jeweils nicht überschritten und dennoch ist das gesamte Jahr erfasst. Da aus dem Gesetzestext nicht hervorgeht, welche Betrachtungsweise anzuwenden ist, bitte ich sie hierzu noch um eine Antwort. Vielen Dank.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 10.06.2010 | 04:01

Sehr geehrter Fragesteller,

gern beantworte ich Ihre Nachfrage noch wie folgt:

Sofern es sich um eine Tätigkeit in Deutschland handelt, auf die das Arbeitszeitgesetz Anwendung findet, gilt § 3 ArbZG. Danach darf die tägliche Arbeitszeit 8, im Einzelfall auch bis bis zu 10 Stunden betragen, soweit im Vergleich eines Halbjahres wiederum 8 Stunden nicht überschritten werden. Wenn man also wie erfordewrlich diese Vergleichsrechnung auf Sie anwendet, ergibt sich für den jeweiligen Halbjahreszeitraum (1-2. Quartal sowie 3-4. Quartal einzeln betrachtet) wie Sie schon richtig festgestellt haben im Durchschnitt eine 48-Stunden Woche. Bei einer 6-Tages-Arbeitswoche kommt man insoweit auf eine durchschnittliche tägliche Arbeitszeit von genau 8 Stunden, so dass die Vorgaben des § 3 ArbZG erfüllt sind. Ein etwaiger Ausgleich muss daher nicht mehr erfolgen.

Mit freundlichen Grüßen

RA Thomas Joschko

Bewertung des Fragestellers 10.06.2010 | 05:28

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Stellungnahme vom Anwalt:
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