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Arbeitsvertrag !!

23.10.2020 09:46 |
Preis: 25,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Dr. Elke Scheibeler


Zusammenfassung: Eine befristete Anstellung ohne Sachgrund kann bei mehr als vier Jahre alten Unternehmen nur für einen Zeitraum von maximal 24 Monaten erfolgen. Steht für die Befristung ein Sachgrund zur Verfügung, ist grundsätzlich eine Rüstung für einen längeren Zeitraum möglich.

Hallo,
Ich habe am 01.08.2018 einen befristeten Arbeitsvertrag mit einer Laufzeit von 13 Monaten unterschrieben. Im Anschluss folgte eine Verlängerung von 15 Monaten, der nun bis zum 31.01.2021 gültig ist. Meine Frage ist, kann der Vertrag einfach auslaufen? Oder ist er durch die Laufzeit schon in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis übergegangen? Kann der AG nochmal verlängern oder muss er unbefristet einstellen?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Soweit es sich um einen sachgrundlos befristeten Arbeitsvertrag gemäß § 14 Abs. 2 TzBfG handelt, kann der Arbeitgeber die Befristung nicht mehr verlängern, da die Höchstdauer von zwei Jahren überschritten ist. Sie könnten sich auf eine unbefristete Stelle einklagen. Eine Ausnahme bestünde nur noch, wenn das Unternehmen erst vor weniger als vier Jahren gegründet wurde.

Wenn es sich um eine Befristung mit Sachgrund gemäß § 14 Abs. 1 TzBfG handelt, wäre eine weitere Befristung möglich, wenn der Sachgrund weiter besteht, etwa die Vertretung eines erkrankten oder in Elternzeit befindlichen Mitarbeiters oder der vorübergehende betriebliche Bedarf.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Rückfrage vom Fragesteller 23.10.2020 | 10:48

Erstmal vielen dank für die schnelle Antwort.

Woran erkenne ich, ob ein Sachgrund im Arbeitsvertrag niedergeschrieben ist oder nicht?
LG

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 23.10.2020 | 13:34

Sehr geehrter Fragesteller,

manchmal ist das in Arbeitsverträgen angegeben unter Benennung der von mir oben in der Ausgangsantwort zitierten Vorschriften. Man muss aber den Sachgrund nicht in den Arbeitsvertrag hineinschreiben. Sie können ja einmal beim Arbeitgeber fragen. Notfalls müssen Sie spätestens bis zu drei Wochen nach Ende der Befristung eine Klage beim Arbeitsgericht erheben und sich den Grund der Befristung so erklären lassen.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Scheibeler

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