Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Arbeitsunfall - Ist es rechtens, dass der Unfall nicht als Arbeitsunfall anerkannt wird obwohl es be

| 30.05.2007 11:02 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Bei der Ausübung meiner Tätigkeit als Kraftfahrer (LKW 40to.) zog ich mir am 22.03.07 beim Einkuppeln einen Muskelfaseranriss zu.Laut behandelnden Arzt wird eine solche Verletzung von der Berufsgenossenschaft nicht als Arbeitsunfall anerkannt, weil soetwas auch im häuslichen Bereich passieren kann.Im nachhinein wurde durch eine neurologische Untersuchung ein leichter Bandscheibenvorfall diagnostiziert so das ich seit Ende März krankgeschrieben bin. Meine Frage lautet: Ist es rechtens, dass
der Unfall nicht als Arbeitsunfall anerkannt wird obwohl es beim ausüben meiner beruflichen Tätigkeit passiert ist? Wie gehe ich weiter vor?

Sehr geehrte(r) Fragesteller(in),

vielen Dank für die Einstellung Ihrer Frage.

Zunächst möchte ich Sie darauf hinweisen, dass dieses Forum lediglich eine erste rechtliche Orientierung bieten soll, die in keinem Fall die Beratung durch einen Anwalt / Anwältin ersetzen kann.

Die rechtliche Beurteilung kann unter Umständen anders ausfallen und somit zu einem anderen Ergebnis führen, wenn bestimmte Angaben hinzugefügt oder weggelassen werden.

Ihre Frage beantworte ich aufgrund der von Ihnen gemachten Angaben, wie folgt:

Unter einem Arbeitsunfall versteht man generell eine von außen kommende, plötzliche, körperlich schädigende Einwirkung, die in einem inneren, wesentlichen, zumindest teilursächlichen Zusammenhang mit der versicherten Tätigkeit steht.
Der Umstand, dass der Unfall auf der Betriebsstätte auftritt und während der Arbeitszeit, sind Beweisindizien für den Versicherungsfall.

Daher ist die Auffassung, Verletzungen, die auch außerhalb des Arbeitsverhältnisses auftreten können, seien keine Arbeitsunfälle, wohl nicht haltbar. In Ihrem Fall haben Sie sich beim Einkuppeln verletzt, wodurch einiges dafür spricht, dass es sich hier um eine Verletzung handelt, die in einem gewissen Zusammenhang zu Ihrer Tätigkeit steht. Daher kann man wohl davon ausgehen, dass es sich hier um einen Arbeitsunfall im Sinne des § 8 SGB VII handelt. Eine abschließende Bewertung kann jedoch erst bei genauer Kenntnis der Umstände und Einblick in die Krankenakte zu treffen.

Ob es sich tatsächlich um einen Arbeitsunfall handelt, ist allein eine Entscheidung der Berufsgenossenschaft und nicht des behandelnden Arztes. Dieser kann nicht rechtswirksam feststellen, ob es sich um einen Arbeitsunfall handelt oder nicht.

Ein Arbeitsunfall muss unverzüglich durch den Arbeitgeber oder den behandelnden Arzt gegenüber dem Versicherungsträger angezeigt werden. Leider teilen Sie nicht mit, ob dies in Ihrem Fall geschehen ist.

Hat die Berufgenossenschaft einen Arbeitsunfall abgelehnt, so besteht die Möglichkeit gegen diesen Ablehnungsbescheid Widerspruch einzulegen. Hierbei muss allerdings die Widerspruchsfrist unbedingt eingehalten werden.

Ich rate Ihnen einen ortsansässigen Kollegen mit der Begutachtung des Sachverhaltes zu beauftragen. Dieser kann die Besonderheiten des Falles genau prüfen und mit Ihnen eine Vorgehensweise abstimmen. Dieses kann im Rahmen dieses Forums leider nicht erbracht werden.

Ich hoffe ich konnte Ihnen mit der Antwort weiterhelfen. Sollten Sie noch weiteren Klärungsbedarf haben, nutzen Sie bitte die Möglichkeit der kostenlosen Nachfrage.

Mit freundlichen Grüßen

Christopher Tuillier
Rechtsanwalt

info@rechtsanwalt-tuillier.de
www.rechtsanwalt-tuillier.de

Nachfrage vom Fragesteller 30.05.2007 | 15:44

Der Arzt und der Arbeitgeber haben keine Meldung an die Berufsgenossenschaft gemacht.Wie kann ich weiter vorgehen?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 30.05.2007 | 16:25

Sehr geehrte(r) Fragesteller(in),

vielen Dank für Ihre Nachfrage.

Melden Arbeitnehmer oder Arzt einen möglichen Arbeitsunfall nicht bei der Berufsgenossenschaft, so bleibt dem Arbeitnehmer grundsätzlich die Möglichkeit, den Unfall selbst anzuzeigen.
Bei der Anzeige benötigt die Berufsgenossenschaft genaue Angaben zum Hergang des Unfalls und die persönlichen Daten des oder der Geschädigten.
Für die Schadensmeldung bestehen grundsätzlich keine Fristen, nach deren Ablauf ein eventueller Anspruch nicht mehr geltend gemacht werden kann. Allerdings können bei weit zurückliegenden Unfällen Zweifel bestehen, ob die Gesundheitsschädigung tatsächlich durch den Unfall verursacht wurde.

Ich hoffe ich konnte Ihnen weiterhelfen.

Mit freundlichen Grüßen

Christopher Tuillier
Rechtsanwalt

info@rechtsanwalt-tuillier.de
www.rechtsanwalt-tuillier.de

Bewertung des Fragestellers |

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Vielen Dank ,die Antwort hat mir sehr geholfen.
Werde Sie weiter empfehlen. "
FRAGESTELLER 5/5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 71519 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Hat super geantwortet es blieben keine fragen offen. Danke sehr ...
FRAGESTELLER
4,8/5,0
Schnelle und hilfreiche Antwort, danke auch für die beiden Tipps! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Schnelle und detaillierte Antwort ...
FRAGESTELLER