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Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vom Arzt gefälscht

03.07.2008 01:55 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von


Hallo!
Ich habe ein Problem: ich hab eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vom Arzt gefälscht (ich hab beim arzt unbemerkt eine leere au mit stempel versehen und dann zuhause ausgefüllt - hab leider nen fehler beim datum gemacht) und das ist aufgeflogen. Der arzt will jetzt strafanzeige stellen (oder hat das schon gemacht) und ich hab deshalb schon meinen platz in einer berufsvorbereitenden bildungsmaßnahme verloren. wie soll bzw kann ich weiter vorgehen? ich möchte auf jeden fall einen prozess vermeiden
03.07.2008 | 10:22

Antwort

von


(67)
Alt-Moabit 62-63
10555 Berlin
Tel: 030 / 397 492 57
Web: http://www.rechtsanwalt-ausländerrecht.de
E-Mail:

Sehr geehrte(r) Fragesteller(in),

durch Ihr Verhalten haben Sie tatsächlich eine Urkundenfälschung begangen. Eine Urkundenfälschung kann gemäß § 267 Abs. 1 StGB (Strafgesetzbuch) mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren bestraft werden.

Die Einleitung eines strafrechtlichen Ermittlungsverfahrens können Sie jetzt nur noch vermeiden, wenn der Arzt keine Strafanzeige gegen Sie stellt. Sie sollten deshalb nochmals zu diesem Kontakt aufnehmen. Ich würde Ihnen raten, noch heute einen Brief an den Arzt zu schreiben, in dem Sie sich nochmals ausdrücklich für die Tat entschuldigen und dass Sie eine große „Dummheit“ begangen haben. Sie können auch schreiben, dass Sie Ihren Platz in der berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme verloren haben und warum dies im Zusammenhang mit der begangenen Tat steht. Sie hätten sogar die Möglichkeit, dem Arzt anzubieten, aus Reue eine Spende zu Gunsten einer gemeinnützigen Organisation vorzunehmen. Den Brief sollten Sie in einem Umschlag persönlich bei dem Personal des Arztes abgeben mit der Bitte, diesen sofort weiterzuleiten.

Wenn der Arzt schon eine Strafanzeige gestellt hat oder trotz Ihrer Entschuldigung eine Anzeige stellt, wird die Polizei / Staatsanwaltschaft in jedem Fall ein Ermittlungsverfahren gegen Sie einleiten. Eine einmal gestellte Strafanzeige kann übrigens in dem hier vorliegenden Fall nicht mehr „zurückgenommen“ werden.

Der Ausgang dieses Verfahrens hängt von vielen Faktoren hab. Im günstigsten Fall wird das Verfahren eingestellt (evtl. gegen Zahlung einer „Geldbuße“). Wird es nicht eingestellt ist wahrscheinlich, dass ein Strafbefehl erlassen wird, es kann aber auch sein, dass eine Hauptverhandlung stattfindet. Dies haängt auch von möglichen Vorstrafen ab.

Wenn eine Strafanzeige gestellt wird, erhalten Sie in jedem Fall Post von der Polizei und werden aufgefordert, sich schriftlich zu äußern oder zu einem Vernehmungstermin zu erscheinen. Dann müssen Sie sich überlegen, ob Sie einen Rechtsanwalt mit Ihrer Verteidigung beauftragen, um die Chancen auf eine Einstellung oder zumindest eine geringe Geldstrafe zu erhöhen. Wenn Sie keinen Anwalt einschalten, sollten Sie zu dem Termin erscheinen und die Sache nochmals zugeben und sich entschuldigen. Bitten Sie um eine Einstellung des Verfahrens und bieten Sie an, dafür eine „Geldbuße“ zahlen zu wollen. Bitten Sie außerdem darum, dass dies von der Polizei in der Akte vermerkt wird, damit die Staatsanwaltschaft davon vor ihrer Entscheidung Kenntnis erlangt. Wenn Sie schon beispielsweise eine Spende vorgenommen haben, sollten Sie dies bei der Polizei nachweisen.

Im Falle einer Verurteilung (Strafbefehl oder Urteil nach einer mündlichen Verhandlung vor Gericht) ist eine Geldstrafe zwischen 30 und 90 Tagessätzen (ein Tagessatz entspricht Ihrem durchschnittlichen Nettoeinkommen im Monat geteilt durch 30) wahrscheinlich, WENN Sie bisher nicht vorbestraft sind. Im Falle einer (einschlägigen) Vorstrafe würde die Strafe wahrscheinlich höher ausfallen.

Sofern Sie nicht vorbestraft sind, würde eine Verurteilung in dieser Sache dann nicht in Ihrem Führungszeugnis erscheinen, solange die Geldstrafe maximal 90 Tagessätze beträgt. Wenn Sie vorbestraft sind und diese Strafe noch im Bundeszentralregister eingetragen ist, werden alle Verurteilungen in ein Führungszeugnis aufgenommen.

Ich hoffe, dass ich Ihnen einen ersten Überblick über die Rechtslage und Ihre Möglichkeiten verschaffen konnte. Sie können gerne noch eine kostenlose Nachfrage stellen.

Mit freundlichen Grüßen

Björn Cziersky-Reis
Rechtsanwalt

Alt-Moabit 62-63
10555 Berlin

Tel.: 030 / 397 492 57
Fax: 030 / 397 492 79

kontakt@kanzlei-cziersky.de
www.kanzlei-cziersky.de


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