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Arbeitsverhältnis durch AG gekündigt

| 03.08.2014 19:03 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


20:45

Hallo,

meiner Frau wurde zum 28.02.2015 gekündigt. Sie ist in dieser Kanlei über 30 Jahre beschäftigt. Im vergangenen Jahr hat ihr alter Arbeitgeber die Kanzlei an einen neuen Steuerberater verkauft. Dieser hat meine Frau mit neuen Anstellungsvertrag übernommen. Er hat Ihr auch eine kleine Gehaltserhöung zum Start gegeben. Er hat ein neues EDV Progarm gewählt ( DATEV) wo sich meine Frau nicht auskannte. Sie hat aber alle erforderlichen Schulungen mitgemacht, auch freiwillige Seminare in der VHS besucht. Es wurde aber immer unerträglicher da zu arbeiten. Er führte eine Stoppuhr ein um die Zeit zu messen wie lange sie für eine Arbeit benötigte. etc etc usw.
Jetzt nach seinem Urlaub gab er Ihr die Kündigung. Es tut ihm leid aber es geht nicht anders. Er ging davon aus das sie Abschlüsse machen könnte und andere Dinge.
Was kann man in diesem Fall machen?

03.08.2014 | 19:28

Antwort

von


(750)
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44145 Dortmund
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Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, welche ich anhand des von Ihnen geschilderten Sachverhalts im Rahmen einer ersten rechtlichen Einschätzung wie folgt beantworte:





Frage 1:
"Was kann man in diesem Fall machen?"



Wenn Ihre Frau nicht innerhalb von 3 Wochen nach Zugang der Kündigung Kündigungsschutzklage erhebt, dann wird diese ohne Weiteres wirksam. Dies hätte dann zur Folge, dass das Arbeitsverhältnis in jedem Fall zum 28.02.2015 endet. man könnte dann also nichts mehr machen außer sich fristgemäß beim zuständigen Arbeitsamt arbeitsuchend zu melden, um den Eintritt einer Sperrzeit zu vermeiden.

Im Rahmen des gerichtlichen Verfahrens könnte der Arbeitgeber dann z.B. seine Kündigung "zurücknehmen", indem er ein Angebot auf Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses macht. Dies wird aber nur dann infrage kommen, wenn die Probleme zwischen AG und AN für die Zukunft lösbar wären.

Wenn in dem Betrieb unter 10 Mitarbeiter beschäftigt sind, dann greift kein Kündigungsschutz und es fällt dem Arbeitgeber leichter, sich bei Vorliegen von vernünftigen Gründen von einem Mitarbeiter zu trennen.

Die Kündigungsfrist Ihrer Frau beträgt nach § 622 BGB: Kündigungsfristen bei Arbeitsverhältnissen sieben Monate zum Ende eines Kalendermonats, wenn vertraglich nichts anderes vereinbart wurde.

Ein Kündigungsschutzverfahren wäre auch die einzige Möglichkeit, um ggf. an eine Abfindung gegen Auflösung des Arbeitsverhältnisses zu kommen.



Bedenken Sie bitte, dass jede Ergänzung des Sachverhalts zu einer veränderten rechtlichen Beurteilung führen kann.

Ich stehe Ihnen im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion sowie gerne auch für eine weitere Interessenwahrnehmung jederzeit zur Verfügung. Klicken Sie dazu auf mein Profilbild, um meine Kontaktdaten einsehen zu können.




Mit freundlichen Grüßen

Raphael Fork
-Rechtsanwalt-



Rechtsanwalt Raphael Fork

Rückfrage vom Fragesteller 03.08.2014 | 20:13

Vielen Dank für die schnelle Bearbeitung.

Eine frage habe ich aber noch.
Meine Frau ist die einzuge Angestellte, gibt es da überhaubt Erfolgsaussichten eine Abfindung zu erhalten?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 03.08.2014 | 20:45

Nachfrage 1:
"Meine Frau ist die einzuge Angestellte, gibt es da überhaubt Erfolgsaussichten eine Abfindung zu erhalten?"


Ja, die gibt es durchaus.

Nur weil das Kündigungsschutzgesetz nicht greift, bedeutet dies nicht die automatische Wirksamkeit einer jeden Kündigung im sog. Kleinbetrieb.

Treuwidrige Kündigungen, Verstoß gegen die guten Sitten und ein Mindestmaß an sozialer Rücksichtnahme sind auch im kleinbetrieb zu beachten.

Was Ihre Frau 30 jahre lang geleistet hat, kann ja nun nicht von heute auf morgen schlecht sein.


Einen Versuch ist es in jedem Fall wert. Zumal ihre Frau eigentlich nichts zu verlieren hat, denn in erster Instanz besteht kein Anwaltzwang und jede Partei hat unabhängig vom Ausgang ihre eigenen Kosten selbst zu tragen.

Lässt der Richter in der Güteverhandlung durchblicken, dass er nach dem Vortrag Ihrer Frau keine Ansätze für eine Entscheidung zu ihren Gunsten sieht, ist eine Rücknahme der Klage ohne Kostenfolge in diesem Stadium möglich.

Bewertung des Fragestellers 03.08.2014 | 21:09

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