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Arbeitsvertrag Arbeitszeit Überstunden

10.08.2007 14:28 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Karin Plewe


Guten Tag, Ich habe heute einen AV bekommen und bin über die Formulierung der Arbeitszeit gestolpert und würde diese gerne von einem Fachmann prüfen lassen.

"Die Arbeitszeit richtet sich nach den für den Betriebsteil geltenden Bestimmungen.
Die durchschnittliche wöchentliche AZ beträgt zur Zeit 38,5 Std. und richtet sich im übrigen noch §6 TvöD. Der Arbeitgeber ist berechtigt, den Arbeitnehmer auch außerhalb der normalen wöchentlichen Arbeitszeit einzuteiolen. Es sind damit auch außerhalb der normalen Dienstzeit anfallende Arbeiten Bestandteil dieses Vertrages. Ferner sind auf Anordnung des Arbeitgebers Überstunden zu leisten. Derartige Überstunden sind auf dringende Fälle zu beschränken und auf die Notwendigkeit hin zu prüfen.
Für Überstunden wird ein Zeitausgleiche gewährt. Diese Überstunden sind durch entsprechende Arbeitsbefreiung auszugleichen. Eine höhere Vergütung von Überstunden findet nicht statt."

Was hadle ich mir da ein wenn ich das Unterschreibe?
Oder sollte ich auf eine Änderung drängen wenn ja in welcher Form?

Herzlichen Dank für ihre Mühe

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Sehr geehrter Fragesteller,

die Formulierung im Arbeitsvertrag besagt, dass Sie auch vereinzelt bzw. nach Dienstplan länger arbeiten müssen, wenn es der Arbeitgeber anweist. Allerdings ist immer ein Durchschnitt von 38,5 Std./Woche einzuhalten.

Sie sind darüber hinaus geschützt durch das Arbeitszeitgesetz, welches umfangreiche Regelungen zu Arbeitszeiten, Pause, Sonn - und Feiertagsarbeit, Nachtarbeit etc. vorsieht, z.B. eine Tageshöchstdauer von 10 Stunden, wenn der Ausgleich innerhalb von 6 Monaten erfolgen kann.

Die Regelung im Arbeitsvertrag ist rechtlich nicht zu beanstanden, sofern dann die Vorgaben des Arbeitszeitgesetzes beachtet werden (was jedoch selbstverständlich ist und im Vertrag nicht gesondert erwähnt werden muss).

Ob Sie auf eine Änderung drängen sollen, hängt davon ab, in welcher Branche mit welcher Tätigkeit Sie arbeiten werden, ob es dringende dienstliche Belange für diese Regelungen gibt und wie Ihre Verhandlungsposition ist. Sie müssen damit rechnen, dass der Arbeitgeber es sich nochmals überlegt, ob er Sie einstellen will, wenn Sie die Bedingungen anders aushandeln wollen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen eine erste Orientierung geben.

Mit freundlichen Grüßen

Karin Plewe
Rechtsanwältin

info@kanzlei-plewe.de


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