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Arbeitsvertrag und abgesagter Einsatz

| 06.10.2017 12:07 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Michael Kinder


Zusammenfassung: Lohnanspruch bei Nichtbeschäftigung und Schriftformerfordernis der Kündigung des Arbeitsvertrages

Guten Tag,
an einem Freitag (Juni 2017) schloss ich einen Arbeitsvertrag über ein geringfügiges Arbeitsverhältnis, Beginn sollte darauffolgender Montag nachmittag für die Dauer von 5 Tagen sein.
Ich kam allerdings nicht zum Einsatz, da ich montags gegen 10h30 einen Anruf auf meinem Mobiltelefon erhielt, daß der Einsatz für die ersten zwei Tage gestrichen sei.
Am darauffolgenden Mittwoch hieß es in einem weiteren Anruf: Der Einsatz ist für den Rest gestrichen.
Nach mehrmaliger Mahnung der ausstehenden Lohnforderung reichte ich Klage beim zuständigen Arbeitsgericht ein.
Zum ersten Gerichtstermin erschien die Gegenpartei nicht, es gab ein Versäumnisurteil.
Beim zweiten Termin (gestern) behauptete die Gegenpartei, ich sei zur Arbeit nicht erschienen, was aber nicht stimmt.
Können die im Display des Mobiltelefons noch gespeicherten Anrufe an besagtem Montag / Mittwoch als Beweismittel dienen ?
Beim nächsten Gerichtstermin soll die Sachbearbeiterin (deren Namen mir noch im Kopf ist ) befragt werden.
Hätte der Arbeitgeber (Zeitarbeitsunternehmen) mir eine schriftliche Kündigung zuschicken müssen, um den Arbeitsvertrag zu beenden ?
Vielen Dank !

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Die Situation ist gegenwärtig so, dass Sie tatsächlich nicht zur Arbeit erschienen sind, aber deswegen, weil der Arbeitgeber sie entgegen der vertraglichen Vereinbarung nicht beschäftigt hat.
Es ist aber allein Risiko des Arbeitgebers, ob beispielsweise die Arbeitsaufgabe für die Sie bestellt waren entfallen ist oder dergleichen. Sie verlieren also dadurch ihren Lohnanspruch nicht.
Der Arbeitgeber müsste also im Prozess darlegen und beweisen, dass sie nicht erschienen sind, während, wenn dies von ihnen eingeräumt wird, Sie dann wieder darlegungs-und beweispflichtig dafür sind, dass Sie deswegen nicht erschienen sind, weil Sie „abbestellt" wurden.
Sie können die Anrufe im Mobiltelefon als Beweismittel anbieten. Richtiger Beweisantrag wäre dann „Inaugenscheinname des Mobiltelefones des Klägers".
Das bedeutet, dass das Gericht sich Ihr Mobiltelefon mit den Anruf Registrierungen ansehen müsste.
Allerdings ist damit natürlich noch nicht bewiesen, was der Inhalt dieser Anrufe war. Manaber wohl davon ausgehen können, dass der Arbeitgeber dann zumindest im einzelnen dazu Stellung nehmen muss, welchen Inhalt die Anrufe, die Sie nachweisen können, gehabt haben.

Die Kündigung eines Arbeitsvertrages bedarf gemäß § 623 BGB zwingend der Schriftform. Wenn die Kündigung nicht schriftlich erfolgt, ist die Kündigung unwirksam.

Im Hinblick darauf, dass es einige rechtliche Probleme, insbesondere auch prozessrechtliche Probleme gibt, sollten Sie in Erwägung ziehen, einen Rechtsanwalt mit der Wahrnehmung Ihrer Interessen zu beauftragen. Wenn Sie keine Rechtschutzversicherung haben, können Sie (oder besser der Anwalt) bei entsprechend geringem Einkommen beim Gericht beantragen, dass Ihnen Prozesskostenhilfe bewilligt und ein Anwalt Ihrer Wahl beigeordnet wird.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 06.10.2017 | 13:00

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