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Arbeitsvertrag - Unterschrift hinauszögern

25.06.2018 14:25 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Sehr geehrte Damen und Herren,

es geht um folgende Problematik:

Zurzeit bin ich nach meinem abgeschlossenen Studium auf der Job-Suche. Nun befinde ich mich in der Situation, dass ich bereits eine Zusage für eine Stelle erhalten habe und ebenfalls mein großes Interesse gezeigt habe, für dieses Unternehmen 1 zu arbeiten. Wir sind letztendlich so verblieben, dass ich den Entwurf eines Arbeitsvertrages bereits in den nächsten Tagen zur Verfügung gestellt bekomme. Ich habe "mehr oder weniger" gesagt, dass ich die Stelle gerne annehmen würde.

Nun habe ich jedoch unerwartet noch eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch von meiner absolut favorisierten Stelle (Unternehmen 2) erhalten. Definitiv müsste ich mich bereits ein paar Tage vor diesem Gespräch bei Unternehmen 1 rückmelden, ob zumindest der Vertragsentwurf für die erste Stelle so in Ordnung ist, sodass sie mir den finalen Vertrag zuschicken können. Ungern würde ich das Risiko eingehen, die Chance auf die erste Stelle bereits jetzt zu verlieren, da ich bei meiner Wunschstelle bei Unternehmen 2 nur einer der letzten drei Kandidaten bin, diese Stelle aber dennoch definitv vorziehen würde. Nun ist meine Frage, wie ich am besten vorgehe. Wäre es in Ordnung, zu sagen, dass der per Mail zugeschickte Vertragsentwurf von Unternehmen 1 akzeptabel ist, sie ihn mir zuschicken können und ich unterzeichne ihn dann letztendlich doch nicht, da ich noch ein Angebot von meinem Wunscharbeitgeber erhalte? Diese Vorgehensweise wäre mir am liebsten. Oder hätte ich rechtliche Konsequenzen (Welche?) zu erwarten? Was würden Sie mir in meiner Situation raten?

Vielen Dank für eine Rückmeldung!

25.06.2018 | 15:22

Antwort

von


(480)
Harmsstraße 86
24114 Kiel
Tel: 0431 88 70 49 75
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:

Einen Anspruch auf Unterzeichnung eines Arbeitsvertrages kennt das Gesetz insoweit nicht bzw. nur für den Arbeitgeber, sodass die Verzögerung als auch Nichtunterzeichnung zunächst einmal unschädlich ist. Dementsprechend könnten Sie so, wie Sie schildern auch entsprechend verfahren.

Zu beachten ist aber auch, dass es für die Wirksamkeit eines Arbeitsvertrages nicht der Schriftform bedarf, sprich Arbeitsverträge auch mündlich geschlossen werden können. Dementsprechend müsste man prüfen, ob die Zustimmung zum Arbeitsvertrag nicht schon dieselbige Annahme sein kann.

Folglich sollten Sie bei der Wortwahl anlässlich Ihrer gewünschten Verzögerung vorsichtig sein, da der Arbeitgeber für den Fall des Nichtantrittes auch Schadensersatz verlangen kann. Dieser Schadensersatz kann z.B. darin bestehen, wenn er Hilfskräfte einstellen muss oder sogar neue Bewerbungsen ausschreiben muss. Im Übrigen liefe der Schadensersatz auf Null, da er sich das ersparte Entgelt (Lohn) anrechnen lassen muss.

Wie Sie daher in dieser persönlichen Situation verfahren, um ein für Sie bestmögliches Ergebnis zu bekommen, kann hier nicht abschließend beurteilt werden, da es außerhalb der rechtlichen Beratung liegt und viellerlei soziale Aspekte betrifft.

Jedoch wäre es zumindest unschädlich, wenn Sie das Unternehmen anschreiben und um Erläuterung einzelner vertraglicher Bestimmungen bitten, sodass Sie damit Zeit gewinnen. Andererseits besteht dabei gleichwohl auch das Risiko das der Vertrag nicht zustande kommt. Dies müssen Sie insoweit selbst abwägen, da dies außerhalb einer rechtlichen Beratung steht.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Sascha Lembcke

ANTWORT VON

(480)

Harmsstraße 86
24114 Kiel
Tel: 0431 88 70 49 75
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