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Arbeitsvertrag - Kündigungsfrist

| 19.08.2020 11:17 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Sehr geehrte Frau Rechtsanwältin,
Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt,

Ich möchte einem Arbeitnehmer kündigen.

Da ich unter 10(?) Mitarbeiter habe, ist dieses durchaus möglich.
Was würde passieren, wenn ich mich mit der Kündigungsfrist verrechnen würde, und das Vertragsende um einen oder zwei Monate vor der gesetzlichen Kündigungsfrist liegen würde?

Ist die Kündigung, die natürlich schriftlich und durch Boten, der den Inhalt kennt, zugestellt würde, dann komplett ungültig, oder gilt bei einer eventuellen Klage des Arbeitnehmers die gesetzliche Kündigungsfrist dann automatisch?

Kann ich, um das zu bewirken, ein falsches, weil zu frühes Kündigungsdatum angeben, und durch einen Textzusatz dafür sorgen, dass die Kündigung trotzdem wirksam ist, nur zu einem späteren Datum?

Besteht die Gefahr, dass der Arbeitnehmer klagt, die Verhandlung erst nach Monaten ist, und ich dann noch viel länger bezahlen muss? Kann ich bei Klageeingang, dann noch die Kündigung mit längerer, der gesetzlichen Kündigungsfrist, aussprechen, und es kommt nicht zur Verhandlung?

Ich weiß, dass mein Vorgehen moralisch eventuell verwerflich ist, aber der Arbeitnehmer hat soviel "angerichtet", dass ich ihn gerne schnellstmöglich mit geringen weiteren Kosten "loswerden" will.
Eine fristlose Kündigung ist ausgeschlossen.

Falls eine große Gefahr besteht, dass ich durch meinen Rechenfehler noch wesentlich mehr Kosten habe, als ohne diesen, würde ich natürlich vor der Kündigung nochmal "nachrechnen"

Mit freundlichen Grüßen

19.08.2020 | 11:46

Antwort

von


(306)
Gräfelfinger Str., 97a
81375 München
Tel: 089 1222189
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Eine vom Arbeitgeber mit zu kurzer Kündigungsfrist zu einem bestimmten Datum erklärte ordentliche Kündigung, die den Zusatz „fristgemäß zum" enthält, kann als Kündigung zum richtigen Kündigungstermin ausgelegt werden, wenn es dem Arbeitgeber für den Arbeitnehmer erkennbar wesentlich um die Einhaltung der maßgeblichen Kündigungsfrist ging und sich das in die Kündigungserklärung aufgenommene Datum lediglich als das Ergebnis einer fehlerhaften Berechnung der zutreffenden Kündigungsfrist erweist.
4. Der Kündigende muss den Wirkungszeitpunkt seiner Willenserklärung so bestimmen, dass der Empfänger unschwer ermitteln kann, zu welchem Datum das Arbeitsverhältnis enden soll. Dieses Bestimmtheitsgebot ist nicht verletzt, wenn unstreitig (nur) die gesetzlichen Kündigungsfristen Anwendung finden und sich der Arbeitnehmer anhand von § 622 Abs. 2 Satz 1 BGB die maßgebliche Kündigungsfrist in einem einfachen Rechenschritt selbst errechnen kann.

Wenn Sie also die maßgeblichen Daten in die Kündigung schreiben und dann lediglich das Ergebnis falsch ist, dann kann die Kündigung zum richtigen Kündigungstermin umgedeutet werden.

Sollte die Kündigung rechtmäßig sein, ist dies dann das Datum der Beendigung des Arbeitsvertrages.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
RA Richter


Bewertung des Fragestellers 19.08.2020 | 12:31

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