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Arbeitsvertrag Schweiz - Grenzgänger Themen

16.12.2013 17:13 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Zusammenfassung: Aufteilung Arbeitslohn nach dem Ort der verrichteten Arbeit unter Berücksichtigung des Doppelbesteuerungsabkommens (DBA) Deutschland - Schweiz

Ich habe ab dem 01.01.2014 einen Arbeitsvertrag mit einem Unternehmen in der Schweiz angeboten bekommen, den ich voraussichtlich auch annehmen werde. Wohnort bleibt weiterhin Deutschland, Raum Köln.

Ich werde jede Woche 2-3 Tage im schweizer Büro arbeiten. An diesen Tagen werde ich im Gästezimmer einer Arbeitskollegin übernachten. Die restlichen Tage werde ich von Deutschland aus im Home-Office arbeiten.

Ich bin darüber informiert, dass ich die Krankenversicherung komplett alleine bezahlen muss.
Sozialversicherungen werden laut meiner Information in der Schweiz abgeführt.

Bezüglich der Steuer bin ich mir nicht ganz sicher, wie die richtige Handhabung ist.
Einerseits habe ich die Info erhalten, dass ich in Deutschland steuerpflichtig bin.
Das heißt von meinem Bruttolohn werden in der Schweiz 4,5% Quellensteuer abgezogen, die bei meiner quartalsweisen Versteuerung in Deutschland angerechnet werden;

Bei einer anderen Behörde sagte man mir ich wäre vollumfänglich in der Schweiz steuerpflichtig, weil ich nicht jeden Tag nach Hause zurück kehre. Nur die Tage, die ich dann nicht in der Schweiz verbringe, müssen nachträglich in Deutschland versteuert werden.

Was ist nun richtig und wie ist hier am Besten zu Verfahren?

Ich bedanke mich im Voraus für die Beratung.

Mit besten Grüßen

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:
Da Sie einen Wohnsitz in Deutschland weiterhin haben bzw. beibehalten, erfolgt die Besteuerung Ihrer Einkünfte wie folgt:
Der Arbeitslohn für die in der BRD ausgeübten Arbeitstage (Home-Office) ist in der BRD auch steuerpflichtig. Der Arbeitslohn für die in der Schweiz erbrachte Arbeit ist in der Schweiz zu versteuern (Quellensteuer) und in Deutschland steuerfrei und unterliegt lediglich dem Progressionsvorbehalt nach § 32 b Abs. 1 Nr. 3 erster Halbsatz EStG, d.h. der Lohn aus der Schweiz erhöht Ihren Steuersatz auf das in Deutschland bezogene Einkommen. Falls Ihr Schweizer Arbeitgeber keine Aufteilung diesbezüglich vornimmt, also wo Sie Ihre Arbeit verrichten, müssen Sie zustätzlich neben einer deutschen Steuererklärung auch eine schweizerische Steuererklärung abgeben.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Patrick Hermes, Rechtsanwalt

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