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Arbeitsunfall, BG hat 'Heilungsprozess' abgeschlossen


| 22.12.2009 09:50 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht



Schönen guten Morgen

Der Arbeitsunfall hat sich im 07.2009 zugetragen.
mittlerweile wurde eine OP durchgeführt und der Überprüfende Arzt der BG-Klinik in Frankfurt hat beim Beisein des BG-Sachbearbeiters verkündet das ich trotz einer neuen OP-Plastik meine Tätigkeit nicht mehr ausüben kann. Auch in Zukunft würde-werde ich Einschränkungen an der Hand haben.
Da ich keine anerkannte Ausbildung-Beruf habe, wurde mir gesagt die BG kommt für eine Umschulung nicht auf.
Nun meine Fragen:
Welchen Anspruch habe ich insgesamt?
Beruflich-Ausbildung, Qualifikationen o.ä.?
Was ist mit der auf dauer verbleibenden Einschränkung durch die Hand?
Welche finanziellen Ausgleich-Rente kann ich beantragen?

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Sehr geehrter Fragesteller,

auf Grund des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes beantworte ich Ihre Frage zusammenfassend wie folgt:

Als Arbeitnehmer sind Sie in der gesetzlichen Unfallversicherung der Berufsgenossenschaften pflichtversichert. Dies bedeutet, dass Sie über Ihren Arbeitgeber bei der zuständigen Berufsgenossenschaft versichert sind, Ihr Arbeitgeber also die Beiträge zahlen muss. Selbst wenn Sie durch Ihren Arbeitgeber nicht ordnungsgemäß angemeldet sein sollten, muss die Berufsgenossenschaft bei einem Arbeitsunfall eingreifen.

Jedoch kommt die Berufsgenossenschaft nur dann für Schäden auf, wenn tatsächlich ein Arbeitsunfall vorlag. Es darf sich also nicht um eine private Verletzung handeln, sondern muss tatsächlich im Rahmen der Berufsausübung geschehen sein. Zudem müssen Sie als Geschädigter und der Unfallverursacher im gleichen Betrieb versichert sein. Es muss sich also beim Schädiger um den Arbeitgeber oder um einen anderen Arbeitnehmer des Betriebes handeln, nicht aber um einen betriebsfremden Dritten.

Liegen diese Voraussetzungen vor, muss die Berufsgenossenschaft für die entstandenen Schäden haften. Dazu gehören neben der Heilbehandlung im Normalfall auch Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben (§§ 26 SGB VII ff.). Unter diese fallen im Einzelfall auch Umschulungs- oder gegebenenfalls Fort- bzw. Ausbildungsmaßnahmen.

Die Aussage, dass Sie „keine anerkannten Ausbildung-Beruf“ haben und die Berufsgenossenschaft daher für die Umschulung nicht aufkommen will, kann so verstanden werden, dass die Berufsgenossenschaft der Ansicht ist, es lägen die oben genannten Voraussetzungen nicht vor und es würde sich gar nicht um einen Arbeitsunfall handeln.
Hiermit kann die Berufsgenossenschaft aber auch der Ansicht sein, dass in Ihrem Fall die Umschulung aufgrund der fehlenden Ausbildung nicht zur einer Wiedereingliederung in die Arbeitswelt führen wird.
Hier sollten Sie eine entsprechende Klarstellung verlangen und sich gegebenenfalls dabei anwaltlich vertreten lassen.

Durch die verbleibenden Einschränkungen durch den Unfall könnten Sie einen Anspruch auf Berufsunfähigkeitsrente oder zumindest auf eine Teilrente bzw. Anspruch auf eine Erwerbsminderungsrente haben. Hier ist natürlich Ihr genauer Fall entscheidend, insbesondere ob Sie eine private Berufsunfähigkeitsversicherung haben, so dass von hier aus keine genauere Auskunft gegeben werden kann. Sie sollten jedoch bedenken, dass eine mögliche Berufsunfähigkeitsrente durch erfolgreiche Umschulungsmaßnahmen entfallen kann, selbst wenn Sie nach der Umschulung keine neue Anstellung finden sollten! Hier sollten Sie sich daher persönlich von einem Anwalt vor Ort beraten lassen, bevor Sie möglicherweise unbeabsichtigt auf Ansprüche verzichten.

Ich hoffe, dass meine Antworten für Sie hilfreich gewesen sind und darf zusätzlich auf die kostenfreie Nachfragefunktion verweisen. Gerne stehe ich Ihnen auch für die weitere Wahrnehmung Ihrer Interessen zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Florian Müller
(Rechtsanwalt)
Bewertung des Fragestellers 24.12.2009 | 00:43


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